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22.11.2008 | (rsn) - Im Alter von 34 Jahren fuhr Marzio Bruseghin die wohl beste saison seiner Laufbahn. Der Lampre-Profi überragte vor allem beim Giro d`Italia, wo ihm ein Etappensieg und eine Spitzenplatzierung in der Gesamtwertung gelangen.
In der Vorbereitung auf sein Saisonhighlight blieb sich der Norditaliener aus der Provinz Treviso jedoch sehr unauffällig. Der in Abwesenheit von Damiano Cunego als Giro-Kapitän vorgesehene Bruseghin konnte bis in den Mai hinein keine Spitzenplatzierung herausfahren. Die gelang ihm erst auf der 10. Giro Etappe, als er das Zeitfahren von Pesaro nach Urbino gewann. "Ich wusste, dass ich die Qualität habe, ein solches Zeitfahren zu gewinnen", sagte Bruseghin nach seinem zweiten Etappenerfolg bei einer Italien-Rundfahrt.
Auch in den darauf folgenden Tagen lief es beim italienischen Zeitfahrmeister von 2006 rund. Dank weiterer Spitzenplatierungen beendete die Rundfahrt schließlich auf Rang drei - eine Platzierung, mit der kaum jemand gerechnet hatte. "Es war mehr als spannend. Ich musste bis zum letzten Meter um meinen dritten Platz kämpfen", so Bruseghin. "Ich habe aber schon immer gewusst, dass ich in der Lage bin, bei meiner Heimatrundfahrt unter die Top Fünf zu fahren", sagte er zu tuttobiciweb und fügte an: "Diesmal haben mir aber die Schwächen von Di Luca und Simoni geholfen." Dass er mit den deutlich jüngeren Alberto Contador und dem mittlerweile des Dopings überführten Riccardo Ricco auf dem Podium stand nahm der Routinier mit Humor: "Ich dachte für einen Moment, ich sei bei einem U23-Rennen, hätte die falsche Siegerehrung erwischt."
Nach dem Giro stand mit der Tour de France gleich die zweite große Rundfahrt in Bruseghins Rennkaldender. In Frankreich konnte er als Helfer von damiano Cunego zwar keine Akzente setzen, beendete die "Grand Boucle" aber auf einem ordentlichen 26. Platz, wohingegen sein Kapitän die Tour vorzeitig verlassen musste..
Nach enttäuschenden Olympischen Spielen bestritt Bruseghin sogar noch die Vuelta a Espana. Bei seiner dritten große Rundfahrt des Jahres lief es zwar nicht so gut wie beim Giro, aber deutlich besser als bei der Tour. Insgesamt vier Top-Ten-Ergebnisse und Rang zehn in der Endabrechnung konnte Bruseghin nach drei Wochen für sich verbuchen.
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