Pithie verteidigt als Zweiter Dünkirchen-Führung

Nach schlechten Klassikern punktet Tiller auf dem Kopfsteinpflaster

Von Kevin Kempf

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Rasmus Tiller (Uno-X Mobility) | Foto: Cor Vos

22.05.2026  |  (rsn) – Rasmus Tiller (Uno-X Mobility) hat die 3. Etappe der Vier Tage von Dünkirchen (2.Pro) gewonnen. Auf den 157 Kilometern zwischen La Sentinelle und Wallers Arenberg musste das Feld achtmal den von Paris-Roubaix bekannten Dreisterne-Sektor Sektor Hélesmes a Wallers überwinden. Er war der beste einer 16-köpfigen Ausreißergruppe, die im Finale noch vom Gesamtführenden Laurence Pithie (Red Bull – Bora – hansgrohe) ergänzt wurde.

Der Neuseeländer wurde mit vier Sekunden Rückstand Zweiter und verteidigte das Leadertrikot. Jason Tesson (TotalEnergies) sprintete auf den dritten Platz. Artem Shmidt (Netcompany – Ineos) belegte vor Joppe Herremans (Van Rysel – Roubaix) den vierten Platz.

Im Frühjahr sollte Tiller eine der Schlüsselfiguren seiner Mannschaft sein, dich bei den Klassikern kam er nicht zum Zug; Rang 34 bei der Saxo Classic (1.UWT) war dort sein bestes Ergebnis. “Nach einem schwierigen Frühjahr ist es schön, mal wieder zu gewinnen“, meinte der Norweger deswegen im Ziel-Interview nach seinem ersten Saisonsieg.

Die siegbringende Attacke ritt er kurz vor dem letzten Kilometer beim Verlassen des finalen Kopfsteinpflastersektors. Und die war von langer Hand geplant. “Wir haben den Angriff vor dem Rennen so im Bus besprochen. Ich wollte nicht auf den Sprint warten und habe es da versucht“, blickte Tiller zurück. “Ich wusste, dass es vom letzten Kopfsteinpflaster bis zum Ziel nicht mehr weit war. Ich freue mich sehr, dass ich weggeblieben bin und meinen ersten Saisonsieg gefeiert habe“, fügte er an.

Tom Mainguenaud (Nice Metropole – Cote d’Azur), Simon Guglielmi (St.Michel – Preference Home – Auber93) und der im Klassement nur zehn Sekunden zurückliegende Klassikerspezialist Alexys Brunel (TotalEnergies) bildeten die Gruppe des Tages, der allerdings lediglich zwei Minuten Vorsprung gegönnt wurden. So endete das Abenteuer des Trios auch 77 Kilometer vor dem Ziel schon wieder.

Mit noch 38 zu fahrenden Kilometern lösten sich 16 Fahrer aus dem Feld. Als Aufpasser dabei war auch Callum Thornley (Red Bull – Bora – hansgrohe). In der vorletzten Passage auf dem Kopfsteinpflaster überbrückte Pithie die gut 30 Sekunden nach vorn. Thornley wurde opferte sich nun für den Gesamtführenden auf, bekam aber auch Unterstützung von den anderen Ausreißern. So ging die Gruppe mit rund 15 Sekunden Vorsprung auf die letzte Kopfsteinpflasterpassage vier Kilometer vor dem Ziel, nachdem er Brite kurz zuvor entkräftet abgehängt wurde.

Vor allem Pithie sorgte für das Tempo, doch Benjamin Thomas (Cofidis) konterte mit einer Attacke, die allerdings kaum bleibende Veränderung in die Zusammenstellung der Gruppe brachte. Zehn Fahrer bogen wenige Meter vor dem Teufelslappen gemeinsam auf den Asphalt, wobei Petr Kelemen (Tudor) attackierte. Er hatte Tiller am Hinterrad, der wenig später konterte und dem Rest davonfuhr. Das stark dezimierte Feld mit Kim Heiduk (Netcompany – Ineos) und Niklas Märkl (Picnic – PostNL) verlor 23 Sekunden auf den Sieger.

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