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22.09.2026 | (rsn) – Italien hat bei den Straßen-Weltmeisterschaften in Montréal erstmals Gold in der Mixed Staffel gewonnen. Das Sextett um Filippo Ganna und Elisa Longo Borghini setzte sich mit acht Sekunden Vorsprung auf Frankreich durch. Die Schweiz sicherte sich mit 19 Sekunden Rückstand Bronze, nachdem sie früh Stefan Küng durch einen Defekt verloren hatte.
Das deutsche Team verpasste wie im Vorjahr das Podium und landete acht Sekunden hinter dem entthronten Titelverteidiger Australien auf Rang fünf (+0:48) vor Spanien.
In unserem Stimmensammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.
Filippo Ganna (Italien / Sieger / Eurosport): “Wir haben sehr gelitten und haben in diesem Rennen in den letzten Jahren alles gegeben, wurden aber nie mit dem Regenbogentrikot belohnt. Es ist das erste für uns im Mixed-Relay. Es ist eine besondere Ehre, dieses Trikot zu bekommen.“
Elisa Longo Borghini (Italien / Sieger / Eurosport): “Ich bin sehr glücklich. Es ist eine große Ehre, mit diesem Team zu fahren. Wir haben dieses Regenbogentrikot schon so lange gejagt. Ich persönlich mag diese Disziplin sehr. Ich bin total begeistert in diesem Moment.“
Mauro Schmid (Schweiz / Dritter / Eurosport): “Wir sind gut gestartet und wollten schnell losfahren. Wir wissen, dass wir normalerweise in den Kurven ziemlich gut sind und wollten eine gute erste Zwischenzeit erzielen. Leider ist Stefan Küng nach ungefähr drei Kilometern der Lenker gebrochen. Dann waren es nur noch Stefan Bissegger und ich für den gesamten Rest des Rennens. Das hat es enorm schwer gemacht. Gerade im Gegenwind ist es ein riesiger Vorteil, wenn man zu dritt ist. Wir haben alles gegeben und bis zum Ziel gekämpft. Es war letztendlich ein brutal schwerer Tag auf dem Rad.”
Matteo Sobrero (Italien / Sieger / Eurosport): “Wie jedes Jahr ist es eine ziemlich harte Sache. Wir hatten eine ziemlich gute Gruppe mit Cattaneo und Ganna und haben es genossen. Wir sind das Rennen angegangen, wie drei Freunde, die eine Ausfahrt machen und versuchen, sich gegenseitig abzuhängen. Jetzt warten wir auf das Frauenteam und schauen uns dann das Endergebnis an. Es war zu Beginn sehr technisch, auf den Geraden war es sehr windig und deshalb recht hart.”
Jasha Sütterlin (Deutschland / 5. Platz / RSN): “Es war eigentlich geil. Ich persönlich liebe ja Zeitfahren, egal mit wie vielen Männern. Wir sind gut gestartet und hatten einen richtig guten Plan bis auf die Hauptstraße runter zur Brücke. Es hat supergut harmoniert, aber sobald wir auf die Brücke gekommen sind, hat Nikias (Arndt) schon ein bisschen Probleme bekommen. Dann sind Max und ich einmal eine lange Führung gefahren, damit er sich etwas erholen kann. Bei der Wende hat es ihn dann allerdings aufgestellt und von da waren wir nur noch zu zweit.”
Cameron Rogers (Australien / 4. Platz / Eurosport): “Nach der Enttäuschung musste ich meinen Blick heute auf etwas Neues richten. Mir wurde letzte Woche mitgeteilt, dass ich in der Mixed-Staffel aufgestellt werde. Ich habe mich sehr hier drauf gefreut. Wir sind die Titelverteidiger und es war gut, nach gestern noch ein Rennen zu haben. Es hat Spaß gemacht. Es war meine erste Mixed-Staffel. Dieser Kurs ist sehr technisch und die mag ich sehr. Es macht Spaß, mit diesen Jungs zu fahren, vor allem mit Bling.“
Nikias Arndt (Deutschland / 5. Platz / RSN): “Es war ein sehr harter Kurs. Ich glaube, das ist mir – und damit auch dem Team – zum Verhängnis geworden. Wir sind trotzdem ein sehr gutes Teamzeitfahren gefahren. Ich habe mich auch beim Warmfahren gut gefühlt, als ich das zweite Mal in die Führung gekommen bin und meine geplante Pace angeschlagen habe. Da hat es bei mir heute leider gefehlt, aber Hut ab vor Max und Jasha. Die sind superstark gefahren.”
