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22.08.2026 | (rsn) – Tadej Pogacar (UAE - Emirates - XRG) hat den Auftakt der Vuelta a Espana 2026 mit einem Hauch von neun Hundertstelsekunden Vorsprung für sich entschieden. Nach 9,4 Kilometern setzte sich der Slowene beim Zeitfahren in Monaco knapp vor Ethan Hayter (Soudal – Quick-Step) durch und holte sich das erste Rote Trikot der Rundfahrt.
Die drittbeste Zeit fuhr Joshua Tarling (Netcompany – Ineos) ein, der Callum Thornley (Red Bull – Bora – hansgrohe) und Christophe Laporte (Visma – Lease a Bike) auf die Plätze vier und fünf verwies.
In unserem Stimmensammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.
Ethan Hayter (Soudal - Quick-Step / Zweiter / Eurosport): "Es war sehr hart, ich war auch sehr nervös, weil es so technisch war. Es lief nicht perfekt, aber das tat es wahrscheinlich bei niemandem. Ich glaube, ich bin ein gutes Rennen gefahren und habe alles gegeben. Es ging viel um die Kurven und die Regeneration dazwischen. Schauen wir mal, wie die Leute nach mir fahren. Ich habe versucht, die Geschwindigkeit hochzuhalten und so schnell wie möglich zu fahren."
Wout van Aert (Visma - Lease a Bike / Achter / Eurosport): "Ich muss zufrieden sein, ich habe alles gegeben. Ich bin sicher, dass ich in den Kurven etwas weniger Risiko hätte eingehen können. Aber das war meine eigene Entscheidung. Die Beine waren gut, also bin ich zufrieden. Das war der Bereich, den ich erreichen wollte. Ich bin mit der Hoffnung an den Start gegangen, um den Sieg mitfahren zu können. Ich glaube, das hat jedem Spaß gemacht. Aber an manchen Stellen fand ich es etwas zu technisch. Aber das ist absolut keine Ausrede."
Arthur Kluckers (Tudor / Zehnter / Eurosport): "Ich bin wirklich sehr zufrieden. Ich denke, ich habe es gut umgesetzt. Es war eine knifflige Strecke. Ziemlich technisch, ich bin tatsächlich viel Risiko eingegangen. Ich habe in einer Kurve sogar die Absperrungen touchiert, bin mit dem Rad hängengeblieben und mit dem Pedal aufgesetzt. Ich wollte einfach das beste Zeitfahren abliefern, das ich kann. In Polen lief es schon gut, also wollte ich sehen, was heute möglich ist."
Mads Pedersen (Lidl - Trek / 15. / Eurosport): "Wenn ich anfange zu gewinnen und die Punkte kommen, dann werde ich es sicher versuchen. Aber es ist nicht das Hauptziel, warum ich hier bin. Bei der Tour war Grün das Ziel und das ist hier nicht dasselbe. Aber ich würde nicht sagen, dass ich nicht darum kämpfen werde, wenn die Chance da ist. Wenn ich in der Wertung nah dran bin, werde ich auch um Grün kämpfen. Hoffentlich läuft es zu meinen Gunsten, das wäre mir am liebsten! Ich genieße es immer, gegen Wout van Aert zu fahren und mich mit ihm zu duellieren."
Tobias Johannessen (Uno-X Mobility / 38. / Eurosport): "Es war gut, dass es sehr technisch ist, wenn es lange geradeaus geht, liegt es mir nicht so. Es werden aber viele gute Leute nach mir starten. Ich bin glücklich und zufrieden mit dem Gefühl. Das Rad hat sich auf diesem Kurs gut angefühlt. Ich habe das Zeitfahrrad nach der Tour nicht angefasst, weil ich ziemlich krank wurde. Es ist erst das zweite Mal nach Paris, dass ich wirklich tief gegangen bin."
Mauro Gianetti (Teamchef UAE - Emirates - XRG / Eurosport): "Er kennt die Straßen, er war motiviert, aber es gibt so viel Konkurrenz. So ein knapper Sieg ist Wahnsinn."
Richard Carapaz (EF Education - Easy Post / 52. / Eurosport): "Es war überhaupt nicht einfach und es war außerdem eine sehr, sehr explosive Leistung. Ich denke, für den ersten Tag ist es sehr gut, es steht noch sehr viel Vuelta an. Das war ein Zeitfahren für sehr, sehr explosive Fahrer. Am Ende schneiden größere und schwerere Fahrer da natürlich viel besser ab als ich."
Geraint Thomas (Sportdirektor Netcompany - Ineos / Eurosport): "Er wollte unbedingt fahren und einfach wieder seinem normalen Job nachgehen und Trost im gewohnten Ablauf finden, im Team zu sein und darin, dass alles so normal wie möglich ist. Wir haben ihn dabei voll unterstützt, und es ist toll, ihn hier zu haben. Was er in der letzten Woche durchgemacht hat, ist natürlich unvorstellbar. Aber dann am Ende der Woche so eine Leistung abzuliefern, ist wirklich fantastisch. Es zeigt einfach seine Klasse als Athlet und als Mensch – ich könnte wirklich nicht stolzer sein."
Bruno Amirail (Visma - Lease a Bike / 147. / Eurosport): "Ich hatte gehofft, es würde besser laufen, aber ich hatte einen Platten. Das ist bitter, aber so ist es nun mal. Der Vorderreifen war platt, direkt vor der Abfahrt. Ich habe das Rad gewechselt, aber bei brandneuen Reifen weiß man ganz genau, dass es in einer Abfahrt viel rutschiger sein kann. Da durfte ich kein Risiko eingehen. Wir werden sehen, wie sich die Beine in den nächsten Tagen anfühlen."