--> -->

22.05.2026 | (rsn) - Mit dem großen Auftakt in Illmitz fiel heute der Startschuss zur Women Tour 2026 – Österreichs einziger mehrtägiger Rundfahrt für Frauen und Juniorinnen. Zum Auftakt im Burgenland sicherte sich Caroline Schad (Team Friis) im Sprint den ersten Tagessieg. Hinter der Dänin belegte Liv Wenzel, die für das Luxemburger Nationalteam statt für Tirol women antritt, den zweiten Rang. Die Tirolerin Leila Gschwentner (Smurfit Westrock) sprintete als Dritte aufs Podium und wurde damit beste Österreicherin des Tages.
Die 101,4 Kilometer lange Etappe führte über dieselbe flache Strecke wie die Österreichischen Staatsmeisterschaften 2025 und versprach deshalb ein schnelles Rennen. Vor allem der starke Wind prägte den Rennverlauf und sorgte früh für zahlreiche Selektionen im Feld.
"In unserer Heimat ist es ständig windig. Wir trainieren das täglich und diesen Vorteil konnten wir heute perfekt ausspielen. Wir waren super positioniert und am Ende musste ich nur noch den Sprint entscheiden", erklärte Schad im Ziel.
Auch Gschwentner präsentierte sich aktiv und konnte zwei Zwischensprints für sich entscheiden. "Es war sehr windig, wir haben das Feld auf die Windkante genommen und ich war perfekt positioniert. Viele Favoritinnen haben diesen Angriff übersehen und so konnten wir das Rennen unter uns ausmachen", berichtete Gschwentner.
Leni Burger behauptete sich als einzige Juniorin in der Spitzengruppe. | Foto: Peter Maurer/ Cycling Austria
Die Vorentscheidung fiel in einer 13-köpfigen Spitzengruppe, in der Gschwentner als einzige Österreicherin vertreten war. Das Spitzenfeld setzte sich deutlich ab und erreichte das Ziel mit 3:55 Minuten Vorsprung auf zwei Verfolgerinnen vom Team Mat Atom Deweloper. Das nächste größere Feld folgte mit einem Rückstand von 6:06 Minuten.
Die Women Tour ist stark besetzt: Vier KT-Teams, unter anderem Canyon - SRAM Development, sowie acht Nationalteams stehen am Start. Das deutsche Nationalteam tritt mit seiner U19-Auswahl an, wobei Leni Bauer ein Ausrufezeichen setzen konnte und als Tageszehnte beste Nachwuchsfahrerin wurde.
Am zweiten Tag folgt bereits die nächste Herausforderung: Die hügelige Etappe rund um das Stift Heiligenkreuz führt über 106 Kilometer und fast 1.000 Höhenmeter. Besonders anspruchsvoll: Der Schlussanstieg beim Stift muss insgesamt gleich zehnmal bewältigt werden.