Buchmann und Lipowitz auf dem Podium

Critérium du Dauphiné im Rückblick: Die letzten 10 Jahre

Von Christoph Adamietz

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Elite-Podium bei der Dauphine 2025: Tadej Pogacar siegte vor Jonas Vingegaard und Florian Lipowitz. | Foto: Cor Vos

04.06.2026  |  (rsn) - Das Critérium du Dauphiné, seit diesem Jahr unter dem Namen Tour Auvergne - Rhone-Alpes im Kalender zu finden, ist gemeinsam mit der Tour de Suisse das wichtigste Vorbereitungsrennen auf die Tour de France. radsport-news.com blickt auf die letzten zehn Austragungen der Rundfahrt durch Südfrankreich zurück.

Critérium du Dauphiné 2016: Chris Froome

Im Jahr darauf gelang Chris Froome (Sky) die Titelverteidigung. Bei seinem insgesamt dritten Gesamterfolg lag er am Ende zwölf Sekunden vor Romain Bardet (AG2R La Mondiale) und 19 Sekunden vor Dan Martin (Etixx - Quick-Step). Bardet und Martin hatten am Schlusstag noch Richie Porte (BMC) auf Platz vier verdrängt.

Froome gewann am 5. Tag die Bergankunft in Vaujany und übernahm dadurch die Gesamtführung, die er sich bis zum Schlusstag nicht mehr nehmen ließ. Alberto Contador (Tinkoff), der noch den bergaufführenden Prolog gewonnen hatte und bis zur 5. Etappe das Gelbe Trikot trug, musste sich nach acht Etappen mit Rang fünf begnügen.

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Critérium du Dauphiné 2017: Jakob Fuglsang

Bei der Austragung 2017 zeigte Emanuel Buchmann (Bora - hansgrohe) als Gesamtsiebter seine Klasse. Am schweren Schlusstag mit Ziel am Plateau de Solaison war er Vierter geworden. Auf den Gesamtsieger Jakob Fuglsang (Astana) fehlten ihm nach acht Etappen aber 2:32 Minuten.

Fuglsang hatte indes am Schlusstag noch den bisherigen Spitzenreiter Richie Porte (BMC) abgefangen und hatte am Ende zehn Sekunden Vorsprung auf den Australier. Der Däne hatte am letzten Tag seinen zweiten Etappensieg im Verlauf der Rundfahrt gefeiert und so noch den Gesamtsieg eingefahren. Das Podium komplettierte Dan Martin (Quick-Step Floors), der am Plateau de Solaison zum Abschluss fünf Plätze gutmachte und so Titelverteidiger Chris Froome (Sky) noch auf Platz vier verdrängte.

Für das beste deutsche Ergebnis im Verlauf der Rundfahrt sorgte Phil Bauhaus (Sunweb), der die 5. Etappe im Sprint vor Arnaud Démare (FDJ) gewann, Tony Martin (Katusha - Alpecin) hatte am Tag zuvor im Kampf gegen die Uhr zudem nur Porte den Vortritt lassen musste.

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Critérium du Dauphiné 2018: Geraint Thomas

Bei der 70. Austragung konnte Emanuel Buchmann (Bora - hansgrohe) sein Vorjahresergebnis als Sechster noch mal verbessern, zudem fuhr er auf zwei schweren Bergetappen auf den vierten Platz. Den Gesamtsieg feierte indes der Brite Geraint Thomas (Sky), der eine Minute Vorsprung auf seinen Landsmann Adam Yates (Mitchelton - Scott) aufwies. Das Podium komplettierte Romain Bardet (AG2R La Mondiale), der 1:47 Minuten Rückstand aufwies.

Den Grundstein zum Gesamtsieg hatte Thomas, der im Juli dann auch die Tour de France gewann, mit dem Sieg im Mannschaftszeitfahren gelegt. Auf den 35 Kilometern fuhr Sky in einer eigenen Liga und distanzierte die Konkurrenz deutlich. Die Gesamtführung übernahm Thomas schließlich auf der 5. Etappe bei der Bergankunft in Valmorel. Zuvor hatten Thomas' Teamkollegen Michal Kwiatkowski und Gianni Moscon Gelb getragen.

Pascal Ackermann (Bora - hansgrohe) konnte sich auf der anspruchsvollen 2. Etappe über einen Sieg im Massensprint freuen, nachdem er am Vortag bereits Dritter geworden war.

