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26.06.2026 | (rsn) – Zum dritten Mal nach 2023 und 2024 hat sich Nils Politt (UAE – Emirates – XRG) zum Deutschen Zeitfahr-Meister gekrönt. Nach 41,0 Kilometern war er in Streufdorf nur knapp zwei Sekunden schneller als Maximilian Walscheid (Lidl – Trek) und Jasha Sütterlin (Jayco – AlUla), der sich mit einem starken Schlussabschnitt Bronze sicherte. Vierter wurde Titelverteidiger Maximilian Schachmann (Soudal – Quick-Step). Julian Borresch (Rembe – rad-net) war als Fünfter bester KT-Fahrer.
Wie bei der U23 ging es auch bei der Elite zu Beginn spannend zu. Nach 13 Kilometern setzte sich überraschend Tim Torn Teutenberg (Lidl – Trek) an die Spitze des Klassements. Er lag aber nur weniger als eine Sekunde vor Politt und knapp zwei vor Walscheid. Sütterlin und Lennard Kämna wiesen weniger als zehn Sekunden Rückstand auf.
Teutenberg musste 15 Kilometer später seinem hohen Anfangstempo Tribut zollen. Er büßte 24 Sekunden auf den neuen Spitzenreiter Walscheid ein. Der hatte auch auf Politt sieben Sekunden herausgefahren. Die zweitbeste Zeit im Sektor erzielte Sütterlin, der sich mit knapp elf Sekunden Rückstand auf Rang drei vorschob.
Der Jayco-Fahrer hatte im Finale dann auch die besten Beine. Er toppte die Bestzeit von Borresch und entgegen der Erwartungen wurde es danach richtig knapp. Nur um vier Zehntel unterbot Walscheid die Bestzeit seines ehemaligen Teamkollegen. Als Politt sich als Nächster dem Ziel näherte, wurde es erneut spannend. Der UAE-Profi drehte den Spieß um und lag 1,8 Sekunden vor Walscheid.
Für Politt war es die siebte Medaille bei nationalen Titelkämpfen im Kampf gegen die Uhr. Vor zehn Jahren empfing er auf dem Podium in Erfurt Bronze. Schon bei der Tour de Suisse hatte der 32-Jährige seine gute Form angedeutet.
"Zwei Sekunden nach 41 Kilometern sind nichts. Es war extrem knapp zwischen Jasha, Max und mir", resümierte der UAE-Fahrer bei der Pressekonferenz, auf der er seine Teilnahme an der Tour de France schon bestätigte, bevor sein Team die Aufstellung offiziell gemacht hat: "Ich bin superfroh, mit dem Trikot nächste Woche in Barcelona auf der Startrampe zu stehen."
In Streufdorf konnte er sich dieses Trikot mit einem perfekten Pacingplan sichern. "Ich bin gut ins Zeitfahren reingekommen und wusste, dass die letzten zwei, drei Wellen vielleicht entscheidend werden. Dort habe ich alles rausgehauen, was ich hatte. Ich bin da extrem gut drübergefahren", so Politt, dem im Finale der Titel fast trotzdem noch entronnen wäre. "Leider ist mir 1,5 Kilometer vor dem Ziel die Kette runtergefallen. Das hat Speed gekostet, bis ich die Kette wieder draufhatte."
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