Nach Horrorsturz sechs Monate Pause?

Ärzte mit Froomes Zustand “sehr zufrieden“

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Chris Froome (Ineos) | Foto: Cor Vos

13.06.2019  |  (rsn) - Chris Froome hat die an seinen zahlreichen Verletzungen vorgenommenen Operationen gut überstanden und ist seit dem Morgen wieder bei Bewusstsein. “Die Operation, die sechs Stunden dauerte, verlief sehr gut“, sagte Ineos-Teamarzt Richard Usher auf der Homepage des britischen Rennstalls. Team-Manager Dave Brailsford hatte am Morgen von einem fast achtstündigen Eingriff gesprochen.

Nachdem er aufgewacht sei, hätten die behandelnden Ärzte Froome nochmals untersucht und seien “sehr zufrieden mit seinen bisherigen Fortschritten“, so Usher weiter. “Chris wird die nächsten Tage zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben, aber er diskutiert bereits aktiv über seine Rehabilitationsoptionen, was sehr ermutigend ist.“

Der Froome behandelnde Chirurg Rémi Philippot schloss gegenüber dem Internetportal eprogres.fr die Notwendigkeit weiterer Operationen nicht aus. Der “kritischste Eingriff“ sei der an der offenen Oberschenkelfraktur gewesen, merkte der Arzt an. Wie es in dem Bericht weiter hieß, könnte der Brite sechs Monate ausfallen, was das Saisonende bedeuten würde.

Wie Ineos weiter mitteilte, werde sich der 34-jährige Froome, der bei der Tour de France seinen fünften Gesamtsieg einfahren wollte, in den kommenden Tag mit einem persönlichen Statement an die Öffentlichkeit wenden.

Geschockt vom dem schrecklichen Unfall, der sich bei 55 km/h ereignete, zeigte sich Daniel Martin (UAE - Team Emirates). Der Ire fuhr nur wenige Meter hinter Froome, als der seine Nase putzen wollte und dazu eine Hand vom Lenker nahm. Dabei wurde Froome von einer Windbö erwischt und prallte ungebremst gegen eine Mauer. Martin und sein Sportlicher Leiter Neil Stephens erreichten unmittelbar danach die Stelle.

"Neil und ich sahen uns fassungslos an und standen nur 20 Sekunden zitternd da. Ich blieb beim Teamauto und wir fragten, ob wir etwas tun könnten, aber ich dachte, es hätte viel schlimmer kommen können. Er hätte tot sein können“, sagte der Ire am Donnerstag zu cyclingnews.

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