Die Stimmen zur 11. Etappe des Giro d’Italia

Mas: “Am Ende war es ein aussichtsloses Szenario“

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Enric Mas (Movistar) beim Zieleinlauf der 11. Etappe | Foto: Cor Vos

20.05.2026  |  (rsn) – Der elfte Renntag des Giro d’Italia (2.UWT) wurde zu einem für die Ausreißer – und zum dritten Mal war Jhonatan Narvaez ( UAE – Emirates – XRG) ganz vorn. Der Ecuadorianische Meister kam mit Enric Mas (Movistar) auf die Zielgerade und ließ dem Spanier dort keine Chance

Der Italiener Diego Ulissi (XDS – Astana) holte sich aus einer Dreiergruppe heraus den dritten Platz, bei den Klassementfahrern tat sich auf den 195 Kilometern zwischen Porcari und Chiavari nichts.

In unserem Stimmensammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.

Die Stimmen zur 11. Etappe des Giro d’Italia:

Jhonatan Narvaez (UAE – Emirates - XRG / Sieger / Ziel-Interview): “Es war den ganzen Tag schwer. Unser Ziel war es, in die Ausreißergruppe zu kommen, wir haben aber die erste Gruppe verpasst. Dann haben wir auch die zweite Gruppe verpasst. Nach zwei Stunden hartem Rennen habe ich dann versucht, den Anschluss an die Spitzengruppe zu schaffen. Enric Mas war der Stärkste in den Anstiegen und ich wusste, ich muss mein Spiel spielen.“

Enric Mas (Movistar / Zweiter / Eurosport): “Wie ihr sehen konntet, war es am Ende ein aussichtsloses Szenario, in dem ich war. Es ist im Sprint nicht gut gelaufen. Ich wusste, dass er schneller ist. Ich habe mein Bestes gegeben und versucht, ihn abzuhängen. Es ist nie schön, Zweiter zu werden, aber ich kann sagen, dass nach einer schweren Woche das Team weiter hart arbeitet, auch wenn ich aktuell nicht mehr um das Gesamtklassement fahre.“

Christian Scaroni (XDS – Astana / Sechster / Eurosport): “Natürlich habe ich ein paar Schmerzen. Glücklicherweise konnte ich weiterfahren. Ich denke nicht, dass irgendetwas gebrochen ist, und das ist ein gutes Zeichen. Ich habe zu Beginn etwas zu viel Energie verbraucht, aber dann mit Narvaez und einer kleinen Gruppe haben wir es zurück an die Spitze geschafft. Ich bin glücklich, dass Diego (Ulissi) ein gutes Ergebnis einfahren konnte und muss mich beim Team entschuldigen, aber wir werden in den kommenden Etappen wieder vorne sein.“

Ludovico Crescioli (Polti - VisitMalta / Siebter / Eurosport): “Ich bin sehr zufrieden mit meinem Ergebnis heute. Ich habe versucht, so lange wie möglich dranzubleiben. Ich habe mein Bestes gegeben, am Ende ist auch Scaroni noch rangekommen. Das Finale war so schwer heute. Als ich zurückgekommen bin, habe ich ein bisschen an den Sieg geglaubt, aber auf den letzten Anstiegen hatte ich nicht die Beine dafür. Ich bin sehr erfreut über diesen siebten Rang.“

Jack Haig (Netcompany - Ineos / 26. / RSN): “Wir wollten nur dafür sorgen, dass Thymen nicht in Probleme kommt. Er hatte gestern im Zeitfahren sehr gute Beine. Er soll bei diesem Giro so gut wie m:oglich abschneiden. Wir hatten keine Attacke geplant. Die Abfahrten, gerade die letzten beiden, sind hier sehr technisch. Dann ist der sicherste Platz die Spitze.“

Mauro Gianetti (Sportlicher Leiter UAE – Emirates - XRG / Eurosport): “Es ist unglaublich, was die Jungs leisten. Nach dem Crash der Drei in Bulgarien haben die Jungs den Fokus gleich verlegt. Sie haben die Gelegenheit erkannt, auf eigene Rechnung zu fahren. Gerade Jhonny hat die Chance genutzt. Er ist Widerstandsfähigkeit und hat eine gute Mentalität und professionelle Einstellung. Er liebt den Radsport, denn nach seinem Sturz hatte er große Probleme. Er wollte aber zum Giro zurückkehren und seinen Wert zeigen.“

Chris Harper (Pinarello – Q36.5 / Vierter / Eurosport): “Wenn ich in der Ausreißergruppe bin, werde ich auf Etappensiege fahren, aber man kann auch zuversichtlich sein, wie heute Zeit in der Gesamtwertung aufzuholen. Ich werde nicht jeden Tag in die Gruppe gehen. Ich muss es im Rennen abwägen. Drei Minuten aufzuholen ist großartig. Wir werden das jetzt besprechen und von dort aus weiterschauen.“

Andrea Raccagni (Soudal – Quick-Step / Zehnter / Eurosport): “Es war sehr emotional, alle zu sehen. Mein gesamter Fanclub und meine Freunde waren an der Strecke. Ich hätte nicht gedacht, in so einer Situation zu sein. Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Die Fans sind unglaublich. Sie unterstützen mich seit sechs Jahren und ich möchte mich bei ihnen bedanken.“

Afonso Eulalio (Bahrain Victorious / 33. / CyclingPro.net): “Ich lebe meinen Traum weiterhin. Wie lange das noch so weiter geht, kann ich nicht sagen. Wir betrachten das von Tag zu Tag und kämpfen weiter. Das ist alles. Jonas ist superstark. Er hat die Tour zweimal gewonnen. Gegen ihn können wir sowieso nichts ausrichten. Wir werden sehen, was meine Beine die nächsten Tage noch so können.“

Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike / 32. / Eurosport): “Es war ein richtig harter, langer Tag und der erste, an dem eine Gruppe früher wegging. Ich denke, dass jeder im Peloton mit dieser Situation zufrieden war. Jeder wollte heute defensiv fahren.“

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