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26.03.2026 | (rsn) – Wie schon in den vergangen beiden Jahren wurde auch die 9. Austragung von Brügge (1.WWT) im Sprintfinale aus einer größeren Gruppe entschieden. Bei kalten sechsGrad hatten aber nicht Lorena Wiebes & Co. die schnellsten Beine, sondern Carys Lloyd vom Team Movistar. Die 19-jährige Britin, die sicherlich niemand auf der Rechnung hatte, setzte sich letztendlich recht deutlich mit einer halben Radlänge Vorsprung vor Elisa Balsamo (Lidl – Trek) und Nienke Veenhoven (Visma – Lease a Bike) durch.
Auf den weiteren Plätzen folgten die Mitfavoritinnen Chiara Consonni (Canyon – Sram – zondacrypto) sowie Shari Bossyut (AG Insurance – Soudal). Für Lloyd, die sich erst in ihrem Profijahr befindet, war dieser Coup der größte Erfolg in ihrem noch jungen Radsportleben.
“Im Bus wurde noch gewitzelt: Wenn du gewinnst, nehmen wir dich mit zum Lego-Store und du kannst dir da alles kaufen, was willst“, grinste die Überraschungssiegerin im Flash-Interview in die Kamera. Ernsthafter beschrieb die Siegerin danach ihren Coup so: “Als wir 500 Meter vor der Ziellinie waren, habe ich gesehen, dass kaum eine Mannschaft noch einen Lead-Out hatte. Ich dachte, jetzt versuche ich es einfach und schaue mal, was dabei rauskommt. Und es hat geklappt!“
Selbst der Wind konnte mit Geschwindigkeiten von bis zu 30 km/h bis weit hinein ins Finale keine Vorselektion auf den tellerflachen 144 Kilometern rund um Brügge provozieren. Auch ein typisches “Klassikerwetter“, die Fahrerinnen hatte im Rennverlauf immer wieder mit heftigsten Regengüssen samt Hagelschauern zu kämpfen, ließ die Motivation im Peloton nicht sinken, es auf der Zielgeraden auf einen Sprint Royal ankommen zu lassen.
Das Streckenprofil der 9. Ronde van Brugge | Foto: Veranstalter
Und so kam es letztendlich auch dazu, dass das Peloton von den Sprinterteams angeführt noch nahezu vollzählig den Teufelslappen passierte. Einen Kilometer zuvor hatte Mitfavoritin Charlotte Kool alle Hoffnungen auf einen Sieg begraben müssen, als sie in einen Sturz verwickelt wurde.
Während Lidl – Trek auf der rechten Seite mustergültig den Sprint für Elisa Balsamo vorbereitete, stahl sich wenige Meter daneben Lloyd klammheimlich davon, um ohne jegliche Mannschaftsunterstützung für die bis dato größte Überraschung des Jahres im Frauen-Peloton zu sorgen. Top-Favoritin Lorena Wiebes (SD Worx – Protime) war zu diesem Zeitpunkt derart eingeklemmt, dass sie nicht in die Entscheidung eingreifen konnte und nur Neunte wurde.
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