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22.05.2026 | (rsn) - Déjà Vu in Nordspanien: Wie schon zum Auftakt, so hat Lorena Wiebes (SD Worx – Protime) auch auf der 2. Etappe der Vuelta a Burgos Feminas (2.WWT) allen Konkurrentinnen das Nachsehen gegeben.
Die 27-jährige Niederländerin holte sich über 122 Kilometer von Castrojeriz zur Bodega Viña Pedrosa nach erneut starker Vorbereitung ihres Teams im Massensprint ihren zweiten Sieg in Folge und baute damit ihre Führung im Gesamtklassement der viertägigen Rundfahrt aus, bei der keine deutschen Fahrerinnen gemeldet sind.
Wie schon auf der 2. Etappe war eine Italienerin “Best of the Rest“: Diesmal allerdings sicherte sich Elisa Balsamo (Lidl – Trek) – allerdings mit respektablem Abstand – den zweiten Platz vor der Neuseeländischen Meisterin Ally Wollaston (FDJ United – Suez) und der Polin Agnieszka Skalniak-Sojka (Canyon – SRAM – zondacrypto). Der Auftaktzweiten Chiara Consonni (Canyon – SRAM – zondacrypto) blieb diesmal nur Rang fünf.
“Es war schwerer als gestern wegen der ansteigenden Passage. Das Team hat aber wieder einen tollen Job gemacht“, kommentierte Wiebes im Ziel-Interview ihren erneuten Sieg. “Blanka (Vas), Barbara und Mischa (Bredewold) sind einen starken Leadout gefahren und haben mich wirklich gut abgeliefert. Wir können auch heute darüber happy sein, wie das Team zusammengearbeitet hat und ich bin happy, dass ich es wieder vollenden konnte.“
Am dritten Tag in Burgos könnte die SD-Worx-Serie fortgesetzt werden, allerdings eher durch eine Teamkollegin, wie die Sprinterin vermutete- “Morgen ist es eine schwerere Etappe mit zwei Anstiegen gegen Rennende. Aber wir haben Mischa hier, die solche Anstiege überleben kann. Ich werde schauen, wie weit ich da komme“, so Wiebes, die in der Gesamtwertung nun mit je 14 Sekunden Vorsprung auf Consonni und Balsamo an der Spitze liegt und auch in der Punktewertung ihre Führung ausbaute.
An einem Tag ohne einen Bergpreis behauptete die Norwegerin Oda Aune Gissinger (Hitec Products - Fluid Control) das Trikot der besten Bergfahrerin kampflos, die Russin Alena Ivanchenko (UAE - Team ADQ) bleibt an der Spitze der Nachwuchswertung.
Ohne Petra Stiasny (Human Powered Health), die am Angliru die Königsetappe der Vuelta Femenina gewonnen hatte, startete das zweite Teilstück der Burgos-Rundfahrt. Die Italienerinnen Elena De Laurentiis (Vini Fantini – BePink) und Marta Pavesi (Top Girls Fassa Bortolo) sowie die Norwegerin Stine Marie Snortheim (Hitec Products - Fluid Control) bildeten ein Ausreißertrio, das auf welligem Terrain ohne eine einzige Bergwertung rund zweieinhalb Minuten Maximalvorsprung zugestanden bekam.
SD Worx – Protime hielt die Spitzengruppe allerdings an der kurzen Leine. Das Trio machte noch den Bonussprint 24 Kilometer vor dem Ziel unter sich aus – wobei sich Pavesi die maximal möglichen drei Sekunden gutschreiben ließ – und war zwei Kilometer später und damit kurz vor Erreichen des finalen Rundkurses wieder im Feld verschwunden. Dort sorgte kurzzeitig nun das heimische Movistar Team für Tempo.
Das Streckenprofil der 1. Etappe Vuelta a Burgos Feminas | Foto: Cor Veranstalter
Danach versuchte vor allem Fenix – Premier Tech mehrfach, das Feld zu überraschen. Xaydée Van Sinaey gelang es tatsächlich, eingangs der letzten elf Kilometer kurzzeitig eine stark besetzte neue Ausreißergruppe zu initiieren, doch acht Kilometer vor dem Ziel war alles wieder beisammen.
Eingangs der letzten fünf Kilometer wurde das Feld durch einen Sturz in einer Ortsdurchfahrt auseinandergerissen. Kurz darauf begannen die Positionskämpfe an der Spitze, wo dann zunächst Barbara Guarischi und dann Mischa Bredewold auf dem Schlusskilometer ihrer Teamkollegin Wiebes den Sprint mustergültig vorbereiteten. 200 Meter vor dem Ziel trat die Auftaktsiegerin an und ließ wie schon gestern den Konkurrentinnen nicht den Hauch einer Chance.