Antonia Niedermaier (Deutschland / 5. Platz / Eurosport): “Ich habe gemischte Gefühle. Wir haben ein gutes Zeitfahren absolviert. Leider hatte Ricarda technische Probleme. Deswegen waren wir eigentlich fast den ganzen Kurs zu zweit, aber wir haben das Beste draus gemacht. Es war enorm schwer, vor allem weil es ziemlich windig war. Wenn man zu zweit ist, hat man wenig Erholungszeit. Man wechselt sich die ganze Zeit ab. Der Kurs war schön. Er war ziemlich technisch. Wir wussten das schon vom Einzelzeitfahren. Den schönen Teil sind wir heute gefahren.“
Franziska Koch (Deutschland / 5. Platz / RSN): “Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir einen Plan A haben. Wir haben geguckt, wo wir vielleicht Wechsel fahren wollen. Wir haben aber auch gesagt, dass auf diesem Kurs sehr viel passieren kann. Es ist immer gut, mit einem Plan zu starten, aber man muss auch Flexibilität mitbringen, die wir leider gebraucht haben. Das ist auch die Kunst in dieser Disziplin. So viele Sachen müssen zusammenpassen, um ein perfektes Rennen zu fahren. Man muss versuchen, das Beste draus zu machen.“
Ricarda Bauernfeind (Deutschland / RSN): “Es gab viele Schlaglöcher, vor allem im ersten Teil. Das hat einfach dazu geführt, dass mir die Kette runtergesprungen ist. Ich habe versucht, sie auf der Abfahrt noch mal draufzubekommen, aber das hat nicht so funktioniert.“
Matteo Sobrero (Italien / Sieger / Eurosport): “Es ist sehr cool. Wir sind oft schon nah dran gewesen und jetzt haben wir es endlich geschafft zu gewinnen. Ich denke, wir alle haben es verdient. Es ist sehr schön.“
Mattia Cattaneo (Italien / Sieger / Eurosport): “Es war ein sehr schwieriger Kurs, aber ich denke, wir haben heute und auch in den Jahren zuvor gezeigt, was für ein starkes Team wir sind. Nicht nur das Team, sondern auch viele Fahrer dahinter, wie Affini oder einige Frauen. Wir haben schon lange versucht, das Regenbogentrikot zu gewinnen und endlich haben wir es geschafft.“
Paula Blasi (Spanien / 6. Platz / Eurosport): “Also im ,Hot Seat‘ war es ziemlich kalt. Wir hatten hunderte Jacken an, aber ich denke, die Leistung war wirklich, wirklich gut. Vor allem mit Mireia kennen wir uns jetzt wirklich, wirklich gut. Es ist das dritte Mal, dass wir zusammen eine Mixed-Staffel gefahren sind. Sandra hat uns in den ersten Kurven wirklich sehr geholfen. Denn eigentlich hatten Mireia und ich beim Einzelzeitfahren echt Probleme mit den Kurven.”
Monica Trinca Colonel (Italien / Sieger / Eurosport): “Ich bin so glücklich, denn es ist meine erste Medaille. Ich bin sehr stolz auf mich und meine Teamkollegen. Ein großes Dankeschön an das Team im Hintergrund. Ich denke, heute ist ein Tag, den ich mein ganzes Leben in Erinnerung behalten werde.“
Vittoria Guazzini (Italien / Sieger / Eurosport): “Es sind sehr besondere Emotionen. Ich fahre immer sehr gerne gemeinsam mit dem Team. Die letzten Tage haben wir gesprochen, was wir erreichen könnten und wo wir Zeit herausholen können. Wir haben heute alles gegeben und die Frauen waren unfassbar stark, die Männer aber auch (lacht). Wir haben uns gegenseitig schon bei der Fahrt zum Start motiviert und dann alles auf den Straßen gelassen.“
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