--> -->

29.04.2026 | (rsn) – Schon auf der 1. Etappe der Tour de Romandie (2.UWT) hat das Gesamtklassement Form angenommen. Und zwar die durchaus erwartbare. Nach 171,2 Kilometern rund um Martigny im Wallis über einen langen, schweren Anstieg, dessen Gipfel 34 Kilometer vor dem Ziel erreicht war, ist Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) der neue Gesamtführende des Rennens.
Der Etappensieg, den er im Sprint einer Vierergruppe erkämpfte, war dafür ausschlaggebend. Hinter dem Slowenen sprintete Florian Lipowitz (Red Bull – Bora – hansgrohe) vor Lenny Martinez (Bahrain Victorious) und Jörgen Nordhagen (Visma – Lease a Bike) auf Rang zwei. Sieben Sekunden hinter Pogacar belegt der Deutsche auch in der Gesamtwertung diese Position.
Die Vorentscheidung fiel bereits Mitte des Anstiegs, als Pogacar in die Offensive ging. Nur Martinez konnte sofort folgen, Lipowitz kämpfte sich in der Folge zurück ans Hinterrad des Weltmeisters. Nordhagen schloss zu Beginn des finalen Flachstücks gut 20 Kilometer vor dem Ziel auf. Dahinter bildete sich eine große Verfolgergruppe, unter anderem mit Primoz Roglic (Red Bull – Bora – hansgrohe) und Albert Withen Philipsen (Lidl – Trek). Der Däne führte die Gruppe 21 Sekunden nach der Spitze ins Ziel und wurde Tagesfünfter.
“Es war schön, gegen die Youngster zu gewinnen“, sagte der 27 Jahre alte Pogacar im Ziel, nachdem er den 113. Sieg seiner Karriere eingefahren hatte. Für seine Verhältnisse war er dabei aber geradezu ungehalten, was mit der Konstellation des Rennens zu tun hatte. “Ich war froh mit zwei jungen, eifrigen Fahrer unterwegs zu sein, die sich mit mir die Führungsarbeit geteilt haben. Sie haben einen super Job gemacht und waren sehr stark. Wir haben es geschafft, die Verfolgergruppe auf Distanz zu halten, auch wenn es nicht einfach war. Zu dritt ist es immer schwierig, besonders wenn ein vierter Fahrer nicht mitarbeitet.“
Dieser vierte Fahrer war Lipowitz. Im Flachstück fuhr der Deutsche allerhöchstens eine Alibiführung, hielt sich ansonsten aber komplett aus der Tempoarbeit heraus. Ansonsten hätte der Abstand der Ausreißer auch deutlich größer sein können. Denn zu Beginn des Flachstücks, auf dem zudem Gegenwind stand, lag der Vorsprung noch bei einer knappen Minute. Das war auch der Grund für Pogacar, sich auf den Sprint zu verlassen und die Entscheidung nicht vorher zu suchen. “Die letzten 22 Kilometer kam der Wind von vorne, es wäre also blöd gewesen, dort zu attackieren.“
Die Offensive will der Weltmeister dann an den kommenden Tagen wieder suchen. “Das Team musste heute viel arbeiten und hat einen guten Job gemacht, ich bin also sehr glücklich, morgen im Gelben Trikot zu fahren. Wir werden versuchen, es zu verteidigen. Die beste Verteidigung ist Angriff“, kündigte er an.
Für Martinez, der unterwegs ebenfalls wenig Verständnis für Lipowitz gezeigt hatte, gab es als Trost das Bergtrikot sowie die Führung in der Nachwuchswertung, sieben Sekunden vor Nordhagen. Bester Punktesammler ist Pogacar, in der Mannschaftswertung führt klar Red Bull, da es neben Roglic, der Gesamtsechster ist, auch der vor der Saison von den Rookies zu den Profis aufgestiegene Luke Tuckwell in die Verfolgergruppe geschafft hatte.
Nicht mehr dabei ist dagegen Oscar Onley (Ineos Grenadiers). Der Brite, Tour-de-France-Vierter von 2025, der schon im Prolog überraschend viel Rückstand kassierte, ging mit Magen-Darm-Problemen an den Start und gab unterwegs auf.
Nachdem sich Mauro Schmid (Jayco – AlUla) schon im Prolog stark präsentiert hatte, zählte der Schweizer auch auf der 1. Etappe zu denjenigen, die ins Rampenlicht fahren wollten. Doch im Meistertrikot kann sich der Schweizer nicht verstecken und so wurde sein früher Ausreißversuch schnell unterbunden.
Stattdessen ging kurz darauf eine siebenköpfige Gruppe um seinen Teamkollegen Patrick Gamper, Roland Thalmann (Tudor), Sam Oomen (Lidl – Trek) und den mit 19 Sekunden Rückstand in der Gesamtwertung am bestplatzierten, Louis Vervaeke (Soudal – Quick-Step).
