2 d 21 h 38 min - 2200 km, 30 000 hm

Race Around Austria: Strasser und Kienreich mit neuer Rekordzeit

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Christoph Strasser (l.) und Lukas Kienreich | Foto: pixxio media

18.08.2019  |  (rsn, pm) - 2 Tage 21 Stunden 38 Minuten – so lange fuhren die beiden Steirer Christoph Strasser und Lukas Kienreich beim "Team Race Around Austria" rund um Österreich. 2200 Kilometer und 30 000 Höhenmeter galt es beim härtesten Radrennen Europas zu überwinden. Strasser und Kienreich taten dies in neuer Rekordzeit und waren mit einem Schnitt von 31,31 km/h dabei sogar schneller als die beste Vierer-Mannschaft.

Der 34-jährige Lukas Kienreich gewann schon vor drei Jahren im Zweier-Team.
Partner bei seiner ersten Siegesfahrt 2016 war der ebenfalls aus der Steiermark stammende Severin Zotter, der 2015 das Race Across America gewann. Gleich sechs Siege bei diesem legendären Ultra-Radrennen quer durch die USA hat sein aktueller Partner Christoph Strasser zu verzeichnen.

„Ich bin unglaublich glücklich und kann es fast nicht glauben, dass es so schnell gegangen ist. Wir haben uns im Vorfeld viel vorgenommen, aber diese Zeit ist ein Wahnsinn“, erzählte Strasser im Ziel in St Georgen: "An diesem Sieg gefällt mir wahnsinnig, dass wir es erstmals geschafft haben, unter drei Tagen zu fahren. Ich glaube, diese Zeit wird in Zukunft schwer zu knacken sein. Außerdem hat die Teilnahme heuer echt Spaß gemacht. Das Miteinander und die Zusammenarbeit im Team hat super funktioniert und das ist immer wieder schön zu erleben."

Vor allem der taktische Aspekt einer Fahrt zu zweit
und der individuellen Aufteilung der Strecke mit kurzen Wechsel-Intervallen hat den 36-Jährigen Strasser gereizt. Für ihn ist dieser Erfolg beim beim Race Around Austria aus zweifacher Sicht ein Rekordsieg: Noch nie konnte ein Teilnehmer auf der 2200 Kilometer langen Distanz in allen drei Klassen - Solo, Zweier-, Vierer-Team - Siege einfahren.

Nach dem Gewinn im Vierer-Team 2013 dominierte Strasser in den drei Folgejahren die Einzelwertung. Nun hat er auch im Zweier-Wettbewerb zugeschlagen. „Erst nach dem Beschluss, gemeinsam an den Start zu gehen, habe ich mir gedacht, dass es schon sehr cool wäre, hier in allen Disziplinen gewinnen zu können. Das war aber keinesfalls der vorrangige Antrieb. In erster Linie war ich neugierig und habe mich darauf gefreut, zu zweit zu fahren“, verriet Christoph.

Bei der Fahrt zu zweit haben die beiden Fahrer
lediglich bei den Wechseln Kontakt miteinander, dazwischen sitzt jeweils ein Fahrer auf dem Rad. „Wir haben in Intervallen von 15 bis 45 Minuten gewechselt, was in der Rennplanung durchaus anspruchsvoll ist, aber sehr gut funktioniert hat“, resümierte Kienreich.

Seine Siegesfahrt von 2016 wurde aufgrund einer wetterbedingten Sperre des Großglockners nicht auf der Originalstrecke des Rennens aufgestellt. Dieser kleine Makel hat dem Sieg 2019 für den Steirer eine besondere Bedeutung gegeben. „Und ich hatte definitiv den Gedanken im Hinterkopf, den Rekord zu holen“, erzählte Kienreich im Ziel.

Der Wettergott meinte es heuer besser
mit den beiden und auch die Fans auf der Strecke trugen ihren Teil zur Rekordfahrt bei. „In Oberösterreich und Niederösterreich waren wahnsinnig viele Leute auf der Strecke, in Wörgl wurden wir sogar mit bengalischen Feuern empfangen“, schwärmte der für den "V.URC Veloblitz" fahrende Kienreich von der Stimmung während des Rennens.

Ebenfalls zu den Schnellsten zählten die Athleten auf der 1500 Kilometer langen zweiten Strecke des Race Around Austria. Dabei wird der Westteil rund um Vorarlberg und Tirol abgekürzt. Nachdem es lange nach dem Sieg des Niederösterreichers Philipp Kaider aussah, überschlugen sich in den letzten Stunden des Rennens die Ereignisse.

Aufgrund von Erschöpfung musste Kaider
100 Kilometer vor dem Ziel aufgeben. Dahinter kämpften nun der Oberösterreicher Florian Atzlesberger und der Salzburger Dominik Meierhofer um den wieder offenen Sieg. Am Ende betrug der Abstand der beiden an der Ziellinie acht Minuten: Mit einer Zeit von 2 Tagen 15 Stunden und 6 Minuten triumphierte Meierhofer vor Atzlesberger.
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