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Critérium du Dauphiné 2019: Jakob Fuglsang

Emanuel Buchmann (Bora - hansgrohe) setzte im dritten Jahr in Folge seinen Aufwärtstrend fort und schloss die Vorbereitungsrundfahrt auf die Tour de France auf einem beachtlichen dritten Platz ab. Nach acht Etappen lag der Ravensburger nur 21 Sekunden hinter Gesamtsieger Jakob Fuglsang (Astana), auf den Gesamtzweiten Tejay van Garderen (EF Education First) fehlte ihm gerade einmal eine Sekunde. Für Buchmann war es ein gutes Vorzeichen, das schon andeutete, was bei der Tour de France im Juli folgen sollte: Gesamtrang vier.

An einem Etappensieg schnupperte derweil Buchmanns österreichischer Teamkollege Gregor Mühlberger beim Critérium du Dauphiné, der sich auf der 6. Etappe im Zweiersprint Julian Alaphilippe (Deceuninck - Quick-Step) geschlagen geben musste. Die Gesamtwertung wurde an den beiden Schlusstagen entschieden. Bei der Bergankunft in Pipay stürmte Fuglsang als Zweiter an die Spitze, Buchmann wurde Tagesdritter. Am Schlusstag musste der bisherige Gesamtzweite Adam Yates (Mitchelton - Scott) aufgeben, so dass van Garderen und Buchmann noch einen Platz aufrückten.

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Critérium du Dauphiné 2020: Daniel Martinez

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Rundfahrt in den August verlegt und auf fünf Etappen verkürzt. Den Gesamtsieg holte sich Daniel Martinez (EF Pro Cycling) mit 29 Sekunden Vorsprung auf Thibaut Pinot (Groupama - FDJ). Rang drei ging an Guillaume Martin (Cofidis), der 41 Sekunden Rückstand aufwies. Der spätere Toursieger Tajdej Pogacar (UAE Team Emirates) belegte Rang vier, Lennard Kämna (Bora - hansgrohe) wurde als bester Deutscher Achter.

Überschattet wurde die Rundfahrt allerdings von schweren Stürzen von Primoz Roglic (Jumbo - Visma) und Emanuel Buchmann (Bora - hansgrohe). Roglic hatte auf der 2. Etappe am Col de Porte die Gesamtführung übernommen und Buchmann hatte sich als Dritter auf Platz drei in der Gesamtwertung vorgeschoben.

Auf der 4. Etappe, die Kämna in Megeve als Solist gewann, stürzte Buchmann in einer Abfahrt vom Col de la Plan Bois schwer und musste das Rennen aufgeben. Auf der gleichen Etappe war auch Roglic zu Fall gekommen. Er konnte das Teilstück zwar noch zu Ende fahren und seine Gesamtführung verteidigen. Die Schlussetappe konnte er allerdings nicht mehr in Angriff nehmen. Auch Toursieger Egan Bernal (Ineos) konnte die Rundfahrt wegen Rückenproblemen nicht zu Ende fahren.

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Critérium du Dauphiné 2021: Richie Porte

Die 73. Austragung fand wieder zum gewohnten Zeitpunkt im Juni mit acht Etappen statt. Den Gesamtsieg sicherte sich Richie Porte (Ineos Grenadiers) mit 17 Sekunden Vorsprung auf den Kasachen Alexey Lutsenko (Astana - Premier Tech) und 29 Sekunden auf seinen britischen Teamkollegen Geraint Thomas.

Der für Bora - hansgrohe fahrende Österreicher Lukas Pöstlberger gewann die 2. Etappe als Solist und übernahm dadurch die Gesamtführung. Diese verteidigte er bis zur 6. Etappe, wo ihn Lutsenko aus dem Gelben Trikot fuhr. Am Tag darauf allerdings verlor der Kasache sein Führungstrikot bei der Bergankunft in La Plagne an Porte, der am Schlusstag keine großen Mühen hatte, seine Führung ins Ziel zu bringen.

Bei der Ankunft in Les Gets hatte Mark Padun (Bahrain - Victorious) seinen zweiten Etappensieg in Folge gefeiert und der Österreicher Patrick Konrad (Bora - hansgrohe) hinter Jonas Vingegaard (Jumbo - Visma) seinen zweiten dritten Platz im Verlauf der Rundfahrt eingefahren.

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Critérium du Dauphiné 2022: Primoz Roglic

Die 74. Austragung wurde von Jumbo - Visma dominiert. Primoz Roglic feierte den Gesamtsieg mit 40 Sekunden Vorsprung vor seinem Teamkollegen Jonas Vingegaard. Ben O`Connor (Ag2r Citroen) hatte als Gesamtdritter schon 1:14 Minuten Rückstand.

