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23.12.2008 | (rsn) - Für Giovanni Visconti ging es im Jahr 2008 steil bergauf. Der Quick.Step-Profi feierte in der abgelaufenen Saison zwei Siege. Was mehr in Erinnerung bleiben wird, sind jedoch die acht Tage, an denen er das Rosa Trikot des Giro-Gesamtführenden trug. In der Radsport News Rangliste verbesserte sich der Italiener von Rang 77 auf Platz 18.
Visconti erwischte einen prima Saisonstart. Im Rahmen der Mallorca Challenge beendete der 25-Jährige die Trofeo Pollenca (Kat. 1.1) auf Rang zwei. Bei der anschließenden Andalusien-Rundfahrt (Kat. 2.1) schnupperte der endschnelle Klassikerspezialist erneut am Sieg, musste sich aber mit den Etappenplätzen zwei und drei zufrieden geben. Im März verpasste Visconti das Podium mit einem vierten Platz beim Tirreno-Adriatico nur knapp.
Auch bei den beiden Eintagesrennen Brabantse Pijl (Kat. 1.1/Vierter) und Pino Cerami (Kat. 1.1/Zweiter) fehlte nicht viel zum ganz großen Coup. Unauffällige Ardennenklassiker bildeten den Abschluss der Giro-Vorbereitung. In Italien schlug Viscontis große Stunde auf der 8. Etappe, als er ins Rosa Trikot fuhr. "Ich war heute sehr motiviert. Heute morgen im Teambus haben meine Mannschaftskollegen schon fast darauf gedrängt, dass ich das Rosa Trikot holen sollte“, sagte Visconti, der auch das nötige Glück hatte. "Im Ziel habe ich gemerkt, dass sich ein Nagel sich in meinen Reifen gebohrt hatte, ohne dass jedoch ein Loch entstand. Da war das Glück wohl auf meiner Seite.“
Das begehrte Trikot konnte er mit imponierenden Leistungen siebenmal verteidigen. Auf der 18. Etappe wäre Visconti dazu beinahe noch ein Etappensieg gelungen. Aus einer Ausreißergruppe heraus war nur Jens Voigt (CSC) stärker als der Italiener.
Gut einen Monat nach dem Giro machte der ehemalige Milram-Fahrer erneut auf sich aufmerksam. Bei den italienischen Straßenmeisterschaften wurde Visconti Zweiter hinter Überraschungssieger Filipo Simeoni (Flamina).
In der zweiten Saisonhälfte überzeugte Visconti vor allem bei Eintagesrennen. Nachdem er Tre Valli Varesine (Kat. 1.HC) und die Coppa Agostoni (Kat. 1.1) auf den Plätzen zehn und sechs abschloss, gelang ihm Mitte September endlich der heiß ersehnte erste Saisonsieg. Beim GP Fourmies (Kat. 1.HC) hatte Visconti nach 205 Kilometern die schnellsten Beine. "Dieser Sieg ist die Belohnung für die harte Arbeit, die ich betrieben habe", freute der Turiner nach dem Rennen. "Bisher lief es für mich nicht besonders gut in der Saison. Ich musste mich oft mit zweiten Plätzen begnügen. Ich wusste, dass ich das Zeug für einen Sieg habe."
Drei Tage später war beim GP de Wallonie (Kat. 1.1) nur Stefano Garzelli (Acqa e Sapone) schneller als Visconti, beim Memorial Cimurri (Kat. 1.1) Anfang Oktober musste er sich nur Mikhailo Khalilov (Flamina) geschlagen geben. Die Lombardei-Rundfahrt Mitte Oktober beendete er auf Rang vier, ebenso zum Saisonabschluss den Japan Cup (Kat. 1.HC) .
Nach zwei Jahren bei Quick Step wechselt Giovanni Visconti 2009 zum neuen ProConti-Team ISD-Danielli. Dort wird der Heimkehrer die Kapitänsrolle übernehmen und sicherlich den einen oder anderen Sieg einfahren.
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