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Im Schlussanstieg büßte der 36-jährige Roglic jeweils 25 Sekunden auf den Gesamtführenden Enric Mas (Movistar) und den drittplatzierten Felix Gall (Decathlon – CMA CGM) ein und musste am Ende des Tages seinen zweiten Gesamtrang an den Österreicher abgeben. “Das ist nicht das, worauf wir gehofft hatten“, gab Red Bulls Sportlicher Leiter Patxi Vila nach der Etappe gegenüber der französischen Sportzeitung L’Équipe unumwunden zu.
Weniger der Rückstand von derzeit 2:10 Minuten auf den Spanier als vielmehr dessen bisher makellosen Vorstellungen lassen es zunehmen unwahrscheinlicher erscheinen, dass Roglic in der letzten Woche noch an die Spitze der das Ruder wird herumreißen können. Das sah auch Vila so. “Bislang hat es sich als unmöglich erwiesen, mit Mas mitzuhalten, aber vorbei ist es erst, wenn es vorbei ist. Es ist noch ein weiter Weg, aber er ist sehr stark und schwer zu schlagen“, lobte der Spanier seinen Landsmann, der nach drei zweiten Plätzen und einem dritten Rang auf wem Weg zum ersten Vuelta-Gesamtsieg scheint.
Hoffnung macht Roglic noch das am Donnerstag anstehende 32 Kilometer lange Zeitfahren, in dem der Olympiasieger von Tokio in dieser Disziplin auf Mas und Gall Boden gutmachen sollte. “Das Zeitfahren ist sehr wichtig für das Team. Wir haben hart daran gearbeitet und uns stark verbessert, daher hoffen wir, auch dort eine gute Leistung zu zeigen“, sagte Vila mit Blick auf die 18. Etappe.
Doch selbst, wenn Roglic im Kampf gegen die Uhr seinen schärfsten Kontrahenten so viel Zeit abnehmen sollte, dass es für das Rote Trikot reicht, so bieten sich denen auf den dann folgenden beiden extrem schweren Etappen mit Bergankünften am Alto Peñas Blancas (19. Etappe) und am Collado del Alguacil (20.Erappe) noch zwei große Gelegenheiten. Der Red-Bull-Kapitän dagegen muss dann wieder Zeitverluste befürchten.
Wie Vila betonte, spiele Roglics Trainingsunfall und die dadurch beeinträchtigte Vorbereitung in dem Zusammenhang keine entscheidende Rolle. “Primoz fühlt sich gut, aber Mas ist an den Anstiegen besser als er. Wir müssen akzeptieren, dass er schwer zu schlagen ist. Mit Felix ist er eher auf Augenhöhe, aber Mas zeigt ein bemerkenswert konstantes Leistungsniveau“, hob er nochmals Mas‘ bisherige Überlegenheit hervor.
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