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15.05.2026 | (rsn) – Nachdem er sich am zweiten Tag der 47. Ungarn-Rundfahrt (2.Pro) mit Rang sechs hatte begnügen müssen, hat Tim Merlier (Soudal – Quick-Step) auf der 3. Etappe wieder für klare Verhältnisse gesorgt. Der 33-jährige Belgier setzte sich im Regen über 152,3 Kilometer von Kaposvár nach Szekszárd im Sprint mit perfektem Timin vor den beiden Kolumbianern Fernando Gaviria (Caja Rural – Seguros - RGA) und Juan Sebastian Molano (UAE – Emirates – XRG) durch.
Nach einem fünften und einem fünften Platz kam Max Kanter (XDS – Astana) erneut in den Top 5 ins Ziel. Diesmal langte es für den Paris-Nizza-Etappengewinner zu Rang vier.
“Am Ende war es ein kalter Tag. Nach den gestrigen Echelons wollte heute jeder vorne dabei sein. Das macht das Ganze mit dem Regen und der Kälte noch gefährlicher und nervöser“, sagte Merlier im Flash-Interview, in dem er zugab, von Gavirias frühem Antritt schon rund 300 Meter vor dem Ziel überrascht worden zu sein. “Gaviria hat einen guten Moment gewählt. Ich wollte da auch beschleunigen, aber die Beine wollten da nicht mehr, ich denke wegen der Kälte. Aber am Ende konnte ich dann zum Glück noch an Gaviria vorbeifahren“, fügte er an.
Mit seinem vierten Saisonsieg holte sich Merlier das Gelbe Trikot vom Franzosen Benoit Cosnefroy (UAE – Emirates – XRG) zurück. Der U23-Weltmeister von 2017 ist mit vier Sekunden Rückstand nun Zweiter.
Nach vier Flachetappen kommen am Samstag die Klassementfahrer zum Zug. Die 4. Etappe führt nach Pes, wo auf einem Rundkurs ein rund zwei Kilometer langer und zehn Prozent steiler Anstieg viermal gemeistert werden muss – zuletzt als Schlusssteigung.
Eine fünfköpfige Spitzengruppe um Routiniert Bauke Mollema (Lidl – Trek) und den Ungarn Erik Fetter (United Shipping), der sich beide Bergpreise des Tages sicherte und damit die Führung in der Sonderwertung übernahm. Kurz bevor das Quintett gestellt war, setzte sich Mollema gut 20 Kilometer vor dem Ziel bei teils starkem Wind und regnerischen Bedingungen gemeinsam mit Victor Vercouillie (Flanders – Baloise) an einer letzten Welle ab.
Das Spitzenduo konnte seinen Vorsprung zunächst behaupten, doch war der Druck, den die Sprinterteams ausübten, zu groß. Zunächst wurde der 39-jährige Mollema wieder eingefangen, 13 Kilometer vor der Ziel war auch Vercouillie im Feld verschwunden, das von Jayco – AlUla auf die letzten zehn Kilometer geführt wurde.
Das Streckenprofil der 3. Etappe der Ungarn-Rundfahrt | Foto: Veranstalter
Die Australier behaupteten bis 1,5 Kilometer vor dem Ziel die Spitze, an der sich nach der vorletzten 90-Grad-Kurve plötzlich Yves Lampaert allein befand. Der Merlier-Helfer blickte sich und beschleunigte, als er sah, dass hinter ihm eine kleine Lücke klaffte. An der letzten scharfen Kurve war das Feld aber wieder heran.
Schon rund 300 Meter vor dem Ziel startete Gaviria seinen Sprint, doch der souveräne Merlier wartete bis zuletzt, ehe er vom Hinterrad das Kolumbianers zwischen Gaviria und dessen Landsmann Molano zu seinem zweiten Etappensieg bei dieser Ungarn-Rundfahrt sprintete.
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