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15.03.2015 | (rsn) – Das Team Stölting hat am Wochenende die ersten Podiumsplatzierungen der Saison eingefahren. Silvio Herklotz holte auf der Königsetappe der Istrien Spring Trophy (2.2) einen zweiten Platz und schloss die am Sonntag die Rundfahrt durch Kroatien auf Rang drei ab. Dieselbe Platzierung konnte Teamkollege Nils Politt am Sonntag in Belgien beim Kattekoers (1.2) verbuchen.
„Nils und Silvio waren beide gut drauf, so dass ich bei beiden schon gehofft habe, dass sie bei ihren Rennen vorne mitfahren können“, sagte Teamchef Jochen Hahn am Abend zu radsport-news.com.
Für Herklotz wäre möglicherweise noch mehr als Rang drei – 20 Sekunden hinter Gesamtsieger Markus Eibegger (Synergy Baku) - möglich gewesen. Denn am Samstag wurde der Berliner auf den letzten fünf Kilometern von einem Defekt gestoppt und wurde von seinen Teamkollegen erst drei Kilometer vor dem Ziel wieder in das Feld gebracht, so dass der 20-Jährige von Position 80 aus den Schlussanstieg in Angriff nahm. „Silvio hat sich dann noch toll nach vorne gekämpft, aber am Ende hat ihm durch diese Aufholjagd dann die nötige Kraft gefehlt“, nannte Hahn den Grund, weshalb Herklotz sechs Sekunden hinter Tagessieger Eibegger auf Rang zwei ins Ziel kam.
Dennoch überwogen beim Stölting-Teamchef die positiven Eindrücke. Denn neben Herklotz wussten in Kroatien auch Arne Egner, Thomas Koep sowie Sven Reutter - der von Hahn ein Sonderlob bekam - zu überzeugen, zumal sie die frühen Ausfälle der erkrankten Manuel Porzner und Lennard Kämna wettmachen mussten.
In Belgien war Politt die prägende Figur. Nachdem er beim Kattekoers 2014 durch Defektpech ein Spitzenplatz verpasst hatte, holte der Kölner diesen am Sonntag nach. Rang drei hatte sich der 21-jährige Politt redlich verdient. Immer wieder attackierte der Deutsche U23-Zeitfahrmeister, verkleinerte das Feld, bis am Ende nur noch drei Fahrer übrig geblieben waren, die den Sieg unter sich ausmachten.
„Im Finale wollte ich mich nicht auf einen Sprint einlassen und habe nochmals attackiert. Leider konnten meine beiden Rivalen aufschließen und so musste ich den Sprint von vorne anfahren“, so Politt gegenüber radsport-news.com zum Finale. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Resultat, ich habe endlich zeigen können, dass mir die Klassiker liegen.“ Politt hofft nun, auch von Bundestrainer Ralf Grabsch für die BDR Nationalmannschaft nominiert zu werden, wenn es zur U23-Ausgabe der Flandern-Rundfahrt geht.
Der nächste Renneinsatz seines Teams wird in Fernost sein. Bei der kommenden Sonntag beginnenden Taiwan-Rundfahrt (2.1) wurde Jan Dieteren im Vorjahr Vierter der Gesamtwertung. Diesmal wird allerdings Silvio Herklotz als Kapitän ins Rennen gehen, da die Veranstalter eine schwere Bergankunft in 2600 Metern Höhe mit ins Programm genommen hat. „Ich hoffe nur, dass Silvio bis dorthin nicht krank wird. Ich bin schon gespannt, wie er sich schlagen wird“, sagte Hahn.