Jumbo-Profi Wout Van Aert hatte zudem die Auftaktetappe und das fünfte Teilstück gewonnen und trug fünf Tage das Gelbe Trikot, ehe ihn Roglic auf der 7. Etappe bei der Bergankunft in Vaujany ablöste. Die Schlussetappe, die am Plateau de Salaison zu Ende ging, gewann Vingegaard vor Roglic. Beide hatten sich von der Konkurrenz abgesetzt und fuhren Hand in Hand über den Zielstrich.

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Critérium du Dauphiné 2023: Jonas Vingegaard

Nach Platz zwei im Vorjahr gelang Jonas Vingegaard (Jumbo - Visma) nun der Gesamtsieg. Deutliche 2:23 Minuten hatte der Däne Vorsprung auf Adam Yates (UAE Team Emirates), der Zweiter wurde. Das Podium komplettierte der Australier Ben O`Connor (AG2R Citroen), der 2:56 Minuten Rückstand aufwies.

Den Jumbo-Erfolg machte Christophe Laporte perfekt. Der Franzose gewann zwei Etappen und trag drei Tage das Gelbe Trikot. Vingegaard übernahm schließlich auf der 5. Etappe mit seinem Solosieg in Salins-les-Bains die Führung und baute diese in den nächsten drei Tagen weiter aus. So entschied der Däne die 7. Etappe am Col de la Croix de Fer als Solist für sich und am Tag darauf musste er zum Abschluss nur dem Ausreißer Giulio Ciccone (Trek - Segafredo) den Vortritt lassen.

Für das deutsche Highlight sorgte Georg Zimmermann (Intermarché - Circus - Wanty), der eine lange Flucht mit dem Sieg in Crest-Voland krönte.

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Critérium du Dauphiné 2024: Primoz Roglic

Bei der 76. Austragung konnte sich das deutsche Team Bora - hanserohe über den Gesamtsieg freuen. Primoz Roglic hatte nach acht Etappen acht Sekunden Vorsprung auf den US-Amerikaner Matteo Jorgenson (Team Visma - Lease a Bike). Mit 36 Sekunden Rückstand komplettierte der Kanadier Derek Gee (Israel - Premier Tech) das Podium der Tour-Generalprobe.

Roglic hatte sich bereits als Zweiter der 2. Etappe im Gesamtklassement in Position gebracht, musste im Kampf um das das Gelbe Trikot dann aber zunächst Gee und Remco Evenepoel (Soudal - Quick-Step) den Vortritt lassen. Auf der 6. Etappe schlug dann die große Stunde des Slowenen. Mit seinem Sieg verdrängte Roglic Evenepoel von der Spitze der Gesamtwertung und baute nur 24 Stunden später mit seinem zweiten Tagessieg die Gesamtführung weiter aus.

Am Schlusstag musste Roglic nach dem Jorgensons Angriff aber nochmal zittern. Von seinen 62 Sekunden Vorsprung vor der Etappe rettete er gerade mal acht ins Ziel. Überschattet wurde die Dauphiné von einem schweren Massensturz auf der 5. Etappe, die daraufhin neutralisiert zu Ende gefahren und nicht gewertet wurde.

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Critérium du Dauphiné 2025: Tadej Pogacar

Bei der 77. Austragung konnte sich erstmals Tadej Pogacar (UAE Team Emirates - XRG) in die Siegesliste eintragen. Der Slowene feierte drei Etappensiege und hatte in der Endabrechnung 59 Sekunden Vorsprung auf seinen dänischen Dauerrivalen Jonas Vingegaard (Team Visma - Lease a Bike). Einen starken dritten Gesamtrang fuhr Florian Lipowitz (Red Bull - Bora - hanserohe) ein, dies war gleichbedeutend mit dem Sieg in der Nachwuchswertung.

Pogacar konnte bereits die Auftaktetappe gewinnen, gab am Tag darauf aber die Gesamtführung an Etappensieger Jonathan Milan (Lidl - Trek). Am dritten Tag siegte der Spanier Ivan Romeo (Movistar) als Ausreißer und schlüpfte ins Führungstrikot, während der ebenfalls aus Ausreißer fahrende Lipowitz in der Gesamtwertung auf Rang vier vorrückte. 

Während sich Remco Evenepoel (Soudal - Quick-Step) das Einzelzeitfahren am vierten Tag sicherte und die Gesamtführung vor Lipowitz übernahm, übernahm Pogacar auf der 6. Etappe das Zepter. Bei der ersten Bergankunft der Rundfahrt distanzierte der UAE-Kapitän die namhafte Konkurrenz deutlich und auch am Tag darauf war der Slowene bergauf nicht zu stoppen. Am Schlusstag ließ er beim Ausreißersieg von Lenny Martinez (Bahrain - Victorious) nichts mehr anbrennen.

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