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29.03.2015 | (rsn) - Am Samstag präsentierte sich das personell runderneute Team Stuttgart in Vaihingen der Öffentlichkeit. Im neunköpfigen Kader der von Julian Rammler geleiteten Equipe befinden sich gleich fünf Neuzugänge.
Zwei davon sollen die Kapitänsrollen übernehmen, nämlich Tim Gebauer (von Team Stölting) und Johannes Weber (von Heizomat), die die Abgänge von Tino Thömel (RTS Santic), Nikodemus Holler (Bike Aid) und Alex Krieger (Leopard Development) kompensieren sollen.
Gebauer freut sich bereits auf seine neuen Aufgaben. „Schon 2011 beim Team NRW lief es für mich als Kapitän super. Ich konnte mehrmals mein Potenzial zeigen. Darauf und auf die Ergebnisse der letzten Saison, vor allem die kurz vor meinem Sturz, will ich aufbauen.", sagte Gebauer zu radsport-news.com und schilderte seine ersten Eindrücke: „Das Team ist sehr harmonisch und ambitioniert. Jeder hat trainiert und will zeigen was er kann."
In den ersten Rennen in Belgien und den Niederlanden sprangen jedoch noch keine Ergebnisse heraus. „Man erkennt, dass manche von uns weniger in Holland und Belgien gefahren sind, da fehlt noch etwas das Auge für die entscheidenden Situationen", so der Allrounder, der selbst bei seinen ersten Einsätzen Defektpech zu beklagen hatte. „Das katapultierte mich aus dem Rennen. In dem anderen Wettbewerb konnte ich einige Akzente setzen, aber ein Hauptfeldsprint am Ende ist dann nicht meins", erklärte der 25-Jährige, der im Vorjahr mit Rang acht bei den Veenendaal Classic (1.1) sein bisher bestes Ergebnis erzielen konnte .
Bei den Saisonhöhepunkten soll es dann aber besser laufen. So will der werdende Vater bei den deutschen Rennen Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt, der Bayern-Rundfahrt und Rund um Köln Akzente setzen. „Auch die Deutsche Meisterschaft bei mir vor der Haustür in Bensheim ist interessant, aber wahrscheinlich etwas zu bergig für mich", meinte Gebauer.
Die DM und andere topographisch anspruchsvollen Rennen könnten eher Johannes Weber liegen. „Vor allem wenn es richtig bergauf geht, hat er seine Stärken"; meinte Gebauer, der aber auch Arnold Fiek in 2015 einiges zutraut. „Der hat Kraft für drei und wenn er lernt die richtig zu nutzen ist er mit Sicherheit ein Mann für Top-Platzierungen, auch in UCI Rennen", so Gebauer abschließend.