Däne nimmt die Tour gut erholt in Angriff

Vingegaard: “Musste beim Giro nicht bis zum Anschlag gehen“

Von Kevin Kempf

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Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) bei der Pressekonferenz vor dem Start der Tour de France | Foto: Cor Vos

03.07.2026  |  (rsn) – Was Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) 2024 als erster Fahrer seit Marco Pantani 1998 schaffte, versucht nun auch Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike): Das Doppel aus Giro d’Italia und Tour de France erfolgreich abzuschließen. Wie schon der Slowene vor zwei und der Italiener vor 28 Jahren, absolvierte der Däne zwischen den beiden Rundfahrten kein Vorbereitungsrennen.

Lange galt solch ein Unterfangen als unmöglich, weil eine dreiwöchige Rundfahrt zu kräftezehrend ist, um auch bei der nächsten rund fünf Wochen später täglich Topleistungen bringen zu können. Dass Ausnahmefahrer dazu in der Lage sind, bewies Pogacar – und Vingegaard will es dem Slowenen bei der am Samstag in Barcelona beginnenden 113. Tour de France nachmachen.

“Ich möchte die Leistungen der Giro-d’Italia-Teilnehmer keineswegs schmälern, aber es stimmt, dass ich mich nicht völlig verausgaben musste. Ich musste beim Giro nicht bis zum Anschlag gehen. Das bedeutet auch, dass man sich danach schneller erholen und somit früher wieder mit dem Training beginnen kann, um wieder in einen guten Rhythmus zu finden“, erklärte Vingegaard am Donnerstag bei der Top Riders Press Conference in Barcelona.

“Wenn man den Giro völlig ausgezehrt beendet, braucht man zwei Wochen – oder vielleicht sogar länger –, um sich zu erholen. Danach ist es schwer, sich für die Tour wieder in Form zu bringen, weil die schon bald vor der Tür steht“, fügte der 29-Jährige an. Bei ihm selbst sei das aber anders gewesen. “Ich bin in guter Verfassung aus dem Giro gekommen und konnte recht schnell wieder mit der Vorbereitung auf die Tour beginnen“, erzählte er – auch wenn Donald Trump ihn einen Trainingstag gekostet hatte.

Einen Wermutstropfen vergoß der zweimaligeToursieger bei aller Zuversicht aber doch. “Es ist ein herber Rückschlag für uns, dass er nicht hier ist“, sagte Vingegaard über das Fehlen von Wout van Aert. “Er wäre ein sehr wichtiger Fahrer gewesen – schon wegen des Mannschaftszeitfahrens am Samstag, aber auch beim Rest der Tour. Ich glaube, er hat oft genug gezeigt, wie gut er ist. Es ist wirklich schade, dass er nicht bei uns ist“, trauerte der Däne seinem vielleicht wichtigsten Helfer nach, der 2025 noch Simon Yates zum Giro-Sieg pilotiert hatte.

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