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23.03.2026 | (rsn) – Nairo Quintana (Movistar) hat offiziell bestätigt, dass die Saison 2026 seine letzte als Radprofi sein wird. Das letzte Rennen seiner Karriere wird die Vuelta a España sein, wie der Kolumbianer im Rahmen einer Pressekonferenz vor dem Start der Katalonien-Rundfahrt bestätigte. Der 36-Jährige gewann in 15 Jahren als Profi jeweils einmal die Gesamtwertung des Giro d’Italia und der Vuelta.
“Ich möchte sagen: Es ist vorbei. Es ist alles vorbei“, begann Quintana sein Statement in Barcelona. “Ich gehe nach Hause zu meiner Familie. Ich bin ein Junge, der inmitten der Berge aufgewachsen ist, an einem Ort, an dem das Leben alles andere als ruhig war. Ich war nur ein Kind, das nicht viel hatte, aber ich besaß etwas viel Stärkeres: den brennenden Wunsch, auszubrechen.“
Quintana war zu Beginn der 2010er-Jahre einer der Vorreiter im aufstrebenden kolumbianischen Radsport. Eine Rolle, die ihm immer sehr bewusst war und die er in seiner Ankündigung hervorhob: „Ich habe gelernt, dass dies nicht nur ein Sport war“, sagte er. “Es war eine Lebensweise, die ich Schritt für Schritt erlebt habe, ohne es zu überstürzen. Dann, im Jahr 2012, begann ein neues Kapitel. Von diesem Zeitpunkt an – Rennen für Rennen, Sieg für Sieg – gehörten meine Erfolge nicht mehr nur mir allein; sie gehörten einem ganzen Kontinent. Sie gehörten dem kolumbianischen Land – jedem Leben, jedem Anstieg und jeder überquerten Ziellinie.“
2013 und 2015 wurde Quintana hinter Chris Froome Zweiter in der Gesamtwertung der Tour de France. Der Kletterspezialist war – gemeinsam mit Alberto Contador – in dieser Zeit einer der wenigen Herausforderer des Teams Sky um Froome. 2014 gewann er den Giro, zwei Jahre später die Vuelta, bei der er Froome schlagen konnte. Insgesamt fünf Mal war er bei den großen einwöchigen Etappenrennen erfolgreich, er gewann zweimal Tirreno-Adriatico (2015, 2017), Die Katalonien-Rundfahrt (2016), bei der er nun letztmalig am Start stehen wird, die Tour de Romandie (2016) und die Baskenland-Rundfahrt (2013).
2020 wechselte er – nach acht Jahren bei Movistar – zum französischen Arkéa – Samsic-Team. Dort feierte er zunächst einige Erfolge. Seine Zeit im Team endete 2022, nachdem Quintana positiv auf das Schmerzmittel Tramadol getestet wurde. Er wurde nicht gesperrt, da es kein Anti-Doping-Vergehen zu dieser Zeit war, aber sein 6. Gesamt-Platz bei der Tour wurde ihm aberkannt und 2023 legte er eine unfreiwillige Pause vom Radsport ein.
Es folgte die Rückkehr zu Movistar. Im spanischen Team übernimmt er inzwischen häufiger Helferrollen. Am nächsten an einen Sieg kam er beim Giro 2024 nach Livigno, als er bei einer schweren Bergetappe in den Dolomiten erst zwei Kilometer vor dem Ziel von Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) eingeholt wurde und Etappen-Zweiter wurde.
Quintana wird dem Radsport in anderer Rolle erhalten bleiben: “Ich spreche nicht von einem Abschied; ich spreche von einem Neuanfang – einem Neuanfang, bei dem ich weiter aufbauen, Unternehmen gründen, neue Möglichkeiten erschließen, sowohl den Leistungs- als auch den Breitensport fördern und den Menschen – insbesondere der Jugend – all das zurückgeben möchte, was mir der Radsport gegeben hat.“
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