Die Stimmen zur 5. Etappe der Vuelta a Espana

Van Aert: “Wenn jemand meine Brille findet, bringt sie mir bitte!“

Von Paul Grosch

Foto zu dem Text "Van Aert: “Wenn jemand meine Brille findet, bringt sie mir bitte!“"
Wout van Aert musste im Finale ohne seine Sonnenbrille auskommen. Seinen Job als Anfahrer für den Etappensieger Matthew Brennan erledigte der Belgier dennoch tadellos. | Foto: Cor Vos

26.08.2026  |  (rsn) – Während Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) in den Bergen dominiert, sind auch die Sprints der Vuelta a Espana 2026 bisher eine klare Sache. Matthew Brennan (Visma – Lease a Bike) konnte auf der 5. Etappe die Vorarbeit seines Teams erneut perfekt nutzen und feierte in Roquetes seinen zweiten Tagessieg bei dieser Spanien-Rundfahrt. Der Brite setzte sich nach nach 173 intensiven Kilometern aus einem reduzierten Hauptfeld heraus vor Jordi Meeus (Red Bull – Bora – hansgrohe) und Vincenzo Albanese (EF Education – EasyPost) durch.

Zwischendurch hatte der kräftige Seitenwind für einige nervöse Windkanten-Momente gesorgt. Auch die einzige Bergwertung des Tages war selektiver als von vielen erwartet. Im Gesamtklassement kam es dennoch zu keinen Veränderungen. Pogacar führt die Vuelta weiterhin souverän an.

In unserem Stimmensammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.

Die Stimmen zur 5. Etappe der Vuelta a Espana:

Matthew Brennan (Visma – Lease a Bike / Sieger / Flash-Interview): “Es ist fantastisch, den zweiten Sieg in der Tasche zu haben bei der ersten Grand Tour. Man hat wieder gesehen, dass jeder im Team alles gegeben hat und ich bin sehr dankbar, es erneut abschließen zu können. Es war wirklich am Punkt. Wir hatten die beiden Jungs vorne, die bis zu den letzten paar Kilometern Tempo gemacht haben. Dann hatten wir Wout (Van Aert) und Christoph (Laporte) zum Schluss, die zwei weltbesten, die man für so ein Finale haben kann."

Jordi Meeus (Red Bull – Bora – hansgrohe / 2. Platz / Eurosport): “Im Moment bin ich ziemlich müde. Ich musste sehr tief gehen, um die Anstiege zu überleben. Dann habe ich direkt gespürt, dass mir nach den Anstiegen ein bisschen Spritzigkeit in den Beinen fehlt. Aber ich war eigentlich in der perfekten Position, am Hinterrad von Brennan. Aber er war einfach ein bisschen schneller. Ich glaube, Visma hat auch einfach den perfekten Lead-Out gemacht."

Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG / Gesamtführender / Eurosport): "Es war eine ziemlich schwere Etappe. Es war ziemlich nervös in einigen Momenten und der Anstieg am Ende war sehr steil. Es war ein harter Tag, aber wir haben es mit dem gesamten Team sehr gut gelöst. Ich fühle mich gut und morgen steht bereits der nächste schwere Tag auf dem Programm. Ob die Form besser als bei der Tour ist? Da sage ich besser nichts dazu (lacht)."

Wout van Aert (Visma – Lease a Bike / 11. Platz / Eurosport): “Ich hatte kurz vor dem Start noch gar keine Brille. Dann saß sie den ganzen Tag über schon ein wenig locker. Als ich zurückschaute, ist sie dann weggeflogen. Ich bin nicht Pogacar, der jeden Tag eine neue Brille nehmen kann. Wenn jemand meine Brille findet, bringt sie bitte mir bitte! Wenn man Matthew in so einer Gruppe hat, ist er die beste Karte, auf die man setzen kann. Ich muss mir nicht einmal die Wiederholung anschauen, um zu wissen, wie er es am Ende gemacht hat. Es kommt schon nah an das Gefühl ran, wenn ich selber gewinne.“

Christophe Laporte (Visma – Lease a Bike / 7. Platz / Eurosport): “Wir hatten Wout (van Aert) als Plan B in der Hinterhand, falls es zu einer Windkantensituation käme. Aber als wir zu dem Anstieg kamen, sind alle für Matthew (Brennan) gefahren. Wir wollten das Rennen kontrollieren und das ist uns sehr gut gelungen. Das hätte nicht so gut geklappt, wenn wir Wout, mich und Matthew nicht gehabt hätten, aber wir haben gezeigt, wozu wir in der Lage sind. Wir haben zwei von fünf Etappen gewonnen, damit sollten wir zufrieden sein."

Xabier Mikel Azparren (Pinarello – Q36.5 / 78. Platz  / Eurosport): “Wir kamen natürlich mit dem Ziel zur Vuelta, hier eine Etappe zu gewinnen. Das Finale war recht anspruchsvoll und technisch, also haben wir es mit Attacken versucht, aber Visma hatte alles unter Kontrolle. Ich bin mit meinem Auftritt heute sehr zufrieden und wir werden es weiter versuchen. Ich freue mich, dass mir das Team heute die Möglichkeit gegeben hat, etwas zu versuchen. Aber es war heute nicht mehr möglich."

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