Alle Infos zu den Etappen 1 - 9

Große Vorschau: Die erste Woche der Tour de France 2026

Von Paul Grosch

Foto zu dem Text "Große Vorschau: Die erste Woche der Tour de France 2026"
Die Übersichtskarte der Tour de France 2026 | Foto: ASO

02.07.2026  |  (rsn) – Erstmals in ihrer Geschichte startet die Tour de France (2.UWT) in Barcelona. Die 113. Ausgabe beginnt am 4. Juli mit einem Teamzeitfahren in der katalanischen Metropole und endet am 26. Juli in der französischen Hauptstadt Paris. Auf dem Weg dorthin müssen die Fahrer 3.321 Kilometer zurücklegen und dabei 53.950 Höhenmeter überwinden.

Zum ersten Mal seit 2019 gibt es wieder ein Mannschaftszeitfahren, diesmal aber gleich zum Grand Départ. Auf der 3. Etappe führt die Strecke durch die Pyrenäen nach Frankreich. Die ersten Bergetappen dort sind vergleichsweise leicht. Nach einigen Übergangs- und Sprintetappen geht es zum Ende der ersten Woche ins Zentralmassiv.

Nach dem ersten Ruhetag werden im Zentrum von Frankreich vor allem die Sprinter und Ausreißer um die Etappensiege kämpfen. Zum Ende der zweiten Woche kommt der Tour-Tross der deutschen Grenze am nächsten. Eine schwere Bergetappe in den Vogesen und eine Bergankunft südlich des Genfer Sees schließen den zweiten Teil der Frankreich-Rundfahrt ab.

Die dritte Woche beginnt am Genfer See mit einem Einzelzeitfahren. Danach geht es in die Alpen, wo die Entscheidung im Kampf um das Gelbe Trikot fallen wird. Das Finale wird traditionell in Paris auf den Champs-Élysées ausgetragen. Wie im vergangenen Jahr führt die Schlussetappe zuvor über den Montmartre.

Insgesamt stehen acht Bergetappen, davon fünf mit klassischen Bergankünften, sieben Flachetappen, 4 hügelige Abschnitte sowie zwei  Zeitfahren (Einzel und Mannschaft) auf dem Programm. 

Nach vier Jahren Pause kehrt die Tour wieder nach Alpe d‘Huez zurück, und das gleich an zwei aufeinander folgenden Tagen. Die Königsetappe findet am vorletzten Tag statt und führt über das Dach der Tour, den legendären Col du Galibier. 

RSN stellt alle 21 Etappen im Kurzporträt vor. Die Streckenprofile zu jedem Tagesabschnitt finden Sie auf unserer Tour-Sonderseite.

Noch mehr Infos mit Streckenkarten und Detailprofilen zu den wichtigsten Anstiegen gibt es in unseren ausführlicheren Etappenvorschauen - einfach die entsprechenden Links anklicken.

Die erste Woche der Tour de France:

1. Etappe, 4. Juli: Barcelona – Barcelona, 19,6 km (Mannschaftszeitfahren)

Zum Zeitfahrauftakt sind die Favoriten auf Gelb gefordert

Das erste Mannschaftszeitfahren seit 2019 gleich zum Auftakt entscheidet über das erste Gelbe Trikot der Tour de France 2026. Der Stadtkurs ist auf den ersten 15 Kilometern größtenteils flach. An den folgenden zwei kurzen Anstiegen müssen die GC-Kapitäne am Olympiastadion erstmals die Karten auf den Tisch legen. In dem 2023 bei Paris-Nizza erstmal eingesetzten Format setzt nämlich jeder Fahrer seine eigene Zeit. Welches Team findet die perfekte Taktik für Gelb?

2. Etappe, 5. Juli: Tarragona – Barcelona, 168 km

Auf den Spuren der Katalonien-Rundfahrt

Auch die zweite Etappe endet bergauf am Olympiastadion. Nach dem flachen Start an der Küste geht es über eine hügelige Schleife zurück in die katalonische Hauptstadt. Dort werden rund um den Montjuïc drei Runden ausgetragen, mit teils steilen Rampen. Eine Klassikeretappe so früh in der Rundfahrt verspricht einen aufregenden Tag, bei dem es erneut auch um das Gesamtklassement geht. Wer verliert bereits hier Zeit?

