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05.04.2026 | (rsn) - Silas Koech (Team Lotto - Kern-Haus - Outlet Montabaur) hat den Bundesliga-Auftakt auf dem Sachsenring gewonnen. Beim Westsachsenklassiker setzte sich der 22-Jährige als Solist durch und krönte damit eine dominante Vorstellung seiner Mannschaft, die durch Louis Grupp auch den zweiten Platz belegte.
Nach rund 25 Kilometern des 129,4 Kilometer langen Rennens formierte sich die Gruppe des Tages. Koech setzte sich gemeinsam mit Julian Borresch (Rembe - rad-net) und Luke Meyer-Eland (MaxSolar - Raymon) vom Feld ab. Das Trio erarbeitete sich zeitweise einen Vorsprung von über einer Minute. Zur Rennhälfte erhielten die Spitzenreiter Gesellschaft von drei weiteren Fahrern: Neben Koechs Teamkollegen Louis Grupp schlossen auch Tobias Nolde (Team Vorarlberg) und Eric Lutter (Team Standert Brandenburg) von hinten auf, so dass schließlich eine sechsköpfige Gruppe das Finale unter sich ausmachte.
In der vorletzten Runde griff Koech an rettete einen Vorsprung von 18 Sekunden bis ins Ziel. Dahinter sicherte Grupp im Sprint der Verfolger vor Meyer-Eland den Doppelsieg für das Team aus Montabaur.
"Für uns lief es wie erhofft und zum Teil auch wie geplant. Platz eins und zwei im Renneinlauf, dazu noch die Sprint- und Bergwertung – das ist ein echtes Zeichen zum Saisonbeginn", sagte Hartmut Täumler, Sportlicher Leiter bei Lotto Kern-Haus Outlet Montabaur, gegenüber RSN. Er lobte besonders die geschlossene Teamleistung: "Louis Grupp hat einen super Job gemacht und Silas die Punkte in den Sonderwertungen freigehalten."
Während Koech die Gesamtführung und auch die Spitzenpositionen in der Sprint- und Bergwertung übernahm, durfte sich Grupp über das Nachwuchstrikot freuen.
Zufriedenheit herrschte auch beim Team MaxSolar - Raymon, denn Meyer-Eland komplettierte als Dritter das Podium des Bundesliga-Auftakts. "Wir waren top motiviert und konnten unsere Taktik sehr gut umsetzen. Mit dem dritten Platz sind wir hochzufrieden", erklärte Teamchef Heinz Kargl gegenüber RSN.
Besonders stolz war er auf das erste Führungstrikot der noch jungen Teamgeschichte: "Die Jungs haben einen super Job gemacht, Chapeau."
Julian Borresch (Rembe - rad-net) dagegen verpasste das Podium als Vierter knapp. Der 21-Jährige war als Teil des ursprünglichen Trios maßgeblich an der Gestaltung des Rennens beteiligt.
"Nachdem ich vor zwei Wochen noch mit einer Grippe flachlag, wusste ich nicht genau, wo ich stehe. Unter den Umständen lief es eigentlich gut", so Borresch nach dem Rennen. "Nur die finale Attacke von Silas Koech konnte ich leider nicht mehr mitgehen."
Einen starken Auftritt zeigte auch Eric Lutter (Team Standert Brandenburg), der als Sechster bester Amateur des Tages wurde. "In der vorletzten Runde attackierte Koech am Berghof. Ich fuhr an Nolde vorbei und hatte kurz ein Loch, kam aber nicht ganz an Silas heran", schilderte Lutter gegenüber RSN seinen Versuch, die Lücke zum späteren Sieger zu schließen. Erst kurz vor dem Ziel wurde er von der Verfolgergruppe wieder eingeholt.
Weniger glücklich verlief der Tag für das Benotti - Berthold. Teamchef Lars Wackernagel zog gegenüber RSN ein kritisches Fazit vom Heimrennen: "Wir haben es heute zu keiner Minute geschafft, in das Rennen reinzukommen. Das ist beim Heimrennen natürlich enttäuschend. Wir müssen das nun intern analysieren und uns bei den nächsten Rennen wieder Mut und Motivation holen."