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05.04.2026 | (rsn) – Das zweite Monument der Saison steht an: Bei der 110. Flandern-Rundfahrt (1.UWT) treffen die Top-Stars aufeinander: Titelverteidiger Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) wird vom dreimaligen Ronde-Sieger Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech), Remco Evenepoel (Red Bull – Bora – hansgrohe), Wout van Aert (Visma – Lease a Bike) und dem Vorjahreszweiten Mads Pedersen (Lidl – Trek) herausgefordert.
Wir haben in Antwerpen vor dem Start des 278,2 Kilometer langen Frühjahrsklassikers Stimmen gesammelt.
Tadej Pogacar (UAE – Team Emirates – XRG / Vorjahressieger / Eurosport):
Ich habe definitiv ein bisschen Druck, meinen Titel hier zu verteidigen. Hierher zurückzukommen und die Startnummer 1 zu verteidigen, ist eine Ehre und wir werden unser Bestes geben. Mit dem Wind heute ist es ein bisschen anders. Aber insgesamt muss das Rennen hart sein, damit es mir liegt. Wir versuchen also, es so hart wie möglich zu machen an allen Anstiegen, und mit dem Team, das wir haben, glaube ich, dass wir es schaffen können. Florian Vermeersch können wir als zweiten Kapitän einsetzen. Er ist sehr stark und ich glaube, er kann sehr lange mithalten. Ich hoffe, dass ich mich in die Liste mit drei Siegern hier eintragen kann.
Mads Pedersen (Lidl – Trek / Vorjahreszweiter / Eurosport):
Wir werden sehen, wie weit meine Form mich nach dem Crash zu Saisonbeginn bringt. Es war eine andere Vorbereitung, ein anderer Ansatz für diese Klassikersaison, wir werden jetzt sehen, ob die Form ausreichend ist, wenn wir jetzt zu den richtig großen Rennen kommen. Wenn ich nicht denken würde, dass ich heute gewinnen könnte, würde ich daheimbleiben und das Rennen auf der Couch schauen.
Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech / Vorjahresdritter / Eurosport):
Tadej (Pogacar) ist mein größter Gegner heute, ich glaube, das ist klar. Die “Big Four“ ist heute der “Big One“. Ich glaube, er ist eine Stufe über dem Rest, das war auch die letzten zwei Male offensichtlich, als er gewann. Da hatte niemand eine Antwort, als er am Kwaremont attackiert hat. Es wird also sehr schwierig, ihn zu schlagen, aber man weiß nie. Wenn ich die Beine habe, werde ich immer aggressiv fahren, ich glaube es nicht gut, Angst zu haben und nicht mit ihm zu kooperieren. Natürlich ist er der Stärkste, aber ich versuche immer, das Rennen zu gestalten. Ich hoffe, dass ich Tadej heute daran hindern kann, dieses Jahr fünf Monumente zu gewinnen.
Wout van Aert (Visma - Lease a Bike / Vorjahresvierter / Eurosport):
Die “Ronde zu gewinnen, würde mir alles bedeuten, ich glaube, ich muss es nicht verheimlichen, dass es seit einigen Jahren ein Ziel von mir ist. Jedes Mal, wenn ich hier starte, bekomme ich Gänsehaut, aber es wird hart sein, dieses Ziel zu erreichen. Ich glaube, dass auch dieses Jahr die zweite Passage des Oude Kwaremonts der wichtigste Punkt im Rennen ist, aber heutzutage wird oft weit vor dem Ziel angegriffen, also müssen wir für jedes Szenario gewappnet sein.
Remco Evenepoel (Red Bull – Bora – hansgrohe / Debütant / Eurosport):
Als kleines Kind habe ich damals immer das Rennen geschaut. Da habe ich auch ziemlich nah am Bosberg gewohnt, also dem Finale der alten Strecke. Es war also immer schon ein Teil von mir. Jetzt hier am Start zu stehen, ist richtig cool, es hat zu lange gedauert. In den vergangenen Jahren hatten ich und das Team (Soudal – Quick Step) andere Ziele, also ist jetzt die richtige Zeit. Ich kenne diese Straßen, besonders das Kopfsteinpflaster, aus dem Training, aber im Rennen wird das für mich nochmal eine komplett andere Erfahrung. Ich sollte bereit sein, ich habe genug Recons gemacht und die Rennen mit Wout, Mathieu und Tadej geschaut, ich glaube, ich bin bereit für alles. Wir müssen versuchen, so energiesparend wie möglich ins Finale am Kwaremont zu kommen. Bei der zweiten Passage sollten wir als Team noch mit mehreren Fahrern vertreten sein, danach geht es vor allem um die Beine. Vor allem mit dem Wind, wird das Finale früh beginnen und sehr lang werden. Sobald wir das Kopfsteinpflaster erreichen, brauchen wir vollen Fokus. Ich glaube, ich kann gewinnen.
Matteo Trentin (Tudor / Eurosport):
Es ist eines der besten Rennen des Jahres. Mit dem Start in Antwerpen wird es auch wegen dem Wind ein super langer Tag. Das Rennen beginnt ab dem ersten Oude Kwaremont und von da aus ist es noch lange bis ins Ziel. Wir müssen vorbereitet sein. Die beste Situation für mich wäre, wie 2023 zu antizipieren und dass die Top-Favoriten mich erst auf der letzten Runde einholen. Remco (Evenepoel) ist die große Unbekannte heute. Ich war damals im Team, als Tadej (Pogacar) hier zum ersten Mal gefahren ist und er war etwas enttäuscht, wie das Rennen 2022 dann verlaufen ist. Remco hat als Belgier mehr Erfahrung, aber ich bin mal gespannt, was er heute erreichen kann.
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