64. Vuelta a Espana: Evans und Danielson fallen zurück

Moncoutié und Valverde die großen Gewinner

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David Moncoutié (Cofidis) nach seinem Sieg auf der 13. Etappe der Vuelta a Espana

Foto: ROTH

12.09.2009  |  (rsn) - Alejandro Valverde (Caisse d`Epargne) ist seinem ersten Vuelta-Gesamtsieg ein gutes Stück näher gekommen. Beim Solo-Sieg des Franzosen David Moncoutié (Cofidis) auf der 13. Etappe über 172,4 Kilometer von Berja nach Alto de Sierra Nevada belegte Valverde bei der schweren Bergankunft der HC-Kategorie hinter seinem Landsmann Ezequiel Mosquera (Xacobeo/+0:52) mit 1:16 Minuten Rückstand den dritten Platz und konnte seine Führung in der Gesamtwertung ausbauen.

"Ich wollte heute in erster Linie Punkte für die Bergwertung sammeln", sagte Moncoutié nach seinem dritten Saisonsieg. "Großer Dank an meinen Teamkollegen Taraamae, der tolle Arbeit geleistet hat. Am Ende war es nochmal ganz schön schwierig."

Verlierer des Tages war der australische Gesamtzweite Cadel Evans (Silence-Lotto), der im Schlussanstieg Hinterraddefekt hatte, fast zwei Minuten auf Valverde verlor und in der Gesamtwertung auf Rang vier zurückfiel. Valverde führt nun mit 27 Sekunden Vorsprung auf den Niederländer Robert Gesink (Rabobank), der vor Ivan Basso (Liquigas) in der Tageswertung den vierten Platz belegte. Basso verbesserte sich in der Gesamtwertung auf`s Podium und hat nun als Dritter 1:02 Minuten Rückstand.

In der Bergwertung konnte Vorjahressieger Moncoutie, der alle Bergpreise des Tages gewann, seine Führung weiter ausbauen und liegt mit 160 Zählern fast uneinholbar vorn.

Von Beginn an wurde die Etappe von Ausreißern bestimmt. Zunächst löste sich im ersten Anstieg des Tages eine 30 Mann starke Gruppe um Moncoutié aus dem Hauptfeld, aus der später neun Fahrer und schließlich drei wurden: Moncoutié, sein estnischer Teamkollege Rein Taaramäe sowie der Niederländer Koos Moerenhout (Rabobank). Das Trio fuhr einen komfortablen Vorsprung im zweistelligen Bereich heraus. Die große Verfolgergruppe hinter den Spitzenreitern, in der unter anderen auch Matthias Russ (Milram) und der Schweizer Fabian Cancellara (Saxo Bank) dabei waren, konnten die Lücke nicht mehr schließen und wurden im Schlussanstieg nach und nach von der Favoritengruppe um Valverde gestellt. Russ belegte am Ende als bester Milram-Fahrer Rang 27.

Am vorletzten Anstieg, dem Alto de Monachil (Kat. 1), schüttelte Moncoutié seine Begleiter ab und machte sich allein auf den Weg ins Ziel. Auch die Favoriten auf den Gesamtsieg verschärften nun das Tempo. Schnell bildete sich eine kleine Gruppe um Valverde, der zunächst noch auf die Unterstützung seines Teamkollegen Joaquin Rodriguez vertrauen konnte.

Evans dagegen, den im Schlussanstieg ein Hinterraddefekt stoppte, erlebte ein Fiasko. Es dauerte über eine Minute, bis der Australier weiterfahren konnte. Aber auch Samuel Sanchez (Euskaltel) und der US-Amerikaner Tom Danielson (Garmin-Slipstream) erlebten einen schwarzen Tag. Beide mussten bereits im vorletzten Berg reißen lassen, Sanchez kämpfte sich aber wieder an die Favoritengruppe heran, Evans zwischenzeitlich im Schlepptau. Der Olympiasieger erwies sich aber als zu schnell für den zweimaligen Tour-Zweiten, der schließlich mehr als eine Minute auf Valverde verlor Sanchez als Tagessechster nur 20 Sekunden.

Hinter Moncoutié, der ungefährdet seinen Sieg feiern konnte, verkleinerte sich die Verfolgergruppe schließlich auf vier Fahrer: Valverde, Gesink, der diesmal nicht attackierte, Basso und Mosquera. Mit seinem zweiten Antritt konnte sich der letztjährige Gesamtvierte auf dem letzten Kilometer lösen und sich Platz zwei sichern. Dahinter entschied Valverde den Sprint der Verfolger für sich und baute dank der Zeitgutschrift für Platz drei seine Führung auf Gesink auf 27 Sekunden aus.

Eine ausführliche Schilderung des Etappenverlaufs finden Sie in unserem LIVE-Ticker.

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