Schwaches Zeitfahren kostete Vuelta-Führung

Rodriguez: "Ich kämpfe, so lange es noch Strecke gibt"

Foto zu dem Text "Rodriguez:
Ist das Rote Trikot nach dem Zeitfahren los: Joaquim Rodriguez (Katusha) | Foto: Cor Vos

09.09.2015  |  (rsn) – Mit großen Hoffnungen war der Vuelta-Spitzenreiter Joaquim Rodriguez (Katusha) in das 38,7 Kilometer lange Einzelzeitfahren von Burgos gegangen. Doch am Ende lief es für den 36-Jährige in der ungeliebten Disziplin wieder einmal nicht nach Wunsch, so dass er am Ende des Tages vom ersten auf den dritten Platz zurückfiel, nachdem er über drei Minuten auf Tagessieger Tom Dumoulin (Giant-Alpecin) kassierte, der auch die Führung in der Gesamtwertung übernahm.

„Das war heute ein Purito-Zeitfahren. Ich hatte keine guten Beine und irgendwie war ich sogar auf dem Flachen besser als in den berganführenden Passagen“, so Rodriguez selbstkritisch.

Während ihn die Leistung von Dumoulin keinesfalls überraschte, hätte Rodriguez nicht mit einem so guten Abschneiden von Fabio Aru (Astana) gerechnet, der ihn in der Gesamtwertung überholte und mit drei Sekunden Rückstand nun schärfster Rivale von Dumoulin ist. „Das kam für mich überraschend“, befand der Katusha-Kapitän.

Diesem bleiben jetzt noch drei Etappen, die anspruchsvoll sind, aber ohne Bergankunft enden, um noch einmal das Ruder herumzureißen. Zwar weiß Rodriguez: „Dumoulin hat einen großen Schritt nach vorne gemacht.“ Aufgegeben hat der Routinier allerdings noch nicht. „Ich kann noch etwas aufholen, so lange es Strecke gibt, werde ich kämpfen. Vom Gesamtsieg bis hin zum Verlust des Podestplatzes ist noch alles möglich.“

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