Vauquelin fragte im Amstel-Ziel sofort nach ihm

Ausgerechnet beim Höhepunkt: Jorgenson mit Schlüsselbeinbruch

Von Felix Mattis

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Matteo Jorgenson (Visma - Lease a Bike) hat sich beim Amstel Gold Race das Schlüsselbein gebrochen. | Foto: Cor Vos

19.04.2026  |  (rsn) – Bitterer Auftakt in die Ardennen-Woche für das Team Visma – Lease a Bike und insbesondere dessen Kapitän Matteo Jorgenson. Anstatt beim Amstel Gold Race (1.UWT) um den Sieg oder zumindest das Podium zu kämpfen, endete der Arbeitstag für den US-Amerikaner mit Schlüsselbeinbruch im Krankenhaus.

Nach einem Sturz knapp 42 Kilometer vor Rennende in der Anfahrt auf den Kruisberg musste Jorgenson unter Schmerzen aufgeben. Am Abend dann kam die Bestätigung der Verletzung des 26-Jährigen über die Social-Media-Kanäle des niederländischen Teams. Das bedeutet auch: Jorgenson wird beim Flèche Wallonne (1.UWT) am Mittwoch und bei Lüttich-Bastogne-Lüttich (1.UWT) am kommenden Sonntag nicht starten können.

Besonders bitter ist die Situation für Jorgenson angesichts der Tatsache, dass er sich in diesem Jahr entschieden hatte, die flämischen Klassiker auszulassen und sich voll auf die Ardennen zu fokussieren. Nach Platz acht bei Strade Bianche und dem zweiten Gesamtrang bei Tirreno-Adriatico sowie einer Helferrolle bei Mailand-Sanremo fuhr er daher vier Wochen kein Rennen und konzentrierte sich aufs Training, um nun in den Ardennen um Siege kämpfen zu können. Im Juni will er bei der Tour de Suisse und im Juli bei der Tour de France am Start stehen.

" Ich bin echt traurig. Das ist mein Lieblingsrennen und es sah so aus, als könnten wir ein Podium holen. Matteo war in Top-Form, aber das hilft jetzt auch nicht mehr", sagte Vismas Sportlicher Leiter Frans Maassen, der das Amstel Gold Race 1991 selbst gewann, schon direkt nach dem Rennen am Mikrofon von wielerflits.nl.

"Er hat hart dafür gearbeitet und dafür gelebt. Mental war er bereit. Er war in der richtigen Position und das Rennen lief gut für ihn. Deshalb ist das sehr ärgerlich. Wenn man nicht gut genug ist, kann man es akzeptieren – aber so ist es einfach nur bitter."

Jorgenson konnte stürzendem Vauquelin nicht ausweichen

Maassen schilderte auch den Vorfall selbst, in dem der Franzose Kevin Vauquelin (Ineos Grenadiers) in einer Linkskurve zu früh wieder aufs Pedal trat und daher mit dem linken Fuß leicht den Boden berührte, weshalb er dann wegrutschte und stürzte. Der direkt hinter Vauquelin fahrende Jorgenson hatte keine Chance auszuweichen, stürzte über ihn herüber und prallte noch härter auf den Asphalt.

Während Jorgenson aufgeben musste, konnte Vauquelin das Rennen fortsetzen und kam als 50. Am Ende des ersten großen Feldes mit 2:55 Minuten Rückstand auf Sieger Remco Evenepoel (Red Bull – Bora – hansgrohe) in Berg en Terblijt an. Nach der Zieldurchfahrt steuerte er sofort auf den Mannschatsbus von Visma – Lease a Bike zu, um sich nach Jorgenson zu erkundigen. Allerdings konnte man ihm zu diesem Zeitpunkt dazu noch nichts sagen, da sich der US-Amerikaner da gerade erst im Krankenhaus befand.

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