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13.05.2026 | (rsn) – Gestürzt, versteuert, gewonnen – Igor Arrieta (UAE – Emirates – XRG) hat auf der 5. Etappe des Giro d’Italia ein Wechselbad der Gefühle durchlebt. Nachdem der zuvor schon gestürzte Spanier rund zwei Kilometer vor dem Ziel falsch abgebogen war, kam er 150 Meter vor dem Ziel wieder an Spitzenreiter Afonso Eulalio (Bahrain Victorious) heran.
Kurz danach übersprintete er den entkräfteten Portugiesen, der aber mit dem Rosa Trikot entschädigt wurde. Die Favoriten um Jonas Vingegaard (Visma - Lease a Bike) hielten am verregneten Tag die Beine ruhig und kamen mit mehr als sieben Minuten Rückstand in Potenza an.
Igor Arrieta (UAE – Emirates - XRG / Sieger / Ziel-Interview): “Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg, er bedeutet mir eine Menge, nachdem wegen des Crashs so viele Teamkollegen heimfahren mussten. Ich habe auch nach meinen Sturz noch an den Sieg geglaubt und wusste, dass ich es bis zum Ende versuchen muss. Nach dieser harten Etappe, weiß man nie. Ich war im letzten Kilometer komplett leer, Eulalio ging es aber genauso. Wir hätten beide den Sieg verdient, am Ende habe ich es geschafft. “
Afonso Eulalio (Bahrain Victorious / Zweiter / Eurosport): “Im Moment kann ich es noch nicht fassen, es fühlt sich noch sehr unwirklich an. Der ganze Tag war verrückt, ich muss das erst verarbeiten. Ohne Santiago [Buitrago, der den Giro verlassen hat, d.Red.] hatte ich heute diese Chance, ich möchte das Trikot aber auch für ihn tragen, weil er heute nicht hier sein kann. Im Finale wäre es ohne Crash natürlich besser gelaufen. Es war superhart, das Wetter, die Anstiege. Ich habe mich zeitweise schon sehr mies gefühlt. Ich denke, es wird aber heute allen so gegangen sein.“
Guillermo Silva (XDS - Astana / Dritter / Eurosport): “Die Abfahrt war sehr schwer. Wegen des Wetters habe ich meine Beine sehr gespürt, aber ich wollte es bis zum Ziel durchziehen. Ich habe einfach gedacht, dass ich immer weiter machen muss, bis zum Schluss. Ich bin vereist. Es war unheimlich kalt.“
Koen Bouwman (Jayco - AlUla / Siebter / Eurosport): “Es war nicht so schön wie vor vier Jahren (als Bouwman in Potenza gewann, d.Red.), aber es war echt…boah…was für ein Wetter. Nicht normal. Mir ist echt kalt. Ich gehe schnell duschen. Im ersten Anstieg hatte ich ein wirklich schlechtes Gefühl. Ich habe aber probiert, alles zu geben. Ich weiß nicht, wievielter ich geworden bin, aber ich habe getan, was ich konnte.“
Mikkel Bjerg (UAE - Emirates - XRG / 99. / CyclingPro.net): “Der heutige Sieg ist sehr schön. Es war ein absolutes Gemetzel, sogar im Gruppetto. Einer der schlimmsten Tage, die ich jemals auf dem Rad hatte. Ich kann nur erahnen, wie es in der Ausreißergruppe gewesen sein muss. Nach den beiden Siegen sind für uns nur noch drei Tage über. Dann nehmen wir den Direktflug nach Rom…”
Aart Vierhouten (Sportlicher Leiter Bahrain Victorious / Eurosport): “Es war kalt, es hat geregnet und zwischendurch sogar große Körner gehagelt. Es ist fantastisch, was im Finale passiert ist. Der arme Kerl ist gestürzt und wir dachten ‘Oh nein!‘. Wir konnten aber nicht anhalten, wir mussten weiterfahren und haben das mit Vollgas gemacht. Und in der letzten Kurve der Abfahrt ist auch Afonso weggerutscht. Es war so glatt in den Kurven…mama mia!“
Manuele Mori (UAE - Emirates - XRG / Sportlicher Leiter / Eurosport): “Heute war ein verrückter Tag. Ein sehr guter Tag, leider nicht für alle, für uns und für Bahrain aber schon. So ist der Radsport. Ich habe mit Ari bis ins Finale gesprochen: ‘Das ist dein Tag, versuche es bis zum Schluss.‘ Ich bin sehr glücklich für das Team und für Arrieta. Er ist ein fantastischer Teamkollege, gibt alles für die Leader. Heute war sein Tag.“
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