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25.05.2026 | (rsn) - Silas Koech (Lotto – Kern-Haus – Outlet Montabaur) hat Paris–Troyes (1.2) gewonnen. Der 22-Jährige rettete sich nach einem langen Tag in der Offensive hauchdünn vor dem heranrollenden Feld ins Ziel und feierte damit den zweiten UCI-Sieg seiner Karriere.
Lotto – Kern-Haus – Outlet Montabaur hatte sich vorgenommen, das Rennen früh aktiv zu gestalten und setzte diesen Plan direkt um: Koech gehörte zu einer Spitzengruppe, die sich bereits in der Anfangsphase absetzen konnte. Dahinter blieb die Situation jedoch bis tief ins Finale offen.
Der Sportliche Leiter Marcel Meisen erklärte gegenüber RSN: "Wir hatten eins der stärksten Teams hier, deshalb wollten wir das Rennen auf jeden Fall schwer machen. Das ist am Anfang gut gelungen, als eine starke Gruppe mit Silas ging. Es war den ganzen Tag nicht sicher, ob das Feld zufährt oder nicht."
Auch im weiteren Rennverlauf arbeitete die Mannschaft konsequent an der Ausgangslage für ein gutes Ergebnis. "Die anderen Jungs haben im Finale probiert vorzufahren, damit es mehr Leute vorne sind oder haben Attacken anderer gekontert", sagte Meisen.
Koech beim Siegerinterview | Foto: Team
Auf den letzten Kilometern spitzte sich das Rennen dann zu. Koech setzte gemeinsam mit einem schwedischen Fahrer noch einmal eine entscheidende Attacke. "Im Finale war ich vorne bei Silas und habe gefragt, wie es ihm geht. Er sagte, er fährt gleich weg", schilderte Meisen. "Ein paar Kilometer ist er mit einem Schweden losgefahren. Es war dann ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Das Feld gegen die beiden."
Der Vorsprung schmolz auf den letzten Metern dramatisch zusammen. "Auf der Ziellinie wurden sie dann quasi eingeholt, aber Silas hat den Sprint gewonnen", so Meisen. Sein Ausreißerkollege Ville Merlöv (BHS – PL Beton Bornholm) konnte sich auch noch auf den zweiten Platz retten.
Überschattet wurde das Finale allerdings von einem Sturz auf dem letzten Kilometer, in den auch zwei Fahrer der Lotto-Mannschaft verwickelt waren. "Mil Morang hat es schwerer erwischt, da muss was genäht werden", berichtete Meisen. Dennoch fiel das Fazit positiv aus: "Alles in allem ein erfolgreicher Tag für uns. Stressig im ganzen Drumherum mit der Hitze, aber ein UCI-Sieg ist für uns immer sehr gut."