Ashenden: "UCI nicht glauwürdig"

Anti-Doping-Experte kritisiert geplante Fahrer-Hotline

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Pat McQuaid und die UCI verklagen den Journalisten Paul Kimmage. | Foto: ROTH

14.11.2012  |  (rsn) – Der Anti-Doping-Experte Michael Ashenden sieht die vom Radsport-Weltverband UCI geplante vertrauliche Hotline für Fahrer skeptisch. Prinzipiell sei ein solches Vorhaben im Kampf gegen Doping zwar nützlich, der Australier bezweifelt in diesem Zusammenhang aber die Seriosität der UCI.

"Gut, wenn es von einer glaubwürdigen Organisation durchgeführt wird. Wenn die UCI jetzt Fahrer aber drängt, Informationen rauszurücken, dann ist es so, als wenn der Fuchs mit Federn im Mund das nächste Huhn auffordert, zu ihm zu kommen“, sagte der Australier, der als Kritiker der UCI gilt.

Ashenden war einer der neun Experten, die den vom Weltverband Anfang 2008 eingeführten Biologischen Pass überwachten. In diesem Jahr trat der Wissenschaftler aber nach Streitigkeiten von seinem Posten zurück. Seitdem hat Ashenden sich immer wieder zu den seiner Meinung nach vorhandenen Schwächen des Anti-Doping-Systems geäußert und die UCI für deren Umgang mit dem Fall Armstrong kritisiert.

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