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14.04.2026 | (rsn) – Julius Johansen (UAE - Emirates – XRG) hat in La Coruna zum Auftakt des 5. O Gran Camino (2.1) seinen ersten Profisieg gefeiert. Der als letzter Fahrer in das 15 Kilometer lange Einzelzeitfahren mit Start und Ziel am Torre de Hércules, dem ältesten noch funktionierenden Leuchtturm der Welt, gestartete Däne benötigte für den Parcours 17:43 Minuten und verdrängte damit noch Rafael Reis vom portugiesischen Kontinental-Team (Anicolor – Campicarn) auf den zweiten Platz.
Der 33-jährige Portugiese stand kurz vor seinem bisher größten Erfolg, der zudem der erste außerhalb seiner Heimat gewesen wäre. So aber musste sich Johansens früherer Teamkollege 16 Sekunden hinter dem Tagessieger mit Rang zwei begnügen. Dritter wurde Reis‘ 37 Jahre alter Landsmann Nelson Oliveira (Movistar), der das Rennen in genau 18 Minuten absolvierte und sich ebenfalls kurzzeitig Hoffnung auf seinen ersten Sieg nach knapp eine Dekade machen durfte.
Rang vier belegte der 21-jährige Norweger Jörgen Nordhagen (Visma – Lease a Bike / +0:28), der lange im Besitz der Bestzeit gewesen war, an der sich auch Adam Yates (UAE – Emirates – XRG) die Zähne ausgebissen hatte. Der routinierte Brite, der als Topfavorit bei der schweren fünftägigen Rundfahrt durch das nordspanische Galicien gilt, landete noch hinter dem Tschechen Jakub Otruba (Caja Rural - Seguros RGA / +0:38) auf Rang sechs (+0:40).
“Natürlich bin ich sehr glücklich über meinen ersten Profisieg. Es war mit dem Wind ein sehr harter Tag und wir haben hier ein starkes Peloton. Ich wusste, dass ich gute Form habe und hoffte auf die Top 5. Hier den Sieg zu holen ist einfach toll“, sagte Johansen im Flash-Interview und fügte an: “Es ist schon lustig, hier gegen Rafael zu gewinnen. Wir waren ja mal Teamkollegen und ich wusste, wie stark er ist. Ich wusste aber auch, dass noch einige starke Fahrer unterwegs waren. Weil mein Powermeter nicht richtig funktionierte, hatte ich unterwegs keine korrekten Informationen und erfuhr erst hinter der Ziellinie, dass ich gewonnen hatte. Ich konnte es kaum glauben“, schloss der Juniorenweltmeister von 2017.
Der einzige deutsche Teilnehmer spielte keine Rolle: Anton Schiffer (Visma – Lease a Bike) belegte mit 1:24 Minuten Rückstand den 27. Platz, eine Position dahinter folgte mit Ivan Romeo (Movistar) der vielleicht größte Favorit für dieses Zeitfahren.
Das Streckenprofil der 1. Etappe des Gran Camino 2026 | Foto: Veranstalter
Der Gewinner der diesjährigen Andalusien-Rundfahrt (2.Pro) und U23-Zeitfahrweltmeister von 2024 musste sechs Kilometer vor dem Ziel nach einem Defekt sein Rad tauschen - wie es kurz zuvor auch seinem Teamkollegen Davide Formolo widerfahren war - und war damit aus dem Rennen um den Tagessieg. Der Spanier erreichte so knapp eineinhalb Minuten nach Johansen das Ziel, das sich am Ende eines kurzen Kopfsteinpflasteranstiegs am Leuchtturm befand.
O Gran Camino wird am Mittwoch mit einer 148,6 Kilometer langen Etappe von Vilalba nach Barreiros fortgesetzt. Zu Beginn und im Finale des Tagesabschnitts warten zwei Anstiege der 3. Kategorie, von letzten, nicht-kategorisierten Steigung folgen noch eine Abfahrt und ein rund fünf Kilometer langes Flachstück ins Ziel.
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