Bei Paris-Roubaix auf Rekordjagd

Pogacar: “Die Motivation ist hoch, der Druck gering“

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Tadej Pogacar (UAE - Emirates - XRG, re.) und seine Teamkollegen bei der Streckenerkundung zu Paris-Roubaix 2026 | Foto: Cor Vos

09.04.2026  |  (rsn) – Nach seinem Sieg bei Mailand-Sanremo (1.UWT) fehlt Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) nur noch eines der fünf Monumente in seinem Palmares: Nun hofft der zweimalige Weltmeister, am Sonntag auch Paris-Roubaix (1.UWT) seiner imponierenden Erfolgssammlung hinzufügen zu können.

Der erste Sieg bei der “Königin der Klassiker“ wäre zudem der insgesamt 13. bei den Monumenten: Zu dem bei der “Primavera“ kommen je drei bei der Flandern-Rundfahrt (1.UWT) und Lüttich-Bastogne-Lüttich (1.UWT) sowie gleich fünf Siege in Serie bei Il Lombardia (1.UWT).

Sollte der Vorjahreszweite diesmal im Velodrome von Roubaix triumphieren, würde Pogacar zudem in einer Reihe mit Rik Van Looy, Eddy Merckx und Roger De Vlaeminck stehen, die allesamt die fünf Radsportmonumente mindestens einmal gewonnen haben.

“Es ist kein Geheimnis, dass Paris–Roubaix eines meiner großen Ziele in diesem Frühjahr ist. Die Rennen, die ich bisher gefahren bin, sind perfekt verlaufen, daher ist die Motivation hoch, aber der Druck gering“, erklärte Pogacar, der bisher alle seine drei Saisonrennen siegreich beenden konnte, auf der UAE-Website mit Blick auf die 123. Ausgabe von Paris-Roubaix, bei der er wieder auf Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) trifft, der zuletzt dreimal in Folge den Klassiker gewinnen konnte.

Bei seinem Debüt im vergangenen Jahr bewegte sich Pogacar lange auf Augenhöhe mit dem Niederländer, ehe er 38 Kilometer vor dem Ziel stürzte und sich dabei einen Rückstand einhandelte, den er bis ins Ziel nicht mehr wettmachen konnte.

Das letztjährige Malheur ist aber längst vergessen. “Ich werde es genießen, egal wie das Ergebnis ausfällt, und freue mich auf ein gutes Rennwochenende. Wir haben ein sehr starkes Team mit Fahrern, die hier schon auf dem Podium standen. Ich bin nicht der Einzige, der ein gutes Ergebnis erzielen kann“, betonte der 27-jährige Pogacar, der auf ein ganz auf ihn ausgerichtetes Team vertrauen kann, aus dem vor allem Florian Vermeersch und Nils Politt herausragen.

Politt und Vermeersch ragen als Helfer heraus

Der 27-jährige Belgier wurde bei der 2021 wegen der Corona-Pandemie in den Oktober verschobenen Ausgabe nach einer regelrechten Schlammaschlacht Zweiter hinter dem Italiener Sonny Colbrelli. Zwei Jahre zuvor hatte sich Politt in einem denkwürdigen Sprintduell im Velodrome dem Belgier Philippe Gilbert geschlagen geben. Beide überzeugten in diesem Frühjahr bereits und werden aller Voraussicht nach diejenigen UAE-Profis sein, die am längsten an Pogacars Seite werden bleiben können.

Zum siebenköpfigen UAE-Aufgebot gehören zudem die die beiden Portugiesen António Morgado und Rui Oliveira, der Kolumbianer Sebastián Molano und der Däne Mikkel Bjerg. Aus dem letztjährigen Aufgebot fehlt nur der verletzte Tim Wellens, der Belgier wird durch Rui Oliveira ersetzt.

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