Staatsanwaltschaft will eingreifen

Droht Pogacar und Evenepoel wegen der Schranke eine Strafe?

Von Kevin Kempf

Foto zu dem Text "Droht Pogacar und Evenepoel wegen der Schranke eine Strafe?"
Ein Teil des Feldes wartet vor den Bahnschranken. | Foto: Cor Vos

05.04.2026  |  (rsn) – Wenn die Flandern-Rundfahrt (1.UWT) stattfindet, steht in Belgien alles still - außer dem Zugverkehr. Nach 65 gefahrenen Kilometern schloss sich vor dem Peloton der Ronde eine Bahnschranke. Als das Warnlicht bereits auf Rot stand, überquerte ein Teil des Feldes – unter anderem Remco Evenepoel (Red Bull – Bora – hansgrohe) und Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) – den Bahnübergang. Die zweite Hälfte musste vor den sich schließenden Schranken warten.

Laut Reglement des Radsportweltverbandes UCI führt das Überqueren eines Bahnüberganges zu einer Disqualifikation, wenn bei diesem die Überfahrt verboten ist. Das war bereits beim Blinken des Rotlichts der Fall. Die belgische Zeitung Het Nieuwsblad sprach mit einem anonymen UCI-Kommissär, der zu Protokoll gab, dass “die Fahrer, die das Warnsignal ignoriert haben, aus dem Rennen genommen werden sollten.“

Laut einer “vertrauenswürdigen Quelle“ wird das aber nicht geschehen, meldete Sporza später. Ganz ungeschoren davonkommen könnten die betreffenden Profis aber dennoch nicht. Die Staatsanwaltschaft von Ostflandern werde die beteiligten Fahrer identifizieren, wie sie bereits mitteilte. Diese müssten dann vor dem Polizeirichter erscheinen.

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