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05.04.2026 | (rsn) – Nachdem es für Florian Lipowitz (Red Bull – Bora – hansgrohe) bei der Baskenland-Rundfahrt (2.UWT) 2025 mit Platz vier ausgezeichnet gelaufen war, hat sich der Tour-Dritte des Vorjahres kurzfristig doch entschieden, auch diesmal nach Spanien zu fliegen.
An der Seite von Primoz Roglic, der im Baskenland 2018 und 2021 der Beste gewesen war, wird er ab Montag auf sechs Etappen darangehen, das Vorjahresergebnis zu verbessern. Mit Platz drei bei der Katalonien-Rundfahrt deutete Lipowitz bereits an, dass die Form gut ist - und auch Roglic konnte mit dem fünften Rang bei Tirreno-Adriatico (2.UWT) ein Spitzenergebnis beisteuern.
Doch die beiden Red-Bull-Stars müssen es mit einem Weltklassefeld aufnehmen. Drei Namen stechen dort besonders ins Auge. Da wäre zum einen Isaac Del Toro (UAE – Emirates – XRG), der diese Saison mit der UAE-Tour (2.UWT) und Tirreno-Adriatico (2.UWT) zwei Rundfahrten bestritt – und gewann.
Der Weltranglistenzweite ist wohl der Topfavorit auf den Gesamtsieg und wird – wie könnte es bei seiner Mannschaft anders sein – von Weltklasseleuten umringt sein. Brandon McNulty, Felix Großschartner, Marc Soler, Igor Arrieta, Domen Novak und der junge Adria Pericas werden Del Toro unterstützen.
Ebenfalls von einem starken Aufgebot umringt ist Juan Ayuso (Lidl – Trek), der sich nach seinem Sturz bei Paris-Nizza (2.UWT) bei seiner Rückkehr vielleicht sogar die Kapitänsrolle mit Mattias Skjelmose teilen muss. Der Spanier war 2024 der Gesamtsieger der Baskenland-Rundfahrt und hat Anfang dieser Saison die Algarve-Rundfahrt (2.Pro) für sich entschieden.
Dabei wies Ayuso auch den Dritten der ins Auge stechenden Fahrer in die Schranken: An der portugiesischen Küste feierte Paul Seixas (Decathlon – CMA CGM) seinen ersten Profisieg, kurz danach erfolgte der definitive Durchbruch in die Weltspitze, als er bei der Faun-Ardeche Classic (1.Pro) seinen letzten Gegner Matteo Jorgenson (Visma – Lease a Bike) locker abhängte.
Eine weitere Woche später war Seixas der Letzte, der bei der Strade Bianche (1.UWT) an Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) dranbleiben konnte. Nachdem er den Weltmeister doch ziehen lassen musste, sicherte sich der 19-Jährige aus der Verfolgergruppe heraus den zweiten Platz. Das ist nun einen Monat her und seitdem hat der Franzose nicht am Rennbetrieb teilgenommen.
Auch hinter diesen fünf Topstars kann sich das vorläufige Aufgebot im Baskenland sehen lassen. Mikel Landa trägt bei Soudal – Quick-Step die 1 auf dem Rücken, bei Movistar wird diese Ehre dem Belgier Cian Uijtdebroeks zuteil. Bahrain Victorious schickt mit Pello Bilbao und Antonio Tiberi zwei aussichtsreiche Athleten ins Rennen. Bei Cofidis ist Ion Izagirre, der Sieger von 2019, der Kapitän, der von Emanuel Buchmann unterstützt wird. EF Education – EasyPost setzt auf Ben Healy, Uno-X Mobility auf Tobias Johannessen und bei Ineos Grenadiers ist Kevin Vauquelin Teil einer starken Mannschaft, zu der auch Axel Laurance gehört.
Der Franzose könnte auf den mittelschweren Etappen aus einer größeren Gruppe heraus gefährlich sein. Das gilt auch für den wiedererstarkten Magnus Cort (Uno-X Mobility). Für Fahrer wie Mathieu Kockelmann und Matthew Fox (beide Lotto – Intermarché) oder Alberto Bruttomesso (Bahrain Victorious) sollten alle Etappen zu schwer sein. Deswegen finden sich auch keine weiteren Sprinter auf der vorläufigen Startliste.
Neben Lipowitz und Buchmann werden die deutschen Farben noch vom Nationalen Meister Georg Zimmermann (Lotto – Intermarché), seinem Vorgänger Marco Brenner und Hannes Wilksch (beide Tudor) vertreten. Der Vorjahresdritte und damalige Auftaktsieger Maximilian Schachmann (Soudal - Quick-Step) lässt das Rennen 2026 aus.
Rainer Kepplinger (Bahrain Victorious) ist neben Großschartner der zweite Österreicher im Feld. Aus der Schweizer sind Fabian Weiss und Yannis Voisard (beide Tudor) mit dabei. Kockelmann wird wohl der einzige Luxemburger am Start der Rundfahrt sein.