Österreichisches KT-Roundup der vergangenen Woche

Nolde triumphiert beim Cycling League Austria-Auftakt in Leonding

Von Arthur Lenné

Foto zu dem Text "Nolde triumphiert beim Cycling League Austria-Auftakt in Leonding"
Das Podium des Cycling League Austria-Auftakts in Leonding: Tobias Nolde vor Maximilian Schmidbauer und Nicolas Ginter | Foto: Reinhard Eisenbauer

23.03.2026  |  (rsn) – Tobias Nolde (Team Vorarlberg) gewann das Radsaison-Eröffnungsrennen in Leonding und sorgte damit für einen Traumstart seines Teams in die Cycling League Austria. Der 27-Jährige setzte sich beim Auftakt der österreichischen Bundesliga im Sprint einer kleinen Spitzengruppe vor Maximilian Schmidbauer (Schwingshandl Intralogistics) und Nicolas Ginter (Tirol - KTM) durch.

Die Vorarlberger Equipe demonstrierte beim Klassiker in Oberösterreich ihre kollektive Stärke und brachte mit Philipp Hofbauer (4.) und Dominik Röber (5.) insgesamt drei Fahrer unter die besten Fünf. "Wir wollten das Rennen von vornherein aktiv und offensiv gestalten", erklärte der Sportliche Leiter Paul Renger gegenüber RSN. "Eigentlich war immer mindestens einer, wenn nicht sogar zwei von uns in den Gruppen vertreten. Dass Tobi es am Ende super verwandelt hat, war natürlich ein perfekter Einstand."

Hrinkow Advarics: Die Siegesserie riss

Nachdem das Team Hrinkow Advarics das Rennen in Leonding in den vergangenen drei Jahren durch Riccardo Verza (2023), Jaka Primozic (2024) und Riccardo Zoidl (2025) stets gewonnen hatte, reichte es diesmal nicht für das oberste Treppchen. David Paumann landete als bester Hrinkow-Profi auf dem sechsten Platz, Ex-Profi Riccardo Zoidl wurde Neunter.

„Klar hat man nach drei Siegen in Folge größere Ambitionen, aber nach der Tour de Taiwan fehlten einfach die nötigen Körner“, bilanzierte die Teamleitung gegenüber RSN. Dennoch zog das Team auch Positives aus dem Wochenende: "Die Jungs zeigten Moral. Zudem war Valentin Poschacher als Zweiter in der U23-Wertung stark unterwegs."

Jubel in Leonding: Tobias Nolde (Team Vorarlberg) feierte einen souveränen Auftaktsieg beim Bundesliga-Start. | Foto: Reinhard Eisenbauer

Messner und Tichler führen WSA KTM Graz in die Top Ten

Zufriedenheit herrschte auch beim Team WSA – KTM - Graz. Martin Messner (7.) und Thomas Tichler (10.) fuhren zwei Top-Ten-Ergebnisse für die Grazer ein, was in der Mannschaftswertung den vierten Rang bedeutete. "Das war ein durchaus zufriedenstellender Auftritt, zumal wir ohne Stürze und Verletzungen durchgekommen sind", resümierte Teamchef Christoph Resl gegenüber RSN.

Für eine Überraschung sorgte Maximilian Schmidbauer vom Team Schwingshandl Intralogistics. Der 24-Jährige musste sich nur Nolde geschlagen geben und wurde zudem als aktivster Fahrer des Rennens ausgezeichnet. „Leonding war absolut top für uns“, freute sich Teamchef Marvin Hammerschmid über den zweiten Platz in der Teamwertung. Auch das Amateurteam der Oberösterreicher überzeugte mit den Plätzen vier und acht durch Markus Breitenfellner und Andreas Wolfmayr.

Nachführarbeit: Das Team Hrinkow Advarics investierte viel, um die Lücke zur Spitze wieder zu schließen. | Foto: Reinhard Eisenbauer

Das Team ARBÖ – Kärnten – Feld am See verpasste zwar die entscheidende achtköpfige Gruppe, die sich bereits 85 Kilometer vor dem Ziel gelöst hatte, zeigte sich aber in der Verfolgung präsent. Matic Žumer rettete sich als bester Fahrer des Teams auf Rang 19 ins Ziel, kurz vor Gerg? Grósz (20.), der sich im Finale solo vom Hauptfeld abgesetzt hatte. "Insgesamt ein passabler Auftritt, aber bei den nächsten Rennen werden wir von Beginn an wachsamer sein müssen", erklärte David Polzer, Sportlicher Leiter bei ARBÖ Kärnten.


So lief das Radsaison-Eröffnungsrennen Leonding:

Das 153,2 Kilometer lange Rennen verlief von Beginn an sehr nervös. Bereits 85 Kilometer vor dem Ziel löste sich eine achtköpfige Spitzengruppe, in der unter anderem die späteren Podestfahrer vertreten waren. Da Hrinkow Advarics in dieser Gruppe nur mit einem Fahrer präsent war, investierte das Steyrer Team in der Folge viel Arbeit in der Nachführung, um Kapitän Riccardo Zoidl wieder in Schlagdistanz zu bringen.

Rund 39 Kilometer vor dem Ende formierte sich eine elfköpfige Verfolgergruppe, in der auch Matic Žumer (ARBÖ Kärnten) vertreten war. Im Finale auf den kleinen Schlussrunden in Leonding spielten jedoch die Vorarlberger ihre zahlenmäßige Überlegenheit aus. Tobias Nolde und Dominik Röber setzten die entscheidenden Akzente. Im Zielsprint hatte Nolde schließlich das beste Timing und verwies Schmidbauer auf den zweiten Platz.

RADRENNEN HEUTE

    WorldTour

  • Katalonien-Rundfahrt (2.UWT, ESP)
  • Radrennen Männer

  • Tour de Taiwan (2.1, TPE)