Macht Streckenentschärfung das Rennen leichter?

Die Strecke der Flandern-Rundfahrt der Frauen 2026

Von Jens Claussen

Foto zu dem Text "Die Strecke der Flandern-Rundfahrt der Frauen 2026"
Szene der Flandern-Rundfahrt der Frauen 2025 | Foto: Cor Vos

02.04.2026  |  (rsn) – Wie schon seit 2012 tragen die Frauen auch diesmal ihre Flandern-Rundfahrt mit Start und Ziel in Oudenaarde aus. Nachdem sich die Renndistanz mit den Jahren sukzessive gesteigert hat, sind bei der diesjährigen 23. Austragung fünf Kilometer weniger zu bewältigen: 164 statt 169 Kilometer aus dem Vorjahr.

Rund drei Stunden nach dem Männerpeloton nehmen die Frauen den Parcours nach einer Neutralisation von 2,9 Kilometern unter die Räder. Um dann zunächst in einer nördlichen Runde um Oudenaarde den Start-Ziel-Ort nach 76 Kilometern erneut zu erreichen.

Diese knappe erste Rennhälfte unterscheidet sich komplett von der des Vorjahres, die das Feld zunächst nord-westlich von Oudenaarde herausführte. Vom Schwierigkeitsgrad aber vergleichbar werden auf diesem Abschnitt mit der Langen Munte, der Lippenhovestraat und der Paddestraat bereits drei der insgesamt sechs zu überfahrenden Kopfsteinpflasterpassagen abgehakt.

Was danach an Anstiegen folgt, stellt eine Entschärfung des Kurses im Vergleich zum Vorjahr dar. Zwar muss das Peloton zunächst auch Volvenberg und Molenberg meistern, die dann folgenden Beerendries und Valkenberg hingegen findet man nicht mehr im Roadbook. Wie bei den Männern wurde stattdessen bei Rennkilometer 98,5 die Marlboroughstraat eingebaut.

Weniger Anstiege

Nach der zweiten Fahrt durch Oudenaarde bei Rennkilometer 111 bleibt der finale Streckenverlauf identisch mit dem von 2025, weist jedoch weniger Hindernisse auf, wodurch sich ein anderer Rennverlauf als im Vorjahr entwickeln könnte. Mit dem Auslassen des Steenbeekdries‘ könnte das Rennen damit etwas an Schwere verlieren.

Da aufgrund der veränderten Streckenführung nach dem Startschuss auch schon auf den Edelareberg (1900 m), 3,3 %) verzichtet wurde, weist die Flandern-Rundfahrt der Frauen in diesem Jahr mit neun Anstiegen immerhin drei weniger auf als im Vorjahr.

Das Streckenprofil der 23. Flandern-Rundfahrt der Frauen | Foto: Veranstalter

Dem Finale mit den direkt aufeinander folgenden Oude Kwaremont und Paterberg wird dadurch jedoch nichts an Heftigkeit genommen. Spätestens an einem der beiden letzten Anstiege des Tages wird die Vorentscheidung fallen. Sollte dem nicht so sein, werden die finalen, komplett flachen 12,5 Kilometer bis zum Ziel über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Die neun Anstiege (Hellingen) der Flandern-Rundfahrt:

1. Wolvenberg (645 m), 7,9 % im Schnitt, max. 17,3 % – KM 82,0
2. Molenberg (463 m, 300 davon gepflastert), 7,0 % im Schnitt, max. 14,2 % – KM 94,5
3. Mariaboroughstraat (2400 m), 3,0 % im Schnitt, max. 7,0 % – KM 98,5
4. Eikenberg (1200 m, komplett gepflastert), 5,2 % im Schnitt, max. 10,0 % – KM 111,6
5. Koppenberg (600 m, komplett gepflastert), 11,6 % im Schnitt, max. 22,0 % – KM 118,8
6. Taaienberg (530 m, 500 davon gepflastert), 6,6 % im Schnitt, max. 15,8 % – KM 127,3
7. Oude Kruisberg/Hotond (2700 m, davon 450 gepflastert), 4,1 % im Schnitt, max. 9,4 % – KM 137,6
8. Oude Kwaremont (2200 m, 1500 davon gepflastert), 4 % im Schnitt, max. 11,6 % – KM 147,4
9. Paterberg (360 m, komplett gepflastert), 12,9 % im Schnitt, max. 20,3 % – KM 150,8

Die sechs Kopfsteinpflasterpassagen (Kasseien) der Flandern-Rundfahrt:

1. Lange Munte (2470 m) – KM 29,3
2. Lippenhovestraat (1300 m) – KM 59,7
3. Paddestraat (2300 m) – KM 61,2
4.– Kerkgate (1400 m) KM 85,6
5. Jagerij (800 m) – KM 88,6
6. Mariaborrestraat (400 m) – KM 122,9

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