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02.07.2026 | (rsn) - Während insgesamt 12 deutsche Tour-Starter sind bei der 113. Tour de France dabei sein werden, reisen aus der Schweiz, Österreich und Luxemburg insgesamt sieben Profis aus fünf unterschiedlichen Teams nach Barcelona zum Grand Dépert.
Knapp die Hälfte davon gehören zum Schweizer Team Tudor, das drei Eidgenossen in seinen Reihen hat. Da der Gesamtfünfte des Vorjahres, Felix Gall (Decathlon - CMA CGM), nicht am Start stehen wird, ist aus dem Septett am ehesten Yannis Voisard (Tudor) eine gute GC-Platzierung zuzutrauen.
Dem Routinier fallen in den kommenden Wochen zwei Hauptaufgaben zu: Einerseits soll der tempofeste Aargauer helfen, Mathieu van der Poels Pläne hinsichtlich eines früher Gelben Trikots zu verwirklichen, andererseits Top-Sprinter Jasper Philipsen zu Diensten stehen, damit der seinen zehn Tour-Etappensiegen weitere hinzufügen kann. Dillier wird wie in der Vergangenheit allerdings jeweils in den frühen Etappenphasen seine Arbeit verrichten müssen.
Nachdem er 2023 erstmals für UAE die Tour bestritten hatte, wurde der Österreicher danach zweimal in Folge nicht für die Frankreich-Rundfahrt berücksichtigt. Bei der 113. Tour wird Großschartner wieder mit dabei sein.
Der frisch gebackene Zeitfahrmeister seines Landes wird schon zum Auftakt in Barcelona gefordert sein und im dortigen Mannschaftszeitfahren für Kapitän Tadej Pogacar seine Qualitäten im Kampf gegen die Uhr in die Waagschale werfen müssen. Auch danach wird der 33-Jährige gefordert sein - und zwar vor allem auf den Bergetappen.
Unabhängig davon, in welchem Team er unter Vertrag stand, der Kärtner ist seit Jahren ein fester Bestandteil des Tour-Pelotons. Und genau diese Beständigkeit gekoppelt mit einem großen Erfahrungsschatz macht Haller so wertvoll für das Team Tudor.
Bei der diesjährigen Tour wird der Routinier wieder als Road Captain Verantwortung übernehmen und vor allem auf den flacheren Etappen gefordert sein.
Nach seinem Schlüsselbeinbruch beim Flèche Wallonne (1.UWT) scheint der Schweizer noch gerade rechtzeitig in Form gekommen zu sein. Fraglich bleibt dennoch, ob es reicht, um an sein Tour-Highlight aus dem Jahr 2020 anzuknüpfen. Damals hatte Hirschi solo die 218 Kilometer lange 12. Etappe von Chauvigny nach Sarran gewinnen können und seinen ersten Profisieg gefeiert.
Seit seinem Wechsel vom UAE-Team zur Mannschaft von Fabian Cancellara scheint der Schweizer das Siegen verlernt zu haben. Lang ist es her, seit Hirschi seinen ersten und bis dato einzigen Erfolg für das ambitionierte ProTeam einfahren konnte. Im Januar 2025 gewann der Sieger des Flèche Wallonne 2020 die Clàssica Comunitat Valenciana (1.1).
Luxemburgs Zeitfahrmeister wird schon von Tag eins an gefordert sein, wenn es im Mannschaftszeitfahren von Barcelona darum geht, seine Teamkapitäne Alex Aranburu und Ion Izagirre schadlos zu halten. Auch ansonsten wird Kirsch überwiegend in Helferdiensten zu finden sein - sei es als Anfahrer für Sprinter Milan Fretin oder aber, um Aranburu und Izagirre zu einem guten Tagesergebnis zu lotsen.
Der 34-jährige Kirsch, der seine drei Profisiege ausschließlich bei Nationalen Meisterschaften errang, hat als bestes Tour-Ergebnis einen 18. Rang auf der 3. Etappe der Tour de France 2023 vorzuweisen. Vielleicht kommt bei seiner dritten Tour ein besseres hinzu - schließlich tritt seine Cofidis-Equipe ohne Klassementfahrer an und fokussiert sc.
Gleich bei seiner Tour-Premiere 2025 war der Schweizer einem Etappensieg ganz nahe. Nach einer 154 Kilometer langen Flucht musste Schmid sich in Toulouse an Ende des elften Teilstücks lediglich dem Norweger Jonas Abrahamsen (Uno-X Mobility) geschlagen geben. Dem verpassten Sieg ließ er in dieser Saison eine Reihe an Top-Resultaten folgen, die ihm einen erneuten Startplatz bei der Frankreich-Rundfahrt sicherten.
So gewann Schmid die fünftägige Settimana Coppi e Bartali (2.1),, die Muscat Classic (1.Pro) und wurde nur drei Sekunden hinter Jungstar Paul Seixas (Decathlon – CMA CGM) Zweiter beim Flèche Wallonne (1.UWT). Der 26-jährige Schmid wird auf eigene Rechnung fahren können, aber auf anspruchsvollem Terrain auch als Helfer für Kapitän Ben O’Connor bei dessen GC-Ambitionen gefordert sein.
Seit dem Einstieg des Sponsors Tudor im Jahr 2022 gehört der Schweizer zum Aufgebot des Rennstalls von Manager Fabian Cancellara. Mit einem Etappensieg sowie Rang sechs in der Gesamtwertung der AlUla Tour (2.Pro) begann seine diesjährige Saison vielversprechend. Es folgten weitere Top-Ten-Ergebnisse bei der Algarve-Rundfahrt (2.Pro) sowie den WorldTour-Rennen Tour de Romandie (2.UWT) und Tour Auvergne-Rhone-Alpes (2.UWT), wo Voisard auf einigen Etappen vorne landete.
Dem Grand-Tour-Debüt beim letztjährigen Giro d'Italia folgt nun die Premiere bei der Tour. Als passabler Kletterer kann der 27-Jährige gemeinsam mit Julian Alaphilippe auf anspruchsvollem Terrain ein schlagkräftiges Duo abgeben.