UAE feiert zwei Gesamtsiege hintereinander

Tour de Suisse im Rückblick: Die letzten zehn Jahre

Von Christoph Adamietz

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Das Podium der 88. Tour de Suisse, v.l.: Kévin Vauquelin (Arkéa - B&B Hotels), Joao Almeida (UAE – Emirates – XRG), Oscar Onley (Picnic - PostNL) | Foto: Cor Vos

16.06.2026  |  (rsn) - Neben dem Critérium du Dauphiné - seit 2026 Tour Auvergne-Rhone-Alpes - ist die Tour de Suisse die zweite große Vorbereitungsrundfahrt auf die Tour de France. Die großen Stars waren in den vergangenen Jahren zumeist in Frankreich unterwegs,in der Schweiz bot sich dafür der zweiten Riege oft die Chance, ins Rampenlicht zu fahren. 

Seit diesem Jahr weist die Schweiz-Rundfahrt ein neues Konzept auf. Das Männerrennen wurde auf fünf Etappen verkürzt, das der Frauen dagegen auf diese Anzahl erweitert. Beide Rennen werden zudem taggleich auf fast identischen Kursen ausgetragen

RSN blickt auf die letzten zehn Jahre der Tour de Suisse zurück.

80. Tour de Suisse 2016: Miguel Angel Lopez

Das 80. Jubiläum endete mit einem kolumbianischen Gesamtsieg. Miguel Angel Lopez (Astana) hatte am Ende zwölf Sekunden Vorsprung auf den Spanier Ion Izagirre (Movistar) und 18 auf den Franzosen Warren Barguil (Giant - Alpecin).

Lopez hatte im hügeligen Einzelzeitfahren von Davos mit seinem Sieg am Vorschlusstag die Gesamtführung übernommen und auf der auf 58 Kilometer verkürzten Schlussetappe sein Führungstrikot verteidigt. Für einen Schweizer Heimsieg sorgte Fabian Cancellara (Trek - Segafredo), der das Auftaktzeitfahren gewann.

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81. Tour de Suisse 2017: Simon Spilak

Nach 2015 konnte Simon Spilak (Katusha - Alpecin) seinen zweiten Gesamtsieg erringen. Dieses Mal hatte der Slowene 48 Sekunden Vorsprung auf den Italiener Damiano Caruso (BMC) und 1:08 Minuten auf den Niederländer Steven Kruijswijk (LottoNL - Jumbo).

Spilak hatte die Gesamtführung mit seinem Solosieg auf der 7. Etappe mit Ziel in Sölden übernommen und an den beiden letzten Tagen keine Probleme, seine Spitzenposition zu verteidigen. Für das beste deutsche Ergebnis hatte John Degenkolb (Trek - Segafredo) mit einem dritten Platz auf der 3. Etappe gesorgt.

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82. Tour de Suisse 2018: Richie Porte

>Bei der 82. Austragung hatte Richie Porte (BMC) allen Grund zur Freude. Der Australier feierte einen souveränen Gesamtsieg mit 1:02 Minuten Vorsprung auf den Dänen Jakob Fuglsang (Astana), Platz dring ging an den Kolumbianer Nairo Quintana (Movistar), der 1:12 Minuten Rückstand aufwies.

Porte hatte den Grundstein zum Sieg schon am ersten Tag gelegt, als er mit seinem BMC-Team das Mannschaftszeitfahren gewann. Da Stefan Küng als erster der BMC-Equipe den Zielstrich überquerte, durfte sich der Eidgenosse zunächst das Führungstrikot überstreifen. Porte übernahm es schließlich auf der 5. Etappe und verteidigte es bis zum Schlusstag. An diesem gewann Küng auch noch das lange Einzelzeitfahren und sorgte somit für einen perfekten BMC-Ausgang.

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83. Tour de Suisse 2019: Egan Bernal

Fuhren die späteren Tour-Sieger in der Vergangenheit stets das Critérium du Dauphiné, so erwies sich 2019 die Tour de Suisse als das bessere Vorbereitungsrennen. Denn Egan Bernal (Ineos) sicherte sich in der Schweiz den Gesamtsieg und konnte sich dann wenige Wochen später auch über den Tourerfolg freuen.

Im Endklassement hatte Bernal 19 Sekunden Vorsprung auf Rohan Dennis (Bahrain Merida) und deutliche 3:04 Minuten auf den Österreicher Patrick Konrad (Bora - hansgrohe), der Rang drei belegte. Den Grundstein zum Sieg hatte Bernal mit seinem Soloerfolg hinauf zum St. Gotthard auf der 7. Etappe gelegt, an deren Ende er auch die Gesamtführung übernahm.

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Tour de Suisse 2020: Absage wegen Corona-Pandemie

84. Tour de Suisse 2021: Richard Carapaz
Am Ende der 84. Austragung hatte Richard Carapaz (Ineos Grenadiers) das beste Ende für sich. Der Ecuadorianer hatte 17 Sekunden Vorsprung auf den Kolumbianer Rigoberto Uran (EF Education - Nippo) und 1:15 auf den Dänen Jakob Fuglsang (Astana - Premier Tech). Maximilian Schachmann fehlten als bestem Deutschen auf Rang vier gerade einmal vier Sekunden zum Podium.