3. Etappe, 6. Juli: Granollers – Les Angles, 196 km

Auf dem Weg nach Frankreich Kampf um das Maillot Jaune

Die zweitlängste Etappe der gesamten Rundfahrt kommt bereits am dritten Tag. Nach einem langen Anlauf wird es kurz vor der Grenze nach Frankreich in den Pyrenäen zum ersten Mal richtig steil. Die weiteren Anstiege ins Skigebiet Les Angles sind jedoch eher sanft. Praktisch alles auf diesem Etappenprofil spricht für die Ausreißergruppe. Da es dort wohl um das Gelbe Trikot geht, sollte der Kampf groß sein. Welches Team macht auch taktisch alles richtig?

4. Etappe, 7. Juli: Carcassonne – Foix, 182 km

Heißer Kampf zwischen Ausreißern und Peloton

Die erste Etappe, die vollständig in Frankreich ausgetragen wird, sollte ein Tauziehen zwischen Sprintern und Ausreißern werden. Auf dem Weg von Carcassone nach Foix gibt es Hügel. Diese sind aber nicht besonders steil. Vor allem die bergfesten Sprinter müssen hier Punkte auf die schnellen Männer gutmachen. Doch auch die Ausreißergruppe hat eine gute Chance. Zudem droht der heißeste Tag der Tour. Wer setzt sich in Südfrankreich durch?

5. Etappe, 8. Juli: Lannemezan – Pau, 158 km

Sprint am Tor der Pyrenäen

Am fünften Tag der Tour sollte der erste richtige Massensprint anstehen. Dabei steuert die Tour de France mal wieder Pau an. Das Tor zu den Pyrenäen ist wie jedes Jahr ein Abstecher. Den ganzen Tag führt die Strecke in einer großen Schleife flach durch das Pyrenäenvorland. In Pau wartet dann ein technisches Finale auf die Fahrer. Geht der erste Massensprint ohne größeren Sturz über die Bühne?

6. Etappe, 9. Juli: Gavarnie – Gèdre, 186 km

Frühes Feuerwerk am Tourmalet?

Der Zielort vom Vortag ist der Startpunkt für die zweite Bergetappe im südlichen Gebirge Frankreichs. Nach dem größtenteils flachen Beginn geht es über den bekannten Col d’Aspin und den legendären Col du Tourmalet. Der Schlussanstieg zum malerischen Felsenkessel in Gavarnie-Gèdre ist jedoch flach, was Raum für Taktikspielchen bietet. Attacken der GC-Favoriten sollten im besten Fall somit früher erfolgen. Schauen sich die GC-Favoriten am Ende an? Und wer kann davon profitieren?

7. Etappe, 10. Juli: Hagetmau – Bordeaux, 175 km

Sprint Royal in der Welthauptstadt des Weins

Die erste von zwei aufeinanderfolgenden Sprintetappen führt nahe der Atlantikküste nach Norden. Genauer gesagt in die Stadt des Weines, nach Bordeaux. Dort wird direkt am Fluss Garsonne wieder ein Massensprint ausgetragen. Im Kampf um das Grüne Trikot steht viel auf dem Spiel. Welcher Sprinterzug pfeift am Ende am lautesten?

8. Etappe, 11. Juli: Pèrigueux – Bergerac, 180 km

An den Schlössern vorbei zum Massensprint

Auch am Tag danach bietet die Etappe wenig Schwierigkeiten. Auf der gleichen Etappe bei der Tour de France 2017 holten die deutschen Sprinter Marcel Kittel und John Degenkolb einen Doppelsieg. Sollte unterwegs die Unterhaltung beim Radrennen etwas außenvorbleiben, gibt es im Fernsehen viele Schlösser zu bestaunen. Welches Team kann ihren Sprinter im Finale am besten positionieren?

9. Etappe, 12. Juli: Malemort – Ussel, 185 km

Im Zentralmassiv eine erste Achterbahnfahrt

Zum Ende der letzten Woche steht Teil 1 von 2 im Zentralmassiv an. Auf dem Weg von Malemont nach Ussel geht es achterbahnähnlich den ganzen Tag rauf und runter. Keiner der Anstiege ist besonders lang, dennoch gibt es einige steilere Abschnitte. Für die GC-Favoriten ist der neunte Tagesabschnitt wohl etwas zu leicht. Kann jemand außerhalb der Top-Favoriten Zeit gut machen. Am Ende sollte es auf einen Ausreißersieg hinauslaufen. Wer hat im Bergaufsprint am Ende die besten Beine?

1. Ruhetag, 13. Juli

RADRENNEN HEUTE

    Radrennen Männer

  • Lyon-Torino (2.1, ITA)