Die Stimmen zur 7. Etappe des Giro d‘Italia

Gee-West: “Der Wind war Wahnsinn“

Von Kevin Kempf

Foto zu dem Text "Gee-West: “Der Wind war Wahnsinn“"
Derek Gee-West (Lidl - Trek) ereicht das Ziel der 7. Etappe. | Foto: Cor Vos

15.05.2026  |  (rsn) – Am Blockhaus gab es am Ende der 7. Giro-Etappe mit Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) den erwarteten Sieger. Mit einem gut vier Kilometer langen Solo machte der Däne das Triple an Grand-Tour-Tagessiegen fest. Giulio Pellizzari (Red Bull – Bora – hansgrohe) musste den Visma-Kapitän als Letzter fahren lassen. 

Der Italiener hatte sich bei seinen Versuchen dran zu bleiben aber etwas übernommen und wurde noch von Felix Gall (Decathlon – CMA CGM) überholt. Der Österreicher wurde starker Zweiter nur wenige Sekunden hinter Vingegaard. Auch auch Ben O’Connor (Jayco – AlUla) und sein Teamkollege Jai Hindley, der im Dreiersprint den dritten Platz errang, kamen noch an Pellizzari heran.

In unserem Sammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.

Die Stimmen zur 7. Etappe des Giro d’Italia:

Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike / Sieger / Ziel-Interview): “Heute wollten wir auf Sieg fahren und ich bin extrem glücklich, dass ich es vollendet habe. Meine Teamkollegen haben einen fantastischen Job gemacht. Wir wollten schauen, wann sich der Moment für die Attacke ergibt und hatten das etwas offen gelassen. Es gab viel Wind, teilweise Gegenwind. Der Anstieg war sehr schwer.“

Felix Gall (Decathlon – CMA CGA / Zweiter / Eurosport): “Ich bin sehr sehr zufrieden. Es war in Bezug auf das Wetter ein entspannter Tag. Am Start hat es nicht so gut ausgeschaut, es wäre wohl ziemlich hässlich geworden, wenn wir sechs Stunden im Regen gefahren wären. So war alles okay, bis zum Finale. Ich habe mich gut gefühlt. Ich habe mich geärgert, dass ich nicht am Hinterrad habe dranbleiben können. Aber Pellizzari ist dann auch geplatzt und schlussendlich war es die bessere Wahl, dass ich mein eigenes Tempo gegangen bin.“

Giulio Pellizzari (Red Bull – Bora - hansgrohe / Vierter / Eurosport): “Ich habe versucht, Jonas zu folgen. Eigentlich lief es ganz gut, aber dann hat doch ein klein wenig gefehlt. Der Blick ist aufs Podium gerichtet, aber für ganz vorn hat es nicht gereicht. Es war okay, ich hatte Kraft, aber am Ende hat es nicht gereicht.“

Derek Gee-West (Lidl - Trek / Achter / Pressemitteilung Team): “Ich habe zum Schluss noch viele Fahrer eingeholt. Ich musste mein eigenes Tempo finden, weil zu Beginn des Finales so schnell gefahren wurde. Der Wind war Wahnsinn. Man musste 40 Minuten sowieso schon alles geben und dann musste man noch mit anderen Fahrern kämpfen, um ein bisschen weniger Aufwand betreiben zu müssen. Das ist nicht mein Element. Nach 240 Kilometern will man über so etwas gar nicht mehr nachdenken, aber gerade das hat diesen Berg so interessant gemacht.“

Afonso Eulalio (Bahrain Victorious / Rosa Trikot / Eurosport): “Wir wussten, dass wir heute Zeit verlieren werden. Mit diesen drei Minuten ist aber alles okay. Ich hatte gehofft, dass es etwas besser werden würde. Aber ich musste meinen eigenen Rhythmus fahren. Der Wind war auch sehr stark und das hat mich in dem Teil, in dem ich auf mich allen gestellt war, Kräfte gekostet. Das Team hat wirklich perfekt perfekt gearbeitet.“

Davide Piganzoli (Visma – Lease a Bike / 16. / Eurosport): “Letztendlich haben wir beschlossen, im starken Wind hohes Tempo zu fahren. Es war ziemlich schwer, dort etwas Besonderes zu machen, aber wir haben gut gearbeitet und Jonas hat den Rest gemacht. Ich bin in der Gruppe ums Rosa Trikot geblieben. Das war ein schönes Tempo für Seppi (Kuss) und mich. Wir sind da bis zum Ziel geblieben. Morgen ist ein neuer Tag und da probieren wir, sicher ins Ziel zu kommen.“

Nickolas Zukowsky (Pinarello – Q36.5 / Ausreißer / CyclingPro.net): “Die Quoten standen für uns Ausreißer heute nicht gut. Es war ein sehr langer Tag und wir waren nur zu fünft. Es war eine interessante Zusammensetzung, weil Johnny Milan dabei war. Aber ich kam zum Giro, um in Gruppen mein Bestes zu geben. Heute war diesbezüglich ein guter Tag. Es war natürlich schwer mit 4500 Höhenmetern. Ich wollte aber eine Show aufführen und den Reb-Bull-Sprint gewonnen zu haben, war auch schön.“

Jesper Morkov (Sportlicher Leiter Visma – Lease a Bike / Eurosport): “Wir hatten starke Fahrer, Timo (Kielich) und Tim (Rex), mit T und T. Im Schlussanstieg konnten wir richtig viel Schlagkraft auffahren. Victor (Campenaerts) war unten ganz stark und Sepp (Kuss) und Davide (Piganzoli) waren oben raus sehr schnell.“

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