Den Auftakt der dieses Mal nur acht Etappen umfassenden Rundfahrt dominierten die Schweizer. Stefan Küng (Groupama - FDJ) gewann das Auftaktzeitfahren vor seinem Landsmann Stefan Bissegger (EF Education - Nippo). Am zweiten Tag musste sich Schachmann nach einem starken Finale nur Mathieu van der Poel (Alpecin - Fenix) geschlagen geben. Für einen weiteren Sieg der Eidgenossen siegte indes Bissegger, der die 4. Etappe aus einer Ausreißergruppe heraus gewann. Carapaz übernahm schließlich mit seinem Sieg bei der Bergankunft in Leukerbad am fünften Tag der Rundfahrt die Gesamtführung.

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85. Tour de Suisse 2022: Geraint Thomas

Bei der 85. Austragung konnte Ineos Grenadiers durch Geraint Thomas den dritten Gesamtsieg in Folge einfahren. Der Brite hatte nach acht Etappen deutliche 1:12 Minuten Vorsprung auf den Kolumbianer Sergio Higuita (Bora - hansgrohe) und 1:16 auf den Dänen Jakob Fuglsang (Israel - Premier Tech).

Den Gesamtsieg sicherte sich Thomas durch ein starkes Abschlusszeitfahren. In dieses war der Ineos-Kapitän noch mit zwei Sekunden Rückstand auf Higuita gegangen, der seinerseits auf der 7. Etappe die Gesamtführung von Fuglsang übernommen hatte. Die Rundfahrt begann mit einem zweiten Etappenplatz von Maximilian Schachmann (Bora - hansgrohe).

Auf der 5. Etappe hatte sein russischer Teamkollege Alexander Vlasov die Führung übernommen, allerdings musste dieser am Tag darauf wegen eines positiven Corona-Tests aussteigen. Am gleichen Tag feierte Nico Denz (DSM) bei der Bergankunft in Moosalp einen Ausreißercoup.

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86. Tour de Suisse 2023: Mattias Skjelmose

Die 86. Austragung war überschattet vom tragischen Tod von Gino Mäder (Bahrain - Victorious), der auf der 6. Etappe auf einer Abfahrt stürzte und kurz darauf seinen schweren Verletzungen erlagt. Die Etappe am Tag darauf wurde neutralisiert gefahren.

Sportlich stand die Tour de Suisse im Zeichen der jungen Wilden. So gewann der damals 22-jährige Dänae Mattias Skjelmose (Trek - Segafredo) mit neun Sekunden Vorsprung auf den zwei Jahre jüngeren Juan Ayuso (UAE Team Emirates), während der 23-jährige Remco Evenepoel (Soudal - Quick-Step) mit 45 Sekunden Rückstand das Podium komplettierte.

Im Auftaktzeitfahren von Einsiedln war Stefan Küng (Groupama - FDJ) siegreich, Skjelmose übernahm vom Schweizer durch seinen Sieg auf der 3. Etappe die Gesamtführung. An diesem Tag wurde der Österreicher Felix Gall (AG2R Citroen) Zweiter. Auf der nachfolgenden Etappe sicherte sich Gall sogar den Tagessieg und stürmte an die Spitze der Gesamtwertung. Am Tag darauf holte sich Skjelmose die Spitzenplatzierung im Klassement aber wieder zurück und verteidigte sie bis zum Schluss,

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87. Tour de Suisse 2024: Adam Yates

Bei der 87. Austragung feierte das UAE Team Emirates einen Doppelerfolg. So sicherte sich der Brite Adam Yates den Gesamtsieg mit 22 Sekunden Vorsprung auf seinen portugiesischen Teamkollegen Joao Almeida. Den letzten freien Podiumsplatz sicherte sich der Däne Matthias Skjelmose (Lidl - Trek / +3:02), der im Abschlusszeitfahren noch Egan Bernal vom Podium verdrängte. Der Österreicher Felix Gall (Decathlon AG2R) belegte in der Endabrechnung Rang zehn.

Yates, der auch die Punkte- und die Bergwertung gewann, übernahm auf der 4. Etappe, die am St. Gotthard zu Ende ging die Gesamtführung und gab sie bis zum Schluss nicht mehr ab. Auf den vier weiteren schweren Etappen wechselten sich Yates und Almeida mit dem Tagesiegen ab. Aus Schweizer Sicht sorgte Stefan Bissegger (EF Education - EasyPost) mit Rang zwei im Auftaktzeitfahren für das Highlight

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88. Tour de Suisse 2025: Joao Almeida

Wie auch im Vorjahr ging der Gesamtsieg an das UAE - Team Emirates - XRG. Diesmal setzte sich der Vorjahreszweite Joao Almeida mit deutlichen 1:07 Minuten Vorsprung auf den Franzosen Kevin Vauquelin (Arkéa - B&B Hotels) durch. Weitere 51 Sekunden komplettierte der Brite Oscar Onley (Picnic - PostNL) das Podium. Der Österreicher Felix Gall (Decathlon - AG2R La Mondiale) wurde Vierter, Lennard Kämna (Lidl - Trek) konnte sich als bester Deutscher über Rang sechs freuen.

Nachdem zunächst Auftaktsieger Romain Gregoire (Groupama - FDJ) und dann Vauquelin die Gesamtwertung angeführt hatten, holte sich Almeida erst durch seinen dritten Etappensieg am Schlusstag, an dem ein zehn Kilometer langes Bergzeitfahren stattfand, das Gelbe Trikot und damit den Gesamtsieg.

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