Australier hat das Rosa Trikot im Blick

Giro: Evans´ Ehrgeiz mit Platz zwei nicht gestillt

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Cadel Evans (BMC) fordert in der letzten Giro-Woche Vincenzo Nibali (Astana) im Kampf um den Giro-Sieg heraus. | Foto: ROTH

21.05.2013  |  (rsn) – Zwar scheint Vincenzo Nibali (Astana) nach seinen bisherigen souveränen Auftritten unaufhaltsam seinem ersten Gesamtsieg beim Giro d’Italia zuzustreben. Doch Cadel Evans (BMC), 1:26 Minuten hinter dem Sizilianer Zweiter der Gesamtwertung, hat die Flinte längst noch nicht ins Korn geworfen.

„Hier Zweiter in der Gesamtwertung zu sein ist nicht schlecht. Da ich ein sehr ehrgeiziger Fahrer bin, muss ich sagen, dass ein Sieg nicht unmöglich ist. Ich will mich nach vorne arbeiten“, kündigte der Australier auf einer Pressekonferenz am zweiten Ruhetag an.

Sein Team verwies auf die Aufwärtstendenz, die bei Evans seit dem Teamzeitfahren festzustellen war. Von Platz 62 der Einzelwertung nach dem Teamzeitfahren ging es über Platz zwölf nach der 3. Etappe, Rang zehn (4. Etappe) und Rang sechs (7. Etappe) auf den zweiten Platz, den er seit dem Einzelzeitfahren der 8. Etappe einnimmt.

Trotz des Rückschlags auf der 14. Etappe, als er insgesamt 45 Sekunden Rückstand auf Nibali hinnehmen musste, bleibt der Tour-Sieger von 2011 durchaus zuversichtlich. „Es folgt noch eine Woche und es kommen noch einige Gelegenheiten. Wir werden sehen, wie es läuft“, sagte Evans, der sich der Schwere der Aufgabe, Nibali noch aus dem Rosa Trikot zu fahren, bewusst ist.

„Das Astana-Team ist sehr gut drauf und Nibali ist in einer sehr guten Form. Er ist mit allen Schwierigkeiten klar gekommen“, lobte der 36-Jährige seinen acht Jahre jüngeren Konkurrenten. Wie seine Konkurrenten auch betonte Evans die extremen Herausforderungen, die der 96. Giro d’Italia für alle Fahrer bereit hält.

„Dieser Giro, im Vergleich mit dem Dutzend oder noch mehr Grand Tours, die ich bisher gefahren bin, ist ein echter Test für die Teams, für die Konzentration, das Bikehandling und eine körperliche Herausforderung“, berichtete Evans. „Fahren im Flachen, bei Seitenwind, bei Hitze, in der Kälte, beim Teamzeitfahren - das alles war für jeden ein Test in dieser Rundfahrt. Gelinde gesagt, ist das alles sehr interessant.“, fügte der BMC-Kapitän mit fast britischem Understatement an.

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