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15.10.2017 | (rsn, mr; 13/05 Uhr) - Vor wenigen Minuten hat Christoph Strasser im Velodrome Suisse in Grenchen sein großes Saison-Ziel erreicht: Mit 941,87 Kilometern in 24 Stunden hat er einen neuen Bahn-Weltrekord aufgestellt.
Der Steirer drehte 3767 Runden auf der 250-m-Holzbahn, fuhr einen Schnitt von 39,2 km/h, und trat unermüdlich meist über 200 Watt in die Pedale. Strasser saß 24 Stunden fast permanent im Sattel, nur eine dreiminütige Pinkel-Pause hat er sich gegönnt.
Den alten Rekord des Slowenen Marko Baloh, 2010 in Montechiarri in Italien mit 903,76 Kilometer aufgestellt, hat Strasser damit um 38,1 km verbessert.
Mit dem Takt eines Schweizer Zuges absolvierte Christoph das erste Viertel der 24 Stunden. Nach sechs Stunden und knapp 1000 Runden lag sein Stundenmittel bei 41,7 km/h.
Bereits nach vier Stunden Fahrzeit plagten ihn massive Magen-Probleme. „Der Grund dafür war sicherlich die Sitzposition auf dem Zeitfahrrad. Durch die Probleme konnten wir auch den Nahrungsplan nicht wie geplant umsetzen“, beschreibt Teamchef Michael Kogler.
Noch vor der Halbzeit des Weltrekord-Versuchs, trotz der Motivation der Moderatoren um "Race Around Austria"-Organisator Michael Nussbaumer, bestätigte sich Strassers Urteil über seine größten Gegner: "Die Monotonie war mit keinem meiner bisherigen Projekte zu vergleichen. Sich hier zu motivieren war echt sehr schwer."
Christoph Strasser fuhr genau 22 Stunden, ehe er die erste und einzige Pinkel-Pause absolvierte. „Ich hatte einfach kein Bedürfnis, und schaffte dadurch einige Kilometer mehr“, sagte Christoph, der nur für drei Minuten vom Rad stieg.
Um genau 12:04 Uhr war es dann so weit: Das Stadion jubelte, als Strasser 56 Minuten vor dem Ziel die bisherige Rekordmarke von 903 Kilometern einstellte. In der verbleibenden Zeit fixierte er dann mit insgesamt 941,873 Kilometern, einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 39,24 km/h und insgesamt 3767 Runden den neuen Weltrekord.
Ehe es zum Feiern ging, musste Christoph Strasser noch zur Doping-Kontrolle, durchgeführt von der Schweizer Anti-Doping-Agentur. Und nicht nur für Christoph waren es anstrengende, schlaflose 24 Stunden. Auch seine fünfköpfige Betreuer-Crew vollbrachte eine großartige Leistung.
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