Die Stimmen zur 4. Etappe des Giro d‘Italia

Stork: “Es war schwierig, das richtige Hinterrad zu finden“

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Florian Stork (Tudor) auf der 4. Etappe des Giro d´Italia | Foto: Cor Vos

12.05.2026  |  (rsn) – Mit nur noch fünf Fahrern ist das Team UAE – Emirates - XRG nach dem ersten Ruhetag in die 4. Etappe des Giro d’Italia gestartet. Die aber hatten nach 138 Kilometern zwischen Catanzaro und Cosenza allen Grund zum Jubel. 

Nachdem Jan Christen im technischen Finale attackiert hatte, dann aber knapp 400 Meter vor dem Ziel wieder gestellt worden war, holte sich Teamkollege Jhonatan Narvaez im Sprint den Sieg vor Orluis Aular (Movistar) und machte damit die schwarzen ersten Tage seines Teams bei dieser Italien-Rundfahrt vergessen.

Mit dem Rosa Trikot konnte sich der Tagesdritte Giulio Ciccone vom deutschen Team Lidl – Trek trösten, der deutsche Hoffnungsträger Florian Stork (Tudor) wurde Elfter und verpasste damit den Sprung an die Spitze des Gesamtklassements.

Wir haben im Ziel die Stimmen zur 4. Giro-Etappe gesammelt:

Jhonatan Narvaez (UAE – Emirates - XRG / Etappensieger - Flash-Interview): “Das ist eine große Sache für mich. Nach meinem Sturz bei der Tour Down Under habe ich drei Monate lang in Ecuador trainiert. Danke an meine Familie, meine Frau, meine Teamkollegen, die mir in dieser Zeit sehr geholfen haben. Natürlich ist der Sieg heute für unsere Teamkollegen, die auf der 2. Etappe gestürzt sind. Sie haben hart gearbeitet, kamen hierher, und dann passierte das… Jan (Christen) ist ein guter Junge. Er wollte Rosa. Er ist jung, muss noch lernen, wie man Rennen fährt. Aber er hat ein gutes Finale gefahren. Für mich war es auch super.“

Giulio Ciccone (Lidl – Trek / Dritter, neues Rosa Trikot / Flash-Interview):“Ich habe vom Rosa Trikot geträumt, seit ich ein Kind war. Es heute zu bekommen, habe ich nicht erwartet. Gerade nach einigen harten Momenten, die ich auch im letzten Jahr hatte. Es ist etwas Besonderes. Mein Plan war heute, am Bonussprint Sekunden zu sammeln und an der Ziellinie. Ich bin jeweils Dritter geworden, damit hat es gereicht. Ich fühle mich gut und bin gespannt, was in den nächsten Tagen passiert. Es wäre sehr schön, wenn ich am Freitag am Blockhaus in meiner Heimatregion in Rosa fahren könnte. Aber es kommen noch schwere Tage bis dahin.“

Ben Turner (Netcompany – Ineos / Vierter / Eurosport): “Es fühlt sich nach einer ziemlich großen Enttäuschung an. Ich hatte gute Beine. Aber ich bin froh, dass wir mit Egan (Bernal) keine Zeit verloren haben (Turner wurde zurückgeschickt, um ihm über den Berg zu helfen, d. Red.). Es waren nicht mehr so viele Leute da. Aber es ist schwer zu sagen, ob es ohne die Hilfe ein anderes Ergebnis geworden wäre. Es ist auf jeden Fall gut zu wissen, dass die Form da ist.“

Florian Stork (Tudor / Elfter / Eurosport):“Es war schon ein hohes Tempo am Berg, das habe ich so nicht erwartet. Ich dachte, es wird eine größere Gruppe mit ein paar schnelleren Fahrern, das hätte mir mehr gelegen. Ich habe aber schon am Red Bull Kilometer gemerkt, dass ich nicht die besten Beine habe. Im Finale war es dann sehr technisch und schwierig, das richtige Hinterrad zu finden. Auf der Zielgeraden hatte ich die Beine einfach nicht. Es ging da viel um Beschleunigung. Und da sind die Bergfahrer schon im Vorteil. Und was die Beschleunigung angeht, ist Ciccone einer der besten Fahrer der Welt.“

Lorenzo Milesi (Movistar / Eurosport): “Der Plan war, sehr schnell in den Berg zu fahren, denn wir wussten, dass es da schon eine ordentliche Pace braucht, um den Unterschied zu machen. Die letzten drei Kilometer bin ich dann nochmal all-in gegangen. Morgen gibt es vielleicht die nächste Chance. Wir schauen von Tag zu Tag.“

Pascal Ackermann (Jayco – AlUla / Eurosport): “Wir sind recht schnell den Berg hochgefahren, das war dann ein bisschen zu schnell für uns, da kann man nichts machen. Es war ja unklar, was heute passiert, weil jeder wusste, dass alles möglich ist. Wir sind unten viel zu schnell rein. Da waren fast zwölf Prozent für die ersten drei, vier Kilometer, das hat uns Sprintern den Zahn gezogen. Da hat Movistar extrem draufgedrückt, damit haben wir nicht gerechnet.“

Jonathan Milan (Lidl – Trek / Eurosport): “Movistar hat am Berg ein irrsinniges Tempo vorgelegt. Ich habe das zwar erwartet und habe versucht, mitzukommen, musste dann aber mein eigenes Tempo gehen. Immerhin ist Giulio jetzt in Rosa. Das ist super. Er hat sich wirklich gut gefühlt. Ich freue mich sehr für ihn.“

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