Folgen des Falls Armstrong

Niederländischer Verband setzt Untersuchungs-Kommission ein

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Alte Freunde: Lance Armstrong und Hein Verbruggen bei der Bahn-WM 2001 | Foto: ROTH

08.11.2012  |  (rsn) – Als Konsequenz aus dem Fall Armstrong wird der Niederländische Radsportverband KNBW eine Kommission bilden, um die „Doping-Kultur“ im Radsport zu untersuchen. „Der Profiradsport befindet sich in einer Krise. Der KNBW glaubt, dass international und national mehr getan werden muss“, hieß es in einer Erklärung des Verbandes. Die Kommission soll bis Ende November ihre Arbeit aufnehmen, spätestens zum 1. Juni 2013 soll ein Abschlussbereicht vorliegen.

Der niederländische Radsport war durch den angekündigten Ausstieg des Sponsors Rabobank schwer erschüttert worden. Die Bank bezog sich in ihrer Entscheidung ausdrücklich auf den Abschlussbericht der US-Anti-Doping-Agentur USADA, in dem Lance Armstrong und dessen damaligem US Postal-Team jahrelanges systematisches Doping nachgewiesen worden war.

In den Fall involviert ist auch der Niederländer Hein Verbruggen, von 1991 bis 2005 Präsident des Radsport-Weltverbandes UCI, dem vorgeworfen wird, seine schützende Hand über den US-Amerikaner gehalten zu haben. Der 71 Jahre alte Verbruggen, seit 1996 auch Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees IOC und seit 2004 Vorsitzender der Sport-Weltverbände (GAIFS), soll als UCI-Ehrenpräsident immer noch im Hintergrund die Fäden ziehen.

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