Die Ausreißer bauten ihren Vorsprung auf dem zunächst dreimal zu fahrenden Rundkurs im Rhone-Thal auf dreieinhalb Minuten aus. Thalmann sammelte dabei jeweils die Bergpunkte in La Rasse (3. Kat.) ein und schraubte sein Konto damit auf 15 Punkte hoch.
Das Streckenprofil der 1. Etappe der Tour de Romandie | Foto: Veranstalter
2,5 Kilometer vor dem Gipfel schlossen Lipowitz und Cepeda dann zum Spitzenduo auf, ehe der Ecuadorianer reißen lassen musste. Und auch Lipowitz knautschte, um dranzubleiben, rettete sich aber hinter Martinez, der kurz vor der Bergwertung an Pogacar vorbeifuhr, über den Gipfel. Nordhagen kam mit ein paar Sekunden Rückstand drüber.
Auch die Abfahrt nahm der zweimalige Weltmeister von vorne. Nordhagen konnte die Lücke dort nicht schließen, holte das dann aber auf den ersten Kilometern in der Ebene nach. 22 Kilometer waren es noch bis ins Ziel. Cepeda hing 25 Sekunden zurück, eine Minute hatte die Gruppe um Roglic Rückstand, die von zunächst sieben wieder auf mehr als zehn Fahrer anwuchs.
Bevor es auf die letzten zehn Kilometer ging, wurde Cepeda von der großen Gruppe gestellt. Die verkürzte ihren Vorsprung auf die Spitze aber immer weiter, war zu dem Zeitpunkt auf eine halbe Minute ran. Dann stagnierte der Abstand, bis vorne wieder das gegenseitige Anschauen begann.
Letztlich sollte es für das Quartett aber doch reichen, den Sieger unter sich auszumachen. Pogacar erwies sich erwartungsgemäß als der Stärkste, während Lipowitz, der komplett auf Arbeit im Wind verzichtet hatte, auf Rang zwei sprintete.
Results powered by FirstCycling.com
04.05.2026Red-Bull-Talent Tuckwell überzeugt bei Romandie-Premiere(rsn) – "Was ist wichtiger: Top 5 oder vor Luke Plapp (Jayco - AlUla) zu sein?", wurde Luke Tuckwell (Red Bull - Bora - hansgrohe) vor der Schlussetappe der Tour de Romandie (2.UWT) von CyclingPro.n
03.05.2026Lipowitz: “Ich glaube, Pogacar war auch ziemlich am Limit“(rsn) - Leysin als Zielort scheint Florian Lipowitz zu liegen, auch wenn er zweimal das oberste Treppchen verpasste. 2024 konnte der damals 23-Jährige sein erstes WorldTour-Podium im Schweizer Skiort
03.05.2026Pogacar macht in der Romandie am Schlussanstieg den Sack zu(rsn) – Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) hat zu Ende gebracht, was er am Dienstag begann. Der 27-Jährige Weltmeister hat bei seiner ersten Teilnahme die Tour de Romandie (2.UWT) gewonnen â€
03.05.2026Paret-Peintre: “Wenn die Organisatoren wollen, dass Pogacar gewinnt …“(rsn) – Dass es im Peloton immer wieder Ärger über Begleitmotorräder gibt, ist nichts Neues. Zu geringe Abstände zu den Fahrern, die Windschatten liefern, werden immer wieder bemängelt. Begüns
02.05.2026Tudor sichert beim Heimspiel Bergtrikot mit Thalmann ab(rsn) – Der erste Zielstrich für das Tudor-Team bei seiner Heim-Rundfahrt, der Tour de Romandie (2.UWT), befand sich auf der 4. Etappe schon 41 Kilometer nach dem Start. Bis zu diesem Zeitpunkt mus
02.05.2026Lipowitz unterstreicht Status als Zweitbester in der Romandie (rsn) – Einen Kilometer vor dem Gipfel des Jaunpasses war dann Schluss. Florian Lipowitz (Red Bull – Bora – hansgrohe) konnte dem Tempo von Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) nicht mehr f
02.05.2026Highlight-Video der 4. Etappe der Tour de Romandie(rsn) – Im Ziel der gestrigen Etappe gab Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) noch die Verteidigung des Gelben Trikots der Tour de Romandie (2.UWT) als oberstes Ziel für das Schlusswochenende a
02.05.2026Pogacar stürmt vor starkem Lipowitz zum dritten Etappensieg(rsn) – Nach einer Attacke am letzten Berg des Tages hat Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) die 4. Etappe der 79. Tour de Romandie (2.UWT) für sich entschieden. Der Weltmeister setzte sich Ã
