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03.04.2026 | (rsn) - Die Männer-Rad-Bundesliga 2026 startet am 4. April auf dem Sachsenring in Hohenstein-Ernstthal in ihre neue Saison. Die traditionsreiche Rennstrecke kehrt damit in den Kalender zurück und bildet den Auftakt einer Serie, die mit insgesamt zehn Wertungsrennen erneut zu den wichtigsten nationalen Wettbewerben im deutschen Straßenradsport zählt. Schon der Auftakt dürfte richtungsweisend sein, da der wellige, schnelle Kurs ein offenes Rennen verspricht und Titelverteidiger Ole Theiler (Rembe – rad-net) gegenüber RSN berichtete, dass er keine Titelverteidigung anstrebt. Am Start des ersten Rennens wird er trotzdem stehen.
Der Kalender bietet 2026 eine ausgewogene Mischung aus etablierten und neuen Rennen. Zu den festen Größen zählen der Große Preis der Südlichen Weinstraße, die Erzgebirgsrundfahrt, die Gippinger Radsporttage in der Schweiz sowie Rad am Ring auf dem Nürburgring. Hinzu kommt mit Rund um Sebnitz ein anspruchsvolles Finale Mitte September.
Neu im Programm ist der Große Preis der Stadt Trier, der erstmals Teil der Bundesliga ist. Dort verabschiedet sich das Rennen vom bisherigen Innenstadtkurs und setzt künftig auf eine rund acht Kilometer lange, deutlich selektivere Runde mit Anstiegen und schnellen Abfahrten, die vor allem Allrounder und klassikertaugliche Fahrer fordern dürfte. Nicht stattfinden wird dagegen das ursprünglich geplante Rennen in Montabaur.
Eine besondere Bedeutung hat die Bundesliga weiterhin für die deutschen KT-Teams. Für sie ist die Serie nicht nur sportlich wichtig, sondern auch strategisch entscheidend: Über die Bundesliga-Ergebnisse werden unter anderem Startplätze für hochklassige Rennen wie die Deutschland Tour vergeben.
Zu den favorisierten Mannschaften zählen dabei vor allem Lotto - Kern-Haus - Outlet Montabaur und Rembe - rad-net, die die Serie in den vergangenen Jahren geprägt haben. Besonders Rembe – rad-net dominierte die Bundesliga 2025 eindrucksvoll, stellte die ersten drei Fahrer der Gesamtwertung und sicherte sich zusätzlich sowohl das Sprint- als auch das Bergtrikot. Sportlich verspricht die Saison große Offenheit.
Der Nürburgring ist auch 2026 wieder Teil des Kalenders. | Foto: Lotto – Kern-Haus – Outlet Montabaur
Titelverteidiger Theiler wird aufgrund parallel stattfindender Rennen nur einen Teil der Serie bestreiten und sich verstärkt in den Dienst seiner Mannschaft stellen. "Ich werde beim Sachsenring auf jeden Fall starten und in Gippingen, aber ich werde nicht die gesamte Serie fahren", erklärte Theiler gegenüber RSN. "Natürlich wäre es schön, ein Bundesligarennen zu gewinnen, ansonsten wollen wir natürlich als Team die Gesamtwertung gewinnen. Da gebe ich gerne etwas zurück und versuche dem Fahrer, der dafür vorgesehen ist, dabei zu helfen", ergänzte der 23-jährige.
Auf dem Sachsenring wartet direkt eine anspruchsvolle Aufgabe: Insgesamt 126 Kilometer müssen absolviert werden, was auf dem 3,6 Kilometer langen Rundkurs 35 Runden entspricht. Zusätzlich werden Punkte für die Sonderwertungen vergeben – sowohl für das Sprint- als auch das Bergtrikot. Darüber hinaus erhalten nach dem Tagesergebnis auch der beste Nachwuchsfahrer sowie der beste Amateurfahrer eigene Wertungstrikots, was die Bedeutung des Rennens für verschiedene Fahrertypen unterstreicht.
Mit Blick auf den Auftakt zeigte sich Theiler gespannt: "Ich bin gespannt, wie der Sachsenring wird, ist ja auch ein relativ gut rollender Kurs." Seine zurückhaltende Planung öffnet die Tür für neue Namen im Gesamtklassement, während Rembe – rad-net dennoch als eines der stärksten Teams gilt.
Rembe – rad-net möchte die Erfolgsserie in der Bundesliga fortsetzen. | Foto: Dominic Reichert
Zudem werden mit Tobias Nolde und Dominik Röber (beide Vorarlberg) zwei Fahrer als Einzelstarter erwartet, nachdem sie zuletzt mit starken Leistungen in der österreichischen Bundesliga auf sich aufmerksam gemacht haben.
Dennoch könnte bereits der Saisonauftakt eine interessante Dynamik bringen: Das Team Benotti - Berthold verfügt am Sachsenring über einen klaren Heimvorteil, da es das Rennen in den vergangenen Jahren regelmäßig bestritten hat – auch, als es noch nicht Teil der Bundesliga war. Das Team von Lars Wackernagel musste zuletzt jedoch mit einigen Sturzverletzungen von Fahrern kämpfen.
4. April: Sachsenring (Hohenstein-Ernstthal)
25. April: Großer Preis der Südlichen Weinstraße (Schweigen)
26. April: Großer Preis der Stadt Trier
10. Mai: Erzgebirgsrundfahrt (Chemnitz)
13. Juni: Gippinger Radsporttage (Schweiz)
26. Juni: DM Einzelzeitfahren (N. N.)
26. Juli: Rad am Ring (Nürburgring)
9. August: Großer Silberpilspreis (Bellheim)
12. September: Deutsche Meisterschaft Berg (Langenweisbach)
13. September: Rund um Sebnitz