Zimmermann und Rutsch im Aufgebot

Lotto hat bei “Primavera“ schon die flämischen Klassiker im Blick

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Georg Zimmermann (Lotto – Intermarché) auf der 5. Etappe von Tirreno-Adriatico | Foto: Cor Vos

19.03.2026  |  (rsn) – Zwar mit seinen beiden deutschen Profis Georg Zimmermann und Jonas Rutsch, dafür aber ohne den etatmäßigen Leader Lennert Van Eetvelt sowie Sprinter Arnaud De Lie wird Lotto - Intermarché am Samstag beim 117. Mailand-Sanremo (1.UWT) antreten.

Der 24-jährige Van Eetvelt wird nach seinem Sturz bei Strade Bianche (1.UWT) und dem vorzeitigen Ausstieg bei Tirreno-Adriatico (2.UWT) auch auf die “Primavera“ verzichten müssen. Das bestätigte Teammanager Wesley Van Speybrouck gegenüber Wielerflits. In Abwesenheit des kletterstarken Belgiers werde voraussichtlich dessen Landsmann Jenno Berckmoes das Team anführen. Doch der Puncheur habe nach seiner Erkrankung im Februar noch nicht seine Bestform erreicht.

Neben dem 24-jährigen De Lie wird auch der ein Jahr ältere Vito Braet den GP Denain (1.Pro) am Donnerstag sowie tags darauf die Bredene Koksijde Classic (1.Pro) am Freitag bestreiten. Für beide Fahrer komme das fast 300 Kilometer lange Mailand-Sanremo noch zu früh in ihrer Karriere. “Wir haben im Vorfeld festgelegt, dass andere Rennen Priorität haben, insbesondere für Arnaud. Daran müssen wir festhalten. Beide sind auch noch jung. Langfristig könnte Arnaud ein Rennen wie Mailand-Sanremo bestreiten, aber im Moment steht das nicht auf dem Programm“, so Van Speybrouck.

Und auch vom deutschen Duo wird die Sportliche Leitung nicht allzuviel erwarten können. Zimmermanns einziger “Primavera“-Start datiert aus dem Jahr 2024, in dem er Rang 39 belegte. Eine Position weiter vorn landete Rutsch im vergangenen Jahr, als er sein bestes Ergebnis bei bisher vier Teilnahmen einfuhr.

So wird das erste Monument des Jahres zu einem Rennen, in dem kein Lotto-Fahrer eine Rolle spielen wird. Stattdessen richtet sich der Blick auf die weiteren Eintagesrennen in der Heimat. “Ab nächster Woche sind wir für die flämischen Klassiker bestens aufgestellt“, kündigte Van Speybrouck an. “Wir haben eine in der Breite starke Mannschaft und werden sicher nicht abgehängt. Das hat man beim Omloop Het Nieuwsblad schon ansatzweise gesehen, aber in den kommenden Rennen werden wir noch besser sein.“

Was Van Eetvelt betrifft, so hofft sein Team, dass er bei den Ardennenklassikern im April zu seiner vollen Stärke zurückfindet. Der frühere Gewinner der UAE Tour (2.UWT) und der Tour of Guangxi (2.UWT) ist seit über einer Woche wieder im Training, aber Mailand–Sanremo kommt noch zu früh.

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