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19.04.2026 | (rsn) - Mattias Skjelmose (Lidl - Trek) scheint sich beim Amstel Gold Race (1.UWT) sehr wohlzufühlen. Bei seinen vier Starts landete er dreimal in den Top Ten, zweimal auf dem Podium und einmal ganz oben.
Im Eurosport-Interview nach seinem zweiten Platz am Sonntag offenbarte der Däne zwar auch eine gewisse Vorliebe für andere Frühjahrsklassiker: “Als ich aufgewachsen bin, habe ich im Fernsehen immer die Kopfsteinpflasterklassiker am meisten genossen. Diese Rennen sind etwas sehr Besonderes.” Innerhalb seines eigenen Rennkalenders hat er aber einen Favoriten: “Von den Rennen, die ich selbst fahre, kommt das Amstel dem am nächsten. Wenn es nicht mein Lieblingsrennen ist, ist es zumindest eines meiner Lieblingsrennen im gesamten Kalender.”
Es ist ganz einfach: Das dänische Leichtgewicht ist nicht gemacht für die flämischen Rennen, umso besser geeignet aber für die in den Ardennen. Das weiß er selbst und damit kann er offensichtlich gut leben. So war der 25-Jährige nun bei seiner vierten Teilnahme am "Amstel" der einzige Fahrer, der dem Sieger Remco Evenepoel (Red Bull - Bora - hansgrohe) folgen konnte.
Im Gegensatz zum letzten Jahr, als er im Finale ebenfalls mit dem Belgier unterwegs war, die Lücke zu Tadej Pogacar (UAE - Emirates - XRG) schloss und das Rennen gewann, zog der Titelverteidiger mit der 1 auf dem Rücken diesmal aber im Sprint gegen Evenepoel um den Sieg den Kürzeren.
Im Ziel zeigte er sich dennoch glücklich mit dem Ergebnis: "Ich bin sehr zufrieden. Remco war ganz sicher, wie schon letztes Jahr, der Stärkste. Da hatte ich noch Glück, jetzt hat er mich knapp mit besseren Beinen geschlagen. Ich war am Limit und er hat mich nicht mal an den Anstiegen abgehängt. Ich habe alles gegeben und mehr war nicht drin", resümierte er.
42 Kilometer war Skjelmose Teil einer fünfköpfigen Gruppe, die sich nach einer Attacke von Romain Gregoire (Groupama - FDJ) vom Rest des Feldes löste. Nachdem 22 Kilometer vor dem Ziel Evenepoel in der zu diesem Zeitpunkt nur noch dreiköpfigen Gruppe das Tempo erhöhte, fiel Gregoire ab und nur Skjelmose konnte dem Olympiasieger noch folgen.
Doch nicht nur der Tageszweite hatte ein gutes Rennen, der Rest von Lidl - Trek präsentierte sich ebenfalls stark. In der zunächst elf Fahrer großen Verfolgergruppe waren mit Albert Withen Philipsen und Søren Kragh Andersen zwei seiner Teamkollegen vertreten, die die Nachführarbeit der Verfolger immer wieder störten und dazu beitrugen, dass der Abstand zum Spitzenduo immer größer wurde.
"Ich habe versucht, allen hinterherzufahren, die sich absetzen wollten und einfach sicherzustellen, dass wir nicht wieder zu ihnen aufschließen. Mattias musste sich nur auf die Fahrer in der Spitzengruppe konzentrieren. Ich glaube, das war wirklich, wirklich gute Teamarbeit und ein gutes Rennen für uns", zeigte sich der erst 19-jährige Philipsen im Ziel gegenüber CyclingPro.net zufrieden mit seiner Leistung.
"Ich habe mich zuletzt wirklich gut gefühlt. Ich hatte ein paar gute Trainingseinheiten zu Hause und wusste deshalb, dass ich, wenn alles nach Plan läuft, im Finale vorne mitmischen kann. Natürlich ist es das eine, sich das zu denken und etwas anderes, es dann auch umzusetzen. Ich bin wirklich sehr glücklich, dass ich dabei sein und tatsächlich eine entscheidende Rolle im Rennen gespielt habe. Das ist mehr, als ich erwarten konnte", so der Youngster weiter.
Der starke Auftritt der gesamten Mannschaft wurde zwar nicht mit einem Sieg belohnt, war aber nach UCI-Punkten das zweitbeste Ergebnis des Jahres für das deutsche Team. Ganze 553 Zähler nahm man aus Berg en Terblijt mit. Nachdem sich Mads Pedersen (Lidl - Trek) bei der Valencia - Rundfahrt das Handgelenk brach und Skjelmose selbst Paris-Nizza wegen einer Handgelenksentzündung absagen musste, hatte die Mannschaft ein schweres Frühjahr. Geschwächt ging man in die Klassikersaison und konnte die starke Leistung von 2025 nicht wiederholen. Dazu kam der Sturz von Juan Ayuso (Lidl - Trek) bei Paris - Nizza im Führungstrikot, der die Equipe ebenfalls viele UCI-Punkte gekostet haben dürfte.
Insgesamt rangierte die Mannschaft in dieser Saison bislang nur auf Platz zwölf der UCI-Teamrangliste. Im Vorjahr schloss man die Saison auf Rang drei ab. Das Amstel Gold Race sorgte nun immerhin wieder für den Vorstoß in die Top Ten.
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