Die Stimmen zur 11. Etappe der Vuelta a Espana

Coquard: “Da war nichts zu machen“

Von Paul Grosch

Foto zu dem Text "Coquard: “Da war nichts zu machen“"
Bryan Coquard verpasste auf der 9. Etappe der Vuelta a Espana hinter Tagessieger Matthew Brennan seinen zweiten Etappensieg. | Foto: Cor Vos

02.09.2026  |  (rsn) – Die Sprints der Vuelta a Espana 2026 machen weiterhin Matthew Brennan (Visma – Lease a Bike) und Bryan Coquard (Cofidis) unter sich aus. Auf der 9. Etappe mit Ziel in Lorca holte sich Brennan seinen dritten Etappensieg. Coquard wurde Zweiter vor Jordi Meeus (Red Bull – Bora – hansgrohe). An einem Massensprint gab es von Anfang an kaum Zweifel. Visma kontrollierte die Etappe und die wenigen Ausreißer vom Start weg, der Seitenwind zwischendurch war am Ende zu schwach, um für größere Turbulenzen zu sorgen.

Im Gegensatz zu den letzten beiden Sprintankünften präsentierte sich Brennans Team diesmal wieder tadellos. Wout van Aert war der letzte Anführer für den Briten und konnte selbst trotzdem noch auf den fünften Rang sprinten. Damit scheint der Kampf um Grün bereits vorentschieden. An der Spitze der Gesamtwertung kam es zu keinen Veränderungen.

In unserem Stimmensammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.

Die Stimmen zur 11. Etappe der Vuelta a Espana:

Matthew Brennan (Visma – Lease a Bike / Sieger / Flash-Interview): ”Wir haben heute wieder die Initiative ergriffen. Als wir ins Finale kamen, haben wir unsere Position vorn gut verteidigt. Wir waren alle stark genug, um dort zu sein, wo wir sein wollten. Wir konnten alle Probleme vermeiden und gewinnen. Wir haben fantastische Champions im Team. Wir haben Fahrer, die bei Grand Tours auf dem Podium standen oder sie sogar gewonnen haben. Wir haben auch Fahrer, die große Klassiker gewonnen haben. Dass sie jedes Mal für mich fahren, ist fantastisch und ich bin wirklich dankbar, dass sie für mich Vollgas fahren.“

Bryan Coquard (Cofidis / 2. Platz / Eurosport): ”Wir haben heute und gestern den ganzen Tag gut mit Visma zusammengearbeitet. Wir hatten Selbstvertrauen, aber wenn man gegen Laporte, van Aert und Brennan fahren muss, kann man wenig ausrichten. Ich wollte schlau sein und habe mich hinter Brennan positioniert, aber da war nichts zu machen, er war der Schnellste.“

Jordi Meeus (Red Bull – Bora – Hansgrohe / 3. Platz / Eurosport): “Ich war etwas überrascht, dass nicht mehr Druck von hinten kam, bis etwa 2,5 Kilometer vor dem Ziel. Dann war ich am Hinterrad von Brennan, und wir sind etwas nach hinten gespült worden. Danach wurde es sehr chaotisch: Ich war nicht in der richtigen Position, und am Ende wurde ich auch noch etwas blockiert, als ich 400 Meter vor dem Ziel beschleunigen wollte. Ich habe mich den ganzen Tag über sehr gut gefühlt und konnte auch im Anstieg weit vorne das Tempo mitgehen. Dann bin ich etwas nach hinten gefallen, aber die Energie war immer noch hoch, und ich habe mich gut gefühlt. Im Finale hat dann etwas gefehlt.“

Magnus Cort (Uno-X Mobility / 4. Platz / Eurosport): ”Visma und Cofidis haben der Gruppe des Tages nicht viel Vorsprung gegeben. Wir haben uns sehr gut aus den Positionskämpfen herausgehalten und haben es geschafft, zusammen zu bleiben. Für ein paar Kilometer konnten wir die Spitze übernehmen. Wir haben keinen echten Leadout-Mann dabei, deswegen mussten die Jungs mich vor der Ziellinie in vorderer Position absetzen – und das haben sie sehr gut gemacht.“

Wout van Aert (Visma – Lease a Bike / 5. Platz / Eurosport): “Draußen herrscht heute eine hohe Luftfeuchtigkeit, und es war richtig warm auf dem Rad. Es hat zu 100 Prozent so funktioniert, wie wir es machen wollten. Wir hofften, als Erster und Zweiter durch die letzte Kurve zu fahren, um dann langsam die Geschwindigkeit aufzubauen. Das hat sehr gut funktioniert. Christophe (Laporte) hat es perfekt getimed. Es war ein perfekter Sprint.“

Enric Mas (Movistar / Gesamtführender / Flash-Interview): “Ich glaube, die Organisatoren haben die Etappen extra wegen der Windkante so geplant. Aber das Wetter ist halt nun mal so. Der Wind war nicht stark genug. Aber wir sind ohne Veränderungen ins Ziel gefahren. Also sind wir happy. An den Calar Alto morgen habe ich von meiner ersten Vuelta sehr schlechte Erinnerungen. Damals war ich an dem Tag krank. Ich hoffe, ich kann die letzten zwei Anstiege morgen genießen und nach der Etappe morgen immer noch das Rote Trikot tragen.“

Ethan Hayter (Soudal – Quick-Step / aktivster Fahrer des Tages / Eurosport): "Wir waren bereits einige Zeit in der Ausreißergruppe und ich habe gespürt, kurz bevor sie uns eingeholt haben, dass alle schon viel Energie aufwenden mussten. Dann sind sie im Peloton wieder langsamer geworden und ich habe mir gedacht, wenn sie etwas zögern, könnten wir mit einer Minute Vorsprung in den Anstieg fahren, darüber kommen und mit dem Rückenwind es auch ins Ziel schaffen. Visma haben mich in der ersten Woche schon viel kontrolliert, weil sie Angst um das Grüne Trikot hatten, aber das war nie wirklich mein Ziel. Ich dachte, ich hätte jetzt mehr Zeit zum Atmen und sie werden mich fahren lassen, aber sie haben den Abstand sehr gering gehalten.“

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