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22.05.2026 | (rsn) - “Heute hatte ich schon vor dem Start gewonnen, weil ich meine ganze Familie hier habe", sagte Alberto Bettiol (XDS – Astana) nach seinem Sieg auf der 13. Giro-Etappe in Verbania und fügte an. "Auch mein Bruder und meine Eltern waren da. Aber hier auch noch so zu gewinnen, ist etwas, dass mir für immer bleiben wird.“
So ähnlich hätte Filippo Ganna (Netcompany – Ineos) sicherlich gern den Tag zusammengefasst, denn seit knapp einer Woche wurde dieses Teilstück immer wieder als sein Heimrennen vorgestellt, bei dem der zweimalige Zeitfahr-Weltmeister zuschlagen wollte. Doch stattdessen war sein Landsmann Bettiol der Beste der 15 Ausreißer und schlüpfte somit in die Rolle, die Ganna gern ausgefüllt hätte.
Der Gewinner des diesjährigen Giro-Zeitfahrens dagegen gehörte nicht zur Gruppe des Tages. “Ich habe etwas probiert heute, aber danach habe ich es auch zu genießen versucht“, blickte er gegenüber Eurosport zurück. Dazu hatte Ganna reichlich Gelegenheit, denn das Peloton ließ es ruhig angehen und handelte sich 13:06 Minuten Rückstand ein. Ganna rollte weitere gut drei Minuten danach als 54. solo ins Ziel.
"Es ist wunderschön, hier zu sein. Es war einfach wirklich etwas ganz Besonderes, zu wissen, wo ich heute hier ankomme. Ich habe hier meine Kindheit verbracht, so viele Erinnerungen – unser Haus ist hier ums Eck. Meine Eltern, die Erinnerungen an meine Großeltern und einfach all die Leute, die mir hier zujubeln", schwärmte der 29-Jährige von diesem Tag in Verbania.