02.05.2026Pogacar will “in erster Linie versuchen, das Trikot zu verteidigen“(rsn) – Nach zwei Etappensiegen in Folge – beide im Sprint herausgefahren – musste sich Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) im Ziel der 3. Etappe der Tour de Romandie (2.UWT) mit Rang vier
01.05.2026Godon kämpft sich zurück und schlägt im Sprint Fisher-Black(rsn) – Dorian Godon (Ineos Grenadiers) hat seinen zweiten Sieg bei der diesjährigen Tour de Romandie (2.UWT) gefeiert. Der Französische Meister entschied im Sprint einer rund 30-köpfigen Spitzen
01.05.2026Highlight-Video der 3. Etappe der Tour de Romandie(rsn) – Auf der 2. Etappe musste sich Dorian Godon (Ineos Grenadiers) noch mit Rang zwei begnügen, einen Tag später war bei der Tour de Romandie (2.UWT) keiner schneller als der Franzose. Im Sprin
01.05.2026Fisher-Black: “Tadej war 10km/h schneller auf der anderen Seite“(rsn) – Nachdem Florian Lipowitz auf der 1. Etappe zweiter geworden war, fuhr Red Bull – Bora – hansgrohe auf dem dritten Teilstück der Tour de Romandie (2.Pro) für Finn Fisher-Black. Für den
04.11.2026Nieuwenhuis hat EM seit Jahren rot im Kalender eingekreist (rsn) – Das deutsche Heizomat – Cube hofft am Sonntag eine EM-Medaille in den Teambus hängen zu können. Bei den Cross-Europameisterschaften im niederländischen Zeddam gehört Joris Nieuwenhuis
04.11.2026Schreurs darf endlich zurück in die Niederlande (rsn) - In wenigen Worten auf den Punkt gebracht, deshalb aber nicht weniger interessant: In unserer Rubrik "Kurz gemeldet" fasst die Redaktion von radsport-news.com die Nachrichten aus der Welt des R
04.11.2026Sorgen Motorsportstrecken tatsächlich für sichereren Giro? (rsn) – Eine ”moderne Route” wurde die Strecke des Giro d’Italia 2027 von Luca Guercilena genannt. Der Rundfahrt-Direktor berief sich bei dieser Einschätzung unter anderem auf die drei Rennst
04.11.202699 Stufen bis zum höchsten Podest (rsn) – Am Donnerstag steht in Middelkerke, wo letztes Jahr die Em ausgetragen wurde, beim Nordzeecross der zweite Lauf der Superprestige an. Doch die Blicke in der Cyclocrosswelt richten sich schon
04.11.2026Beförderungen bei EF Education gehen in nächste Runde (rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr
03.11.2026Guillen: Gravel-Passagen am legendären Angliru denkbar (rsn) – Könnte einer der härtesten Anstiege im Radsport noch anspruchsvoller werden? Der Renndirektor der Vuelta a Espana will zwei alternative Routen auf den Alto de L’Angliru untersuchen lass
03.11.2026Unibet vermeldet neuen Head of Racing (rsn) - In wenigen Worten auf den Punkt gebracht, deshalb aber nicht weniger interessant: In unserer Rubrik "Kurz gemeldet" fasst die Redaktion von radsport-news.com die Nachrichten aus der Welt des R
03.11.2026Alle Etappen des Giro d´Italia im Detail (rsn) - Die Strecke des Giro d´Italia 2027 steht fest. Die Fahrer erwarten insgesamt 3419 Kilometer und 50.250 Höhenmeter von Trieste nach Rom. Die Strecke wurde in Rom präsentiert. Nicht weni
03.11.2026Alle Etappen des Giro d´Italia Women 2027 im Detail (rsn) – Der Giro d’Italia Women wird 2027 über neun Etappen vom 29. Mai bis zum 6. Juni ausgetragen und führt von Viareggio an der ligurischen Küste zum Colle San Carlo. Dort findet zum Abschl
02.11.2026Nach 15 Jahren: Wegelius verlässt EF Education (rsn) -Weitere Personalrochade bei EF Education – EasyPost: Der langjährige Sportdirektor Charles Wegelius verlässt das US-Team und schließt sich wohl der Schweizer Equipe Tudor ab der kommend
02.11.2026Lidl – Trek Future Racing gibt Aufgebot für 2027 bekannt (rsn) – Lidl – Trek Future Racing, der U23-„Unterbau“ des deutschen WorldTour-Teams, hat sein Aufgebot für die kommende Saison bekanntgegeben. Unter den 16 Fahrern für 2027 sind elf Natio
02.11.2026Teutenberg wechselt zu Rembe – rad-net Lea Lin Teutenberg wechselt nach zwei Jahren beim Team Lotto – Intermarché zur deutschen Equipe Rembe – rad-net. Nach neun Jahren als Profi auf WorldTour- oder ProTour-Level geht die 27-Jährig