Die Stimmen zur 13. Etappe der Vuelta a Espana

Dalby: “Überall sind Stars und dann ich“

Von Paul Grosch

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Grand-Tour-Debütant Simon Dalby (Uno-X Mobility) gehörte auf der 13. Etappe der Vuelta a Espana Teil zur Ausreißergruppe. | Foto: Cor Vos

04.09.2026  |  (rsn) – Nach Massensprints und Erfolgen der GC-Favoriten machten auf der 13. Etappe der Vuelta a Espana 2026 zum zweiten Mal in Folge die Ausreißer den Etappensieg unter sich aus. Nach seinem missglückten Versuch am Anfang der zweiten Woche holte sich Wout van Aert (Visma – Lease a Bike) seinen ersten Tagessieg der Vuelta 2026 vor Valentin Paret-Peintre (Soudal – Quick-Step). Dahinter schaffte es mit Matthew Brennan ein zweiter Visma-Fahrer auf das Tagespodium. Das niederländische Team hat nun insgesamt vier und damit fast ein Drittel aller bisherigen Etappen gewonnen.

Dabei war es der Brite, der lange Zeit in einer elfköpfigen Spitzengruppe wie der Favorit auf den Etappensieg aussah. Doch sein Team setzte diesmal wieder voll auf van Aert, dessen Verfolgergruppe wieder zur Spitze aufschloss. Schließlich konnte sich van Aert nach vielen Attacken schließlich mit Paret-Peintre entscheidend lösen. An der Spitze der Gesamtwertung kam es zu keinen Veränderungen.

In unserem Stimmensammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.

Die Stimmen zur 13. Etappe der Vuelta a Espana:

Wout van Aert (Visma – Lease a Bike / Sieger / Ziel-Interview): “Der Plan war heute, in die Gruppe zu gehen. Es war eine Etappe, die sehr schwer zu kontrollieren war. Mit Matthew, mir, Bruno und Christophe haben wir einige Fahrer, denen solche Etappen sehr gut liegen. Wir wollten mit mehreren Fahrern dabei sein, so dass wir taktisch ein wenig spielen können. Das hat perfekt funktioniert. Wir haben attackiert und die letzte hat gesessen. Ich hatte die Stelle ein wenig im Hinterkopf, seit ich im Profil diesen Kicker vor dem Dorf sah. Das ist eine Distanz zum Ziel, bei der viele Fahrer an den Sprint zu denken beginnen. Wenn man da eine Lücke öffnen kann, will niemand sie mehr für den anderen zufahren..“

Matthew Brennan (Visma – Lease a Bike / 3. Platz / Eurosport): “Das war heute ein richtiges Radrennen, oder? (lacht) Wir wollten so viele Fahrer wie möglich in die Gruppe bekommen. Ich denke aber, dass ich da vorn nicht echt beliebt war. Ich wusste aber, dass ich einen Superstar an meiner Seite hatte und das Team ist Vollgas gefahren, um uns in die bestmögliche Position zu bringen. Als wir oben am Berg waren, wusste ich, was wir machen müssen. Wir haben die anderen unter Druck gesetzt. Ich bin sprachlos wegen Wout. Sein Sieg hatte sich schon lange angekündigt. Die Arbeit, die ich heute für ihn verrichtet habe, fühlt sich besser an als ein eigener Sieg. Chapeau für ihn und das ganze Team!“

Jarno Widar (Lotto – Intermarché / 4. Platz / Eurosport): “Natürlich sind Wout und Brennan ein Problem. Sie sind zwei der besten Fahrer dieser Generation. Wir wussten, dass sie an irgendeinem Moment wegfahren werden. Als Wout attackiert hatte, war ich am Hinterrad von Fisher-Black. Ich habe versucht, drüber zu attackieren, habe dann aber Krämpfe gespürt und entschieden, etwas zu warten und den bestmöglichen Sprint zu zeigen. Ich bin völlig überhitzt.“

Finn Fisher-Black (Red Bull – Bora – hansgrohe / 6. Platz / RSN): “Ich hatte heute die Beine. Das wusste ich vom Start weg. Im Finale ging es mehr um die Taktik. Von diesen beiden (Brennan und van Aert) wegzukommen, war sehr hart. Es gab keinen Platz, um sich davonzuschleichen."

Simon Dalby (Uno-X Mobility / 9. Platz / Eurosport): “Es war eine wirklich starke Gruppe, in der ich mich befunden habe. Es sind Stars überall um dich herum und dann ich. Ich denke, wenn ich ums Podium mitkämpfen hätte wollen, wäre die einzige Möglichkeit gewesen, mit einem von beiden Visma-Fahrern wegzukommen. Ich bin ein paar Mal mit Brennan gemeinsam weggefahren, einmal 25 Kilometer vor dem Ende. Die Gruppe dahinter war zu diesem Zeitpunkt noch nah dran und deshalb habe ich mich entschieden, nicht weiterzufahren, weil wir auf den Sieg fahren wollten. Wenn ich jetzt darauf zurückblicke, hätte ich weiter Gas geben sollen. Vielleicht wäre es der zweite Platz geworden. Es ist, wie es ist.“

Enric Mas (Movistar / Gesamtführender / Flash-Interview): “Wir sind in einer Abfahrt etwas langsamer gefahren. Dann waren auf einmal 42 Fahrer vorne. Wir wollten den Abstand dann zwischen zwei und vier Minuten kontrollieren. Andere Teams haben und dann auch geholfen. Wir werden das morgen auch spüren, dass es heute so heiß war. Aber wir schauen einfach von Tag zu Tag. Ich glaube, wir machen einen guten Job. Ich habe gute Erinnerungen an Sierra de la Pandera morgen. Das war bei der Vuelta 2022. Ich bin auf jeden Fall motiviert.“

Oscar Onley (Netcompany – Ineos / Weißes Trikot / Flash-Interview): “Ich habe genau die gleichen Schmerzen wie bei dem anderen Sturz, den ich hatte. Nur auf der anderen Seite. Das ist natürlich etwas kurios. Aber es passt alles. Ich habe viel Respekt vor Skjelmose. Er ist ein richtig guter Fahrer. Da will man ihm natürlich keine Zeit umsonst schenken. Aber ich wusste auch, dass es für ihn heute schwierig wird, viel Zeit gutzumachen. Dazu waren zu viele Fahrer in der Gruppe. Da will keiner mit ihm zusammenarbeiten. Ich glaube, am Ende haben wir die Lücke relativ schnell zugefahren. Es sollte morgen eigentlich ein guter Schlussanstieg für mich sein. Hoffentlich habe ich bessere Beine als gestern.“

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