Keine Ergebnisse für deutsche und österreichische KT-Teams

Massensturz sorgte für Chaos-Finale in Novo Mesto

Von Judith Krahl

Foto zu dem Text "Massensturz sorgte für Chaos-Finale in Novo Mesto"
José Maria Garcia (MaxSolar-Raymon) war Teil der vierköpfigen Spitzengruppe. | Foto: Team

30.03.2026  |  (rsn) - Velika Nagrada Novega Mesta (1.2) nahm anfangs einen eher gewöhnlichen Verlauf. Kurz vor dem Ziel endete das slowenische Eintagesrennen für die meisten Fahrer dann aber in einem Massensturz. 

Viele der österreichischen und deutschen Kontinental-Teams bestritten nach vergangener Woche das zweite Rennen in der Gegend. Bestplatzierter war Jan Münzer (MaxSolar-Raymon) auf Platz 20. Dass viele der Gestürzten noch gut davongekommen sind, bedeutete den Teams mehr als das ausgebliebene Top-Ergebnis. Jedoch erwischte es mit Patrick Reißig und Tim Gloßner (beide Benotti - Berthold) sowie Vincent John (Schwingshandl - Intralogistics) drei deutsche Fahrer schwerer.

Wie Luis Strasser (Run & Race Solarpur) schilderte, wurden "die ersten 15 Kilometer sehr schnell gefahren", ehe sich eine vierköpfige Spitzengruppe absetzen konnte. Mit dabei war Jose Maria Garcia für MaxSolar-Raymon. Dahinter kontrollierte das Feld zunächst geschlossen das Rennen. Mit Beginn der finalen Runden spitzte sich das Geschehen jedoch weiter zu. 

"Es kamen dann drei harte Schlussrunden mit vielen Schlaglöchern und Speed bumps. Es war mehr wie ein Kriterium und die Zielanfahrt war echt kriminell", beschrieb Martin Taschler, Sportlicher Leister bei Tirol-KTM, das Finale. Die Spitzengruppe wurde eingeholt, die Positionskämpfe wurden intensiver und die Teams konzentrierten sich darauf, ihre Sprinter optimal für die technisch anspruchsvolle Schlusspassage zu platzieren.

Rund drei Kilometer vor dem Ziel kam es in einer schnellen Passage – von Taschler als Linkskurve "bei 65 km/h" beschrieben – zum folgenschweren Massensturz, in den rund 30 Fahrer verwickelt waren. Taschler äußerte gegenüber RSN, "dass es irgendwann krachen musste."

Auswirkungen auf die Teams

Run & Race – Solarpur: Das deutsche Team war unmittelbar betroffen. Während Nicola Schleuninger noch ausweichen konnte, verlor er entscheidend an Position. Strasser ging zu Boden und erreichte das Ziel nur mit großem Rückstand. Auch die übrigen Fahrer wurden aufgehalten. Tobias Kreuzer ergänzte, dass man nach dem Sturzi "einfach nur ins Ziel gefahren" sei.

Benotti-Berthold: Der Thüringer Rennstall kam auch beim zweiten slowenischen Rennen nicht ungeschoren davon. Teamchef Lars Wackernagel berichtete, dass es "Patrick Reißig und Tim Gloßner richtig erwischt" habe. Beide erlitten dabei deutliche Verletzungen – Reißig zog sich aufgerissene Hände zu, während Gloßner eine tiefe Wunde an der Hüfte davontrug.

Run & Race – Solarpur bei der Teampräsentation. | Foto: Team

 

MaxSolar-Raymon: Als eines der wenigen Teams kam MaxSolar - Raymon relativ unbeschadet durch das Chaos. Heinz Kargl betonte, dass man zufrieden sei, "dass alle gesund und heil angekommen sind". Im Finale konnte man sich dem größten Chaos entziehen und mit Münzer noch einen Platz unter den ersten 20 erreichen.

Hrinkow Adavrics: Auch die Österreicher wurden im Finale auseinandergerissen. Zwei Fahrer stürzten, während ein weiterer zwar vorbeikam, jedoch mit einem beschädigten Hinterrad weiterfahren musste. Als Bestplatzierter kam Valentin Poschacher auf Rang 23 ins Ziel.

Schwingshandl - Intralogistic: Für das Team verlief das Rennen besonders bitter. Sportlicher Leiter Raphael Hammerschmidt berichtete, dass mehrere Fahrer in den Massensturz verwickelt gewesen seien. Besonders schwer traf es Vincent John, der im Anschluss im Krankenhaus in Graz an der Hand genäht werden musste. Dabei hatte das Team das Finale plangemäß vorbereitet: Sprinter Fabian Steininger wurde "perfekt an dritter Position in der letzten Kurve 300 Meter vorm Ziel" positioniert.

Tirol - KTM: Für die mit nur fünf Fahrern gestarteten Tiroler endete das Rennen kollektiv im Sturz: Taschler schilderte, dass "alle unsere Fahrer darin verwickelt" waren und so ihre Chancen einbüßten. Immerhin blieb es bei vergleichsweise glimpflichen Verletzungen.

RADRENNEN HEUTE

    Radrennen Männer

  • Paris-Camembert (1.